„Digitalisierung stellt unseren Beruf auf den Kopf!“

Influencerin, Journalistin und Medienprofi – Tanja Bülter gehört zu den Menschen, die sich nicht von der Digitalisierung einschüchtern lassen, sondern mit der Zeit gehen. Sie nutzt die Chancen des technischen Fortschritts und ist sich über die Vor- und Nachteile bewusst. Darüber und über das Thema PR, rote Teppiche und das Lieblings-Shampoo ihrer kleinen Tochter spricht sie im Interview bei PRleben.

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Tanja Bülter, Journalistin

Was genau ist dein Job und wie bist du dazu gekommen?

Ich arbeite als Moderatorin, Reporterin und Medien-Coach. Schreiben war schon immer mein Ding. Ich wusste nur nicht genau, in welche Richtung diese Neigung gehen sollte. Während des Studiums habe ich dann sehr viele Hospitanzen gemacht (ZDF, WDR, Radio, Zeitungen). Nach meiner bestandenen Prüfung war mir dann klar, es soll zum Fernsehen gehen. Das fand ich am spannendsten! Mittlerweile arbeite ich neben meinem Job vor der Kamera auch viel als Event-Moderatorin für diverse Firmen wie Mercedes-Benz, Omega, Qatar Airways etc.

In welchen Situationen kommst du mit dem Thema PR in Berührung?

Ständig! Ich arbeite ja in der RTL Mediengruppe und wir bekommen dort viele Angebote von PR Agenturen, die uns Themen oder Künstler nahe bringen möchten.

Du warst viel als Reporterin am Roten Teppich unterwegs. Was sind für dich optimale Bedingungen bzw. was geht gar nicht?

Das war teilweise sehr anstrengend, wenn wir als Medium keinen festen Platz hatten. Den musste man sich dann regelrecht erkämpfen. Meistens kommen die großen Stars auch alle auf einmal, dann muss man abwägen, wer für die Geschichte wichtiger ist. Besonders die Berlinale ist ein Knochenjob, oft steht man in Eiseskälte stundenlang am roten Teppich.

Wie wichtig sind in deinem Berufsleben die digitalen Medien und wie hat sich dein Job in den letzten Jahren diesbezüglich verändert?

Unser Beruf hat sich dadurch quasi einmal auf den Kopf gestellt. Mittlerweile berichten wir viel über News aus den Social Media Kanälen der Stars, auch Youtube ist ein großes Thema. Auch die einzelnen Sendungen teasen ihre Themen via Facebook oder Instagram! Und wir haben gelernt, wie man mit dem Iphone in Notsituationen schnell live schalten kann.

Es gibt ja noch immer – auch in deiner Branche – Menschen, die sich dem Thema Social Media gegenüber verschließen. Wie denkst du darüber?

Letztlich muss das jeder selber wissen, aber eines ist klar: die nächste Generation wächst damit auf. Mein Patenkind Rike (11) hat mir gezeigt, wie Snapchat funktioniert. Um auch einigermaßen den Überblick zu behalten, was meine Kinder irgendwann mal in dieser Richtung tun werden, versuche ich, am Ball zu bleiben. Das heißt ja auch nicht gleich, dass ich jedes Detail meines Privatlebens preis gebe.

In welchen sozialen Netzwerken bist du vertreten?

Bei Facebook, Instagram und Youtube.

Zusammen mit Tina Ruland und Natascha Ochsenknecht betreibst du den Youtube-Kanal „Berlin Blonds“ . Euch kennt man alle drei eher aus den klassischen Medien. Wie kam es zu diesem Kanal?

Wir sind privat schon lange befreundet und haben bei unseren Treffen irre viel Spaß. Ja und wir reden da auch Tacheles über alles, was uns beschäftigt.  So ist letztlich die Idee entstanden, einen Kanal auf die Beine zu stellen, der etwas „erwachsener“ ist als viele andere.

Wie promotet ihr euren Kanal?

Jeden Sonntag posten wir ein neues Video, das wir dann über unsere privaten Social Media Kanäle promoten und auch auf der Facebook und Insta Seite der Blonds.

Sowohl als Influencerin, als auch als Journalistin hast du sicher immer mal wieder mit PR-Menschen zu tun. Gab es mal ein negatives PR-Erlebnis? Was sollte ein PR-Mensch im Job auf jeden Fall vermeiden?

Ich muss immer wieder lachen, wenn ein PR-Mensch anruft und sagt: „Mach doch mal was über Thema XY“! Wenn ich dann frage, was die Geschichte dahinter ist, kommt oft gar nichts mehr! Unterm Strich bleibt ja: das sollte ja einen Mehrwert für beide Seiten haben. Ansonsten kann man gleich Werbung schalten.

Kannst du dich an eine PR-Aktion erinnern, die dich begeistert hat?

Es ist nicht zwingend eine PR-Aktion, aber eine gigantische Modenschau des Labels Hugo Boss gewesen. Das ist schon viele Jahre her, aber das Label hat eine irre Location gemietet und einfach alles richtig gemacht. Das Presseecho danach war überwältigend!

Welches Unternehmen / welche Marke leistet deiner Meinung nach richtig gute Öffentlichkeitsarbeit und warum,… was beeindruckt dich daran?

Ich selber falle nicht so schnell auf Merchandising rein, aber ich merke es an meiner Tochter. Obwohl sie nie den Disney-Film „Frozen“ gesehen hat, ist sie totaler Königin Elsa-Fan und will alle Produkte rund  um die Figur haben. Ob Kleider, Puzzle, Haarshampoo – das funktioniert offenbar richtig gut.

Könntest du dir vorstellen, vom Journalismus in die PR zu wechseln? Warum /warum nicht?

Es gibt viele Kollegen, die diesen Schritt getan haben, was ja logisch ist. Als Journalist weißt Du ganz genau, wie man mit den Medien umgeht und was man braucht, um etwas in der Presse zu lancieren. Außerdem haben wir meistens ein sehr gutes Netzwerk.  Sag niemals nie ist hier mein Motto!

Vielen Dank, liebe Tanja!

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