Personal Branding – 3 Nachteile!

Was, NACHTEILE!? Ich dachte, Verena Bender steht für Personal Branding und möchte Menschen dazu ermutigen, in die Sichtbarkeit zu kommen!?… Hat Personal Branding Nachteile!? Da kann ich nur sagen: Je nach Betrachter findet sich in allem ein dunkler Fleck.

Es ist kein Geheimnis, dass ich ein Fan von Personal Branding bin. Auch wenn ich diese Bezeichnung nicht mag. Menschen sind für mich Menschen und keine Marken! Doch ein anderer passender, knackiger Begriff, der beschreibt, dass „ein Mensch mit seinem Wissen und seiner Leidenschaft den Schritt in die Sichtbarkeit wagen sollte“, ist mir bisher noch nicht untergekommen. Ich nehme gerne Vorschläge entgegen.

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Auch die Bezeichnung „Personenzentrierte Kommunikation“, wie der Kollege Sachar Klein sie verwendet oder das „Social Me“, ein Vorschlag von Tijen Onaran, mag ich sehr, doch für mich ist „Personal Branding“ am wenigsten erklärungsbedürftig und jeder weiß zumindest ganz grob etwas damit anzufangen.

Es wird sehr kontrovers diskutiert, ob und in welchem Maße ein Mensch sichtbar werden darf, kann oder muss. Dazu sei gesagt: Niemand muss oder sollte müssen, denn dann geht die Nummer sicherlich nach hinten los, wenn nicht ein wenig Neugier und Eigenantrieb hinter dem Gang in die Sichtbarkeit stecken. Das ist so wie bei allen Dingen, die ein Mensch „muss“ aber nicht wirklich möchte.

Wer mit dem Gedanken spielt, sichtbarer zu werden, dem kann ich nur dazu raten, diesen Schritt zu gehen. Im Folgenden möchte ich aber auch die mit diesem Schritt verbundenen Risiken nicht außen vorlassen und einfach mal drei Nachteile nennen, die Personal Branding mit sich bringen kann. – Kleiner Spoiler: Dennoch überwiegen für mich ganz klar die Vorteile!

1. Personal Branding kostet viel Zeit

Ich könnte jetzt sagen: „Ach Quatsch, nee, gar nicht…“. Aber das mache ich nicht, denn es stimmt! Wer sich nach außen positionieren möchte als Person mit seiner Message, seinen Werten, seiner Expertise. Wer gesehen werden möchte, der muss Zeit investieren.

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Zeit, sich darüber klar zu werden, was eigentlich seine Werte und Ziele sind, Zeit die richtigen Formate und Plattformen (online wie offline) zu finden, Zeit, Content zu erstellen, der anderen Menschen einen Mehrwert bietet und Zeit, sich eine Community aufzubauen und diese zu pflegen. Ja, der Aufbau einer Personenmarke kostet viel Zeit!

2. Wer sichtbar ist, wird mit Kritik konfrontiert

Wer sichtbar wird und Stellung bezieht, der wird nicht von jedem gemocht. Doch wer wird schon von jedem gemocht!? Und je erfolgreicher ein Mensch ist, je sichtbarer er wird, desto mehr wird er zur Projektionsfläche für andere. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Formen von Kritik, die natürlich alle weh tun, aber nicht alle gleich ernst genommen werden dürfen. Es gibt zum einen die Neider, die Menschen, die gerne sichtbarer wären und den nächsten Schritt machen würden, es aber selber aus verschiedenen Gründen einfach nicht angehen.

Oft sind das die Kritiker, die sich nicht online, in Form von Kommentaren äußern (zumindest nicht mit ihren Klarnamen), sondern die Menschen, die in deinem Umfeld tuscheln oder dir ihr Missfallen auf andere Art und Weise zeigen. Doch wegen dieser Leute auf den Weg in die Sichtbarkeit verzichten? Warum? Damit sie sich nicht übervorteilt von dir fühlen? Möchtest du ihnen wirklich diesen Gefallen tun?

Dann gibt es die Trolle. Menschen die im Netz Kritik üben und richtig rumpöbeln. Selten sind diese Menschen mit ihrem Profilbild und dem vollständigen Namen vertreten. Gerne mal ein Katzenfoto mit dem Handle @user0815. Ja, auch Kommentare von 0815 oder 007 können weh tun. Doch sind sie es wert, all die Vorteile, die dir deine Personenmarke bringt, über den Haufen zu werfen? Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, solche Kommentare nicht zu beantworten und im schlimmsten Fall, Menschen zu blocken.

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Die dritte Art von Kritik, ist für viele die herausforderndste. Es sind Menschen, die Dinge die du teilst, einfach anders sehen und dir dies auch mitteilen. Doch das heißt nicht, dass du alles, was du machst, in Frage stellen solltest.

Zu den meisten Themen gibt es verschiedene Sichtweisen und ein Austausch auf Augenhöhe kann durchaus befruchtend sein. So lange du deine Meinung nicht als die einzige wahre verkaufst, sondern einfach als Sichtweise, die aufgrund deiner Erfahrung mit einem bestimmten Thema entstanden ist, brauchst du dir keine Gedanken zu machen.

Und ganz ehrlich: Die Angst vor Kritikern sollte dich niemals von dem Aufbau deiner eigenen Sichtbarkeit abhalten, denn die Kritiker kommen erst, wenn du wirklich eine gewisse Bekanntheit in deinem Segment erreicht hast. So dass du sie auch als Erfolg werten kannst.

Es wird immer wieder von der Formel gesprochen, dass auf rund 100 Fans, ein Kritiker kommt. Wenn also ein Kritiker auf dich aufmerksam geworden ist, hast du mindestens 99 Menschen, die gut finden was du tust.

3. Ich werde auf ein Thema festgelegt

Hm… ja und nein! Natürlich legst du dich beim Gang in die Sichtbarkeit auf ein Thema fest, mit dem Menschen dich in Verbindung bringen (sollen). Frank Behrendt steht für das Thema „Familie und Gelassenheit auch im beruflichen Context, nicht zu vernachlässigen“, Magdalena Rogl „steht in erster Linie für die Kommunikation von Microsoft Deutschland“, und Tobias Beck für „Persönlichkeitsentwicklung“.

Doch gleichzeitig bekleiden all diese Menschen nicht nur eine bestimmte Position, sondern sie zeigen auch ihre persönliche Meinung zu Themen, die weit darüber hinaus liegen.

Ein schönes Beispiel dafür, dass du nicht für immer auf ein Thema festgelegt sein musst, wenn du in die Sichtbarkeit gehst, sind für mich Menschen wie Diana zur Löwen. Diana hat als „Beauty-Influencerin“ begonnen und widmet sich nun auch politischen Themen .

Ebenso die Bloggerin Anna Frost, die vor 13 Jahren ihren ersten Blog gestartet hat, im Jahr 2015 als einflussreichste Fashion-Bloggerin ausgezeichnet wurde, jetzt aber auch viele andere Themen besetzt.  Nicht zuletzt fällt mir Anna-Lena Müller ein. Bekannt geworden vor allem als Kommunikatorin für Microsoft…. Inzwischen bei Volkswagen.

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Dadurch, dass du dich nicht nur in einer Rolle zeigst, sondern als Mensch wahrgenommen wirst, kannst du deine Follower auch mitnehmen, wenn sich deine Interessen oder deine berufliche Position ändert. Denn die Wenigsten folgen Dir aufgrund deiner Position, sondern weil sie dich als Person interessant finden. Jeder wird sich freuen, mit dir wachsen zu dürfen.

Abschließend

Wie zu Anfang geschrieben: Wo Sonne ist, da ist auch Schatten. Doch das sollte dich auf keinen Fall vom Gang in die Sichtbarkeit abhalten. Neulich habe ich acht Punkte aufgeschrieben, warum es sinnvoll ist, an seiner Sichtbarkeit zu arbeiten und mir fallen noch viele weitere ein.

Solltest du Lust auf dieses Thema haben, dann: leg los!  Wenn du ein bisschen unsicher bist, was zu Beginn vollkommen normal ist, dann unterstütze ich dich sehr gerne in einem eins zu eins Coaching, in dem wir auf deine Bedürfnisse, Ziele und Wünsche eingehen.