7 Personal Branding Fehler, aus denen Du lernen kannst!

Personal Branding Fehler!?

„Aus Fehlern lernt man“… was ein ausgelutschter Spruch. Ähnlich wie: „Man kann dir einen Weg weisen, aber gehen musst du ihn selbst.“ (Bruce Lee). Aus solchen klugen Sätzen haben wir nie viel gelernt, aber je mehr Erfahrungen wir im Leben machen, desto besser können wir diese „Weisheiten“ im Nachhinein verstehen.

Inzwischen ist es recht bekannt, dass ich in vielen Situationen zum Team „Einfach-mal-machen“ gehöre und das Team „Ich-durchdenke-das-lieber-nochmal-von-allen-Seiten-und-sichere-mich-bei-25-anderen- Menschen-ab“ eher meide. 

Und auf diesem „Einfach mal machen“ Weg, den ich übrigens jederzeit wieder einschlagen würde, gehört es einfach dazu, Fehler zu machen.

Ich möchte fast behaupten, dass auch den Mitgliedern aus dem anderen Team Fehler unterlaufen, da wir die meisten Dinge im Leben immer nur bis zu einem gewissen Grad planen können.

Personal Branding Fehler, Sichtbarkeit

Und so habe ich natürlich auch auf meiner Personal Branding Reise jede Menge Fehler gemacht, aus denen ich lernen durfte. Einige möchte ich hier mit euch teilen.

1. Je mehr Kanäle, desto besser

Grundsätzlich geht es ja darum, Menschen mit der eigenen Botschaft zu erreichen und einen Mehrwert zu bieten. Social Media ist dafür ganz wunderbar geeignet. Aber niemand kann auf allen Kanälen vertreten sein.

Da ich schon aufgrund meines Jobs als Personal Branding Coach wissen muss, wie die verschiedenen Kanäle funktionieren, dachte ich, es sei gut, auf jedem Kanal präsent zu sein.

NEIN! Das macht keinen Sinn.

Niemand, der kein großes Kommunikationsteam hat, wird es schaffen, sich auf sechs oder mehr verschiedenen Kanälen eine Community aufzubauen, sie zu pflegen, hochwertigen Content zu teilen etc.

Ich habe mich inzwischen auf LinkedIn, Twitter und ein wenig Instagram beschränkt. Die anderen Kanäle schaue ich mir zwar an und weiß wie sie funktionieren, doch ich nutze sie nicht aktiv. Ich habe gemerkt, dass ich ansonsten weder mir noch anderen gerecht werden kann.

2. Wenn du einmal sichtbar bist, musst du dich um Anfragen nicht mehr selber kümmern

Ein viraler Post, eine Berichterstattung in einem Medium, ein regelmäßiger Podcast der gut gehört wird… und dann läuft alles von alleine… Tja, so dachte ich vielleicht auch mal. Stimmt aber nicht und ich möchte behaupten: Es wird auch niemals so sein.

Natürlich ist es schön, sich eine gewisse Sichtbarkeit erarbeitet zu haben und nachdem ich nun einige Jahre das Thema Personal Branding besetze, kommen auch immer wieder schöne Anfragen für andere Podcasts oder Impulsvorträge rein. Doch ich kann mich nicht zurücklehnen und sagen: Das ganze Thema ist ein Selbstläufer.

Fehler Personal Branding

Versteh mich nicht falsch: Ich freue mich sehr über jede Anfrage und das ist immer eine Ehre für mich, doch wenn ich immer nur die Angebote annehme, die sich mir bieten, werde ich nicht die nächste Stufe erreichen.

Da gilt es dann auch wieder, sich selbst drum zu kümmern. Wenn ich auf einer ganz bestimmten Veranstaltung sprechen möchte und einen ganz besonderen Gast im Podcast haben will, dann muss ich aktiv werden und nicht rumsitzen und warten, bis sich das Ganze von selbst ergibt, das wird es nämlich niemals.

3. Die Namensgebung ist ganz einfach

Um ganz ehrlich zu sein: Den Namen „PRleben“ bereue ich seit vielen Jahren ein wenig. Damals hätte ich sogar noch die Möglichkeit gehabt meine Domain unter meinem „echten“ Namen zu sichern, doch ich habe darin keinen Sinn gesehen.

Tja, im Hinblick auf das Thema Personal Branding denke ich darüber inzwischen vollkommen anders. Warum?

Weil sich mein Thema geändert hat. Oder sagen wird es gab eine Weiterentwicklung. Selbstverständlich hat auch die PR mit Personal Branding zu tun und meine PR-Kenntnisse helfen mir an viele Stellen. Doch trotzdem fühlt es sich nicht rund an, unter dem „Lable“ PRleben über Personal Branding zu schreiben.

Hätte ich mir damals „verenabender.de“ gesichert, wären beide Themen ein Teil von mir. Doch nun ist es wie es ist. Nachdem sich „PRleben“ in gewisser Weise etabliert hat und ich sehr viel Zeit in diese Marke gesteckt habe, ist „Be your Brand“ inzwischen ein Teil davon.

4. Nur wer nicht belastbar ist, braucht Pausen

Natürlich kann ich Wochenlang 24/7 durchpowern. Content raushauen, Netzwerken… always on ist super. Je mehr Zeit ich mit meinem Business verbringe, desto besser… So ein Schwachsinn!

Fehler von Personenmarken

Pausen sind unfassbar wichtig. Egal welcher Leidenschaft du nachgehst und wie sehr du sie liebst. Zwischendurch den Kopf freizubekommen ist unfassbar wertvoll.

Ich persönlich habe es mir zur Regel gemacht, am Wochenende Zeit mit meinen Herzensmenschen und Dingen zu verbringen, die mir (neben dem Business) Spaß machen.

5. Ab einer gewissen Follower-Zahl bist du „angekommen“

Noch eine Illusion, die ich dir leider nehmen muss. Es liegt wahrscheinlich in der Natur des Menschen, gerade hier in diesem Land, dass wir nicht besonders einfach zufriedenzustellen sind. Vielleicht kennst du das: Du fängst an sichtbar zu werden und denkst, WENN ich erstmal 100 Follower habe, das wäre toll.

Einige Wochen später hast du dein Ziel erreicht und dann?! Du möchtest mehr. Wie viele sind genug? 1000, 5000, 100.000!? Ich versuche meinen Erfolg nicht von der Anzahl der Follower:innen oder Likes abhängig zu machen. Und erst recht nicht meinen Selbstwert.

Neulich habe ich mit der Unternehmer Jörg Kundrath ein Interview für den Podcast „Be your Brand“ gemacht und er hat etwas sehr Kluges gesagt: „Wenn ich durch den Mehrwert, den ich gebe, nur einem einzigen Menschen weiterhelfen konnte, dann hat sich meine Sichtbarkeit schon gelohnt.“

Das finde ich wunderschön. Und er hat Recht. Vielen von uns steht es wahrscheinlich ganz gut… und da schließe ich mich definitiv mit ein. Ein wenig Demut zu lernen und nicht immer mehr, mehr, mehr zu wollen…

6. Wenn du eine gewisse Sichtbarkeit hast, kannst du deine Manieren vergessen

Das ist jetzt etwas provozierend formuliert… Aber egal wie groß deine Community ist und wen du dazuzählen darfst. Du solltest jeden einzelnen Menschen wertschätzen!

Diese Fehler solltest du beim Personal Branding vermeiden

Du kannst es dir nicht leisten, nur mit den Personen zu interagieren, von denen du dir irgendeinen Nutzen versprichst. Dieses Verhalten sehe ich leider immer mal wieder, aber ich verspreche dir, es wird nicht aufgehen.

7. Du kannst dich entspannt zurücklehnen, da deine Sichtbarkeit ein Selbstläufer geworden ist

Sorry! Das wird nicht funktionieren! Das Leben ist wie ein Fluss und wenn du einfach aufhörst zu schwimmen, wirst du untergehen. Klar kannst du dich zwischendurch treiben lassen (siehe Punkt 5), aber komplett abtauchen wird nicht gehen. Beim Personal Branding genau so wenig wie in deinem Business.

Du wirst viele Dinge auslagern können. Doch es ist an DIR, dich weiterzubilden, immer auf dem aktuellen Stand zu sein, um dein Team auch anleiten und deren Leistungen einschätzen und würdigen zu können.

Dein Personal Branding kann niemand zu 100% für dich übernehmen. Denn es geht um dich als Menschen und irgendwie ist es doch auch schön, dass keiner von uns genau so ist wie Du. Und wenn du vieles richtig gemacht hast, dann folgen dir die Menschen, weil Du DU bist und sie von dir lernen und an deinen Erfahrungen teilhaben möchten!

Abschließendes Fazit in Sachen Personal Branding Fehler

Meine Fehler und die Learnings daraus helfen mir im 1zu1- Personal Branding Coaching meine Klientinnen vor dem ein oder anderen Umweg zu bewahren und sie schaffen es schneller, die einzelnen Zwischenziele zu erreichen.

Und trotzdem gibt es immer wieder Situationen die nicht ganz rund laufen, die wir dann gemeinsam transformieren und merken, wozu genau dieser Fehler gut war.

Wenn du tiefer in das Thema eintauchen möchtest. Dann höre gerne die Podcastfolge „8 Personal Branding Fails, die Du Dir sparen kannst“ darin gehe ich ausführlicher auf die einzelnen Punkte ein.