Dein digitales Netzwerk: 6 Tipps für Aufbau und Pflege

Dass es im Jahre 2022 nicht von Nachteil ist, ein gutes digitales Netzwerk zu haben und Personal Branding zu betreiben, ist sicherlich ziemlich unstrittig.

Doch vielen von uns fällt es nicht so leicht, auf andere Menschen zuzugehen, neue Kontakte zu knüpfen, ohne sich platt aufzudrängen. Weder in digitalen Netzwerken, noch auf Veranstaltungen. Und das Schöne ist, das musst du auch gar nicht.

Wäre es nicht fantastisch, wenn Leute irgendwann einfach auf Dich zugehen oder du deine Scheu vorm ersten Schritt verlierst, ohne es wirklich zu merken?

Das funktioniert. Du kannst dir ein digitales Netzwerk aufbauen und das sogar mit viel Freude. Und in diesem Artikel erkläre ich dir wie.

Netzwerken digital, Personal Branding

Das Ganze hat, so kannst du dir wahrscheinlich schon denken, mit deiner Personal Brand, deiner Personenmarke, zu tun. Aber gehen wir Schritt für Schritt vor.

1. Persönlichkeitsentwicklung: Überlege für dein digitales Netzwerk, wer du bist und wo du hinwillst

Das ist der erste Schritt zum Aufbau eines guten (digitalen) Netzwerks. Denn wenn Du nicht weißt, wer du genau bist und wo du hinmöchtest: Wie sollen es die anderen Menschen, die dir begegnen dann wissen? Und welchen Grund haben sie, dir zu folgen oder sich mit dir zu vernetzen?

Bist du diejenige, die sich mit ganzem Herzen für das Thema Nachhaltigkeit einsetzt? Bist du die Mama, deren Zuhause immer aussieht wie aus einem „Schöner Wohnen“ Prospekt und das von der Gästetoilette übers Wohnzimmer bis hin zum Kinderzimmer? Bist du der, dessen Hund einfach sowas von gut hört, dass alle anderen Hundebesitzer:innen neidisch werden und alle deine Tipps geradezu verschlingen?

…Um einfach mal ein paar Positionierungen aus dem persönlichen Bereich zu zeigen. Vielleicht bist du auch der Personal Trainer, der sich auf Menschen mit Nackenproblemen spezialisiert hat, die Designerin, die Mode für Menschen um 1.50m kreiert oder was auch immer.

Also mach dir erstmal ganz klar: Wer du bist, für was du stehst und wie du wahrgenommen werden möchtest.

Personal Branding Digitales Netzwerken

Vielleicht wird sich deine Positionierung mit der Zeit verändern. Das ist auch gar nicht schlimm, denn Leben ist Veränderung.

Doch gib den Menschen Zeit, dich mit einem Thema fest in Verbindung zu bringen und dann kannst du nach und nach – sollte es von Bedeutung sein – deine Community auf einen Switch mitnehmen.

2. Lege dich auf zwei bis drei Social Media Kanäle fest und halte deine Profile auf dem aktuellen Stand

Social Media eignet sich fantastisch, um sich eine Sichtbarkeit aufzubauen. Das Schöne ist, es gibt unendlich viele Plattformen. Also ran an Tiktok, Instagram, Facebook, Twitter, LinkedIn

NEIN. STOPP!

Denn das wird niemals gut gehen. Jede einzelne Plattform hat ihre Vorteile und auf jedem dieser Kanäle kannst du dir mit der richtigen Strategie einen Namen machen. Doch der Aufbau und die Pflege eines Social Media Kanals -und der Community, die entstehen wird- benötigt Zeit!

Deshalb schau, dass du zwei (höchstens drei) Kanäle findest, auf denen du mit deiner Expertise sichtbar werden kannst. Solltest du dabei Unterstützung benötigen, unterstütze ich dich gerne im Rahmen meines 1-zu-1 Coachings.

3. Gehe in ein bestehendes digitales Netzwerk rein, höre zu, bring dich ein

Wenn du ganz frisch auf einer Plattform bist und nicht genau weißt, wie du starten solltest, kann es hilfreich sein, erst einmal zuzuhören. Was machen Andere? Mit welchen Inhalten kannst du dich identifizieren und was resoniert eher nicht mit dir? Lass dich inspirieren. Like, wenn dir etwas gefällt oder hinterlasse der Content-Creatorin einen positiven Kommentar.

Im Coaching höre ich öfter der Einwand: „Was interessiert es andere, wie ich darüber denke?“ Und ich sage dir: „Es interessiert andere, denn ansonsten würden sie mit ihren Themen ja gar nicht rausgehen. Kennst du einen Menschen auf dieser Welt, der sich nicht über Wertschätzung von außen freut?“ Ich glaube kaum.

Networking Digital

Wichtig ist natürlich, dass deine Wertschätzung wirklich ernst gemeint ist. Ansonsten äußere dich zu Anfang erstmal gar nicht. Dein Gegenüber wird auch im Netz erkennen, wenn du aufrichtig bist und vielleicht entsteht auf diese Weise schon der ein oder andere wertvolle Kontakt.

4. Teile eigenen Content. Biete anderen Menschen in deinem digitalen Netzwerk einen Mehrwert

Wenn du dich auf der Plattform deiner Wahl umgeschaut und dich mit den grundlegenden Funktionen vertraut gemacht hast, dann warte nicht zu lange und fang an, deinen eigenen Content zu teilen. Content der zu dir, deinem Thema und deinen Zielen passt. Also Dinge, die auf das einzahlen, was du in Punkt 1 definiert hast.

Überleg dir nochmal: Was ist deine Expertise und welches Problem kannst du für andere lösen? Wenn du der Hundebesitzer bist, dessen Hund wirklich aufs Wort hört, worum dich viele andere Hundebesitzer:innen beneiden, dann fange an, ein paar hilfreiche Tipps nach außen zu tragen.

Oder du bist diejenige, dessen Wohnung so perfekt gestylt ist: Dann nimm die Community mit und verrate, wie es auch anderen gelingen kann ihren Wohnraum zu verschönern.

Wenn du das Gefühl hast: Das machen andere doch auch schon, das interessiert doch eh keinen. Dann sage ich dir: „Hätte Tim Mälzer nie als Fernsehkoch angefangen, weil es vor ihm schon Johann Lafer gab, so wäre das doch wirklich äußerst schade für alle Mälzer-Fans!“

5. Biete deine Hilfe an, nicht wegschauen, wenn andere negatives Feedback bekommen

Wenn du mit deinem Kanal gestartet bist, ist es natürlich auch weiterhin relevant, mit anderen Menschen aus deinem digitalen Netzwerk zu interagieren.

NUR eigenen Content raushauen, nicht auf Fragen eingehen. Sich nicht für Komplimente bedanken. Anderen nicht auch ein bisschen Wertschätzung zuteilwerden lassen, nur weil der eigene Kanal gerade gut läuft, das ist kein feiner Zug.

digitales Netzwerk aufbauen

Soziale Netzwerke heißen nicht umsonst so. Auch wenn es leider immer mehr Menschen gibt, die sich alles andere als sozial verhalten. Doch die nimmst du dir gewiss nicht zum Vorbild. Im Gegenteil: Wenn in deinem realen Umfeld jemandem Unrecht geschieht, dann schaust du ja (hoffentlich) auch nicht einfach weg.

Verhalte dich also im Netz genauso wie im „echten“ Leben. Stehe zu dir, deinen Werten, deiner Expertise und setze dich für andere ein, wenn du merkst, dass sie deine Unterstützung gebrauchen könnten.

6. Sei DU selbst. Halte ein, was du versprichst.

Es ist manchmal nicht einfach, im Umfeld so vieler anderer Menschen wirklich bei sich zu bleiben. Der Eine hat viel tollere Bilder, die Andere kann viel besser schreiben, er hat mehr Follower:innen, sie mehr Kommentare. Wenn du einmal anfängst dich mit anderen zu vergleichen, dann kannst du nur verlieren. Es wird immer jemanden geben, der in deinen Augen besser oder erfolgreicher ist als Du.

Doch davon darfst du dich nicht abhalten lassen. Denn darum geht es ja auch gar nicht beim digitalen Netzwerken. Ein Netzwerk aus 50 guten Kontakten kann viel mehr wert sein, als 5.000 lockere Kontakte. Pflege die Menschen in deinem Umfeld. Sie werden es dir danken.

Und du wirst sehen: Wenn du dir selber treu bleibst und dein Ding durchziehst, wird sich dein Netzwerk nach und nach fast wie von selbst vergrößern und festigen. Ganz allein deshalb, weil die Menschen DICH und das, was du tust und wie du es tust, inspirierend und anziehend finden.

Digitales Netzwerk – Abschließend

Digitales Netzwerken ist auch immer wieder ein Thema im Personal Branding Podcast „Be your Brand“. In dieser Solofolge von „Be your Brand“ habe ich dir die ganzen Tipps, inklusive unterschiedlicher Beispiele auch noch einmal zusammengefasst.

Wenn du aktiv am Aufbau eines digitalen Netzwerks und deiner eigenen Positionierung arbeiten möchtest, unterstütze ich dich dabei gerne im 1-zu-1 Personal Branding Coaching. Lass uns gerne mal unverbindlich dazu sprechen. Ich freue mich, von Dir zu hören.