Bewerber-Guide für Kommunikatoren – 10 Tipps

Hätte ich geahnt, dass ein einfacher Tweet am Samstagnachmittag so viel geballte Kompetenz als Output haben würde!? Ich hätte schon früher mal eine Frage in die Runde geschickt.

Auslöser war die Bitte meiner Medienmanagement-Studenten, ihnen aktuelle und möglichst praxisnahe Tipps in Sachen Bewerbungen und Vorstellungsgespräche zu geben. Was da aus meiner Community kam, war überwältigend und viel zu schade, um es direkt in den Weiten des World Wide Web verschwinden zu lassen.

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Hier habe ich die Tipps für alle, die auf der Suche nach einer neuen Herausforderung sind und sich gerne bewerben möchten zusammengestellt.

1. Werde dir klar, wo du hin willst

Hier musst du natürlich unterscheiden geht es um ein Praktikum, weil du einfach mal in den Bereich reinschnuppern möchtest oder bewirbst du dich um eine Festanstellung für eine unbegrenzte Zeit. Bevor du wild Bewerbungen rausschickst, überlege genau, worum es DIR eigentlich geht.

2. Sei kreativ bei deinem Anschreiben

Dass Textbausteine „out“ sind und nicht besonders gut ankommen, sollte selbstverständlich sein. Meinst du, dass es den Empfänger deiner Bewerbung wirklich interessiert, wo du gelesen hast, dass diese Stelle ausgeschrieben ist?

Interessant wird es Weiterlesen

Sechs Alternativen zur Pressemitteilung

Wer mit seinem Inhalt in die Medien möchte, der muss dort erst mal Aufmerksamkeit erzeugen. Soweit nichts Neues. Immer wieder wird über die „gute“, alte Pressemitteilung diskutiert: Macht sie Sinn oder nicht? Da kommt es natürlich drauf an, um was es geht.

Als Mittel zur Akquise ist sie in der Regel vollkommen sinnlos. Komplett verdammen würde ich ein Pressemitteilung allerdings auch nicht. Wer die Meldung rausgibt, dass Meghan Markle und Prinz Harry ihre Hochzeit absagen oder das Iphone10 in der ersten Verkaufswoche für 200,- Euro erhältlich sein wird, der bekommt auf jeden Fall Beachtung und jede Menge Output.

Wer mit der Meldung rausgeht: „Ulrike Müller hat das neue Unternehmen ‚Mirfälltjetztkeinnameein’ gegründet“ oder „Supertalent-Teilnehmer von 2011 eröffnet neue Filiale von Schuhgeschäft“, der muss sich sehr wundern, darauf irgendeine Reaktion zu bekommen. In der Regel wandern solche Meldungen ungelesen in den elektronischen Mülleimer.

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Ich selbst wundere mich immer wieder, zu welchen Themen (oft sogar schlechte) Pressemeldungen verschickt werden. Die Menschen, die sich damit „Mühe“ gegeben haben, tun mir immer ein wenig leid.

Durch das wahllose Verschicken von Pressemitteilungen ist selten jemand (positiv) ins Gespräch gekommen. Dabei gibt es so viele Möglichkeiten, auch ohne Promi-Paare oder Iphones zum Superpreis den Weg in die Köpfe der Kommunikatoren zu schaffen.

Hier sechs Beispiele:

  1. Gezielte Ansprache

Und damit meine ich nicht, dass über der pauschalen Pressemitteilung der Name des Redakteurs steht, an den sich der allgemeine Text der Mitteilung richtet, das macht es auch nicht besser! Gemeint ist vielmehr: Schau dir genau an WAS Weiterlesen

PR-Tipps für ein ganzes Jahr

Seine PR nach bestimmten Zeitpunkten im Jahr zu planen, ist nicht unbedingt neu. Aber es ist gut zu wissen, in welchen Monaten welches Thema besonders gut an den Mann gebracht werden kann. Ebenso macht es Sinn, zu wissen, was ich zur einer bestimmten Zeit lieber nicht anbieten sollte, wenn ich auf eine erfolgreiche Platzierung hoffe.

In der Vorweihnachtszeit ein Abnehmprogramm zu promoten ist genau so ungeschickt, wie die schönsten Fernreiseziele im Juni zu präsentieren, wenn ein Großteil der Menschen schon den Jahresurlaub gebucht hat.

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Deshalb habe ich für jeden unserer zwölf Monat ein „PR-Do“ und ein „PR-Do not“ erstellt. Manches konkret auf den Monat bezogen, anderes etwas allgemeiner.

Januar

Do: Der Januar ist eine gute Zeit, um Gäste in Talkshows zu platzieren. Jetzt freuen sich Redaktionen über gute Gastangebote. Von September bis Weihnachten werden Talkredaktionen mit Gast-Vorschlägen überschüttet, da jedes Label, jeder Verlag oder was auch immer hofft, das Weihnachtsgeschäft mitzunehmen. Wer also Personality-PR macht, der sollte seinen –nicht ganz so bekannten Gast- am besten für Jahresbeginn anbieten.

Do not: Biete keine Rezepte, Kochbücher und Co. für festliche Mahlzeiten, Braten oder ähnliches an. Im Moment interessiert das wirklich niemanden und du bist mindestens zwei Monate zu spät oder sieben zu früh damit.

Februar

Do: Jetzt, und auch schon im Januar, lieben die Medien Tipps rund um Weiterlesen

„Es gibt die offizielle Lizenz zum Scheitern!“

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Warum es nicht schlimm ist, Fehler zu begehen, was echte Kommunikationsprofis ausmacht und wie Social Media Kanäle gepflegt werden sollten… um diese und weitere Themen, geht es im Interview mit „Vorzeige-Kommunikatorin“ Stephanie Tönjes. Ein wunderbares Gespräch über Digitalisierung und PR, aber auch die Wichtigkeit von Persönlichkeitsentwicklung!

Stephanie Tönjes
Senior Kommunikations-Referentin
„Deutsche Telekom“

Was genau ist dein Job und wie bist du dazu gekommen?

Ich bin Senior Kommunikations-Referentin und arbeite bei der Deutschen Telekom im Bereich Corporate Communications. Bei der Telekom bin ich tatsächlich schon ziemlich lange, nämlich schon seit 1999. Im Jahr 2006 bin ich in die Unternehmenskommunikation gewechselt und war dort zunächst im Bereich Sponsoring und vorrangig als Assistenz tätig. In dieser Zeit habe ich Social Media für mich entdeckt.

In meiner Freizeit habe ich einen Foodblog gestartet und mir mit viel Herzblut eine treue Community aufgebaut. Für mich ist es nicht „nur“ Interesse an Social Media sondern Leidenschaft – und die kann ich inzwischen auch beruflich ausleben. So kümmere ich mich heutzutage um die Social Media Aktivitäten der Telekom und um Influencer Relations.

Was ist gute PR?

Gute PR zeichnet sich dadurch aus, zielgruppen- und kanalgerecht zu kommunizieren, ansprechende Stories zu erzählen und vor allem Mehrwert zu bieten. Ein bloßes Aussenden von Botschaften ist für mich der absolute Graus!

Was sind die wichtigsten drei Eigenschaften, die ein PR-Mensch in der heutigen Zeit mitbringen sollte?

Die wichtigste Eigenschaft ist Weiterlesen

„Kommunikation findet jetzt 24/7 statt“

Von montags bis freitags um 9 Uhr ins Büro und um 17h den Stift fallen lassen!? Diese Zeiten sind in der Kommunikationsbranche schon lange vorbei. Durch die Digitalisierung hat sich viel verändert. Ein spannendes Gespräch mit Stephanie Kowalski, der Expertin für Online PR, über die Herausforderungen an Kommunikatoren in Zeiten von Social Media.

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Stephanie Kowalski

Was genau ist dein Job und wie bist du dazu gekommen?

Das verrät der Name meines Blogs – Online PR Guide – bereits: Ich fungiere für Unternehmen, die Orientierung und Unterstützung auf dem Weg zur Online-PR suchen, als Lotse. Dazu gekommen bin ich durch meine Leidenschaft für PR, Online- und Social-Media-Kommunikation. Die führte mich fast schon automatisch zur Online PR.

Was ist (in einem Satz!) gute Online-PR?

An dieser Stelle zitiere ich gerne Marie-Christin Schindler: Online-PR ist eine Erweiterung der klassischen PR; das geplante und dauernde Engagement eines Unternehmens oder einer Person im Social Web.

Wo liegt bei deinen Kunden der stärkste Aufklärungsbedarf?

Der Aufklärungsbedarf beginnt mit Weiterlesen

Fünf Eigenschaften die ein guter PR-Mensch braucht

Heute eine Musicalpremiere in Hamburg, morgen eine neue TV-Show, nächste Woche die Shop-Eröffnung eines bekannten Modedesigners und so ganz nebenbei unbekannten Künstlern helfen, bekannt zu werden. Dazu der übliche Agenturalltag mit diversen Meetings und dem Erstellen von neuen Angeboten etc.

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Musical-Premiere in Hamburg

Ein PR-Job in der Entertainmentbranche ist auf jeden Fall etwas für Menschen, die Abwechslung lieben. Welche Eigenschaften ansonsten unabdingbar sind, wenn man in dem Beruf bestehen und voran kommen möchte:

  1. Flexibilität

… und zwar in allen Bereichen. Sei es bei der Planung von Veranstaltungen, wo immer mal wieder spontan neue Wünsche vom Kunden fix umgesetzt werden müssen oder im Kontakt mit den Journalisten: schnell müssen Infos, Bilder oder Interviewpartner her, weil nun doch ein Bericht zu Thema xy geplant ist. Auch bei den Weiterlesen

„Ich wünsche mir, dass sich die Zeiten für Journalisten verbessern!“

Zwei Kommunikationsprofis in einem Interview: Leonie und Katrin Bechtoldt. Sie sind keine Schwestern, sondern Schwägerinnen. Die eine ist verantwortliche Pressereferentin in der VOX Kommunikation, die andere war lange die Pressesprecherin von eBay Deutschland und hat vor zwei Jahren ihre eigene Agentur „Style-bergauf“ gegründet.

Ganz „nebenbei“ betreiben sie gemeinsam das Lifestyle-Blog „FOURhang auf“ und die daran angeschlossenen Social-Media-Plattformen. Obendrein immer perfekt gestylt und äußerst kompetent.

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Leonie und Katrin Bechtoldt

  1. Ich freue mich sehr, dass ihr nun sogar Zeit für mich habt. Bitte erzählt doch einmal kurz jeweils euren Lebensweg. Was macht ihr heute genau und wie war euer Weg dorthin?

KATRIN: Nach meinem Abitur habe ich in Osnabrück Kommunikations-Management studiert. Meine Diplomarbeit schrieb ich dann sehr praxisorientiert in der RTL Kommunikation. Und von der Diplomarbeit ging es für mich dort direkt weiter mit einem Volontariat. Seit 2007 arbeite ich nun in der VOX Kommunikation, mittlerweile als verantwortliche Pressereferentin. Den Blog „FOURhang auf“ haben wir 2016 ins Leben gerufen.

LEONIE: Das würde bei mir etwas länger dauern. Deshalb in Kürze: Abitur, Studium in Berlin „Absatzwirtschaft & internationales Marketing“. Atlanta 1995 – 1996: Betreuung der Sponsoren der deutschen Olympiamannschaft. Zurück in Deutschland ging es für zwei Jahre nach Hamburg in eine Sport-Kommunikationsagentur – der Schritt in die PR. 2000 ging es dann ohne einen Funken Ahnung von Internet zu eBay und ich hatte dort die beste Zeit meines Arbeitslebens. 15 Jahre Full-Speed, davon sieben Jahre verantwortlich für Consumer PR und Pressesprecherin. Die letzten beiden eBay-Jahre als Head of Marketing Initiatives positionierte ich eBay im Bereich Fashion und Lifestyle. Seit 2016 berate ich nun Unternehmen aus dem Bereich Fashion Retail, wie Ingolstadt und Wertheim Village, und eine B2B-Firma, die wieder verschließbare Getränkedosendeckel herstellt. Also wie man sieht: ein breites Spektrum.

2. Katrin, wie gestaltet sich dein Arbeitsalltag? Was sind deine Aufgaben in der        Kommunikation bei einem Fernsehsender?

Insgesamt sind wir vier Referenten in der VOX Kommunikation und je nach Lust und Vorlieben betreuen wir die einzelnen Formate. Ich kümmere mich z.B. um die Modeformate „Shopping Queen“ und „Promi Shopping Queen“, aber z.B. auch um „Sing meinen Song“, „Das perfekte Dinner“, „Prominent!“, „Der V.I.P. Hundeprofi“ etc. Ein typischer Tag beginnt mit dem Quotencheck. Wenn wir besonders gute Quoten bzw. Rekordwerte haben, schreiben wir als erstes eine Pressemitteilung, die wir an die Medien verschicken.

Um Pressearbeit von Fernsehsendungen machen zu können, müssen wir uns natürlich Weiterlesen

„Digitalisierung stellt unseren Beruf auf den Kopf!“

Influencerin, Journalistin und Medienprofi – Tanja Bülter gehört zu den Menschen, die sich nicht von der Digitalisierung einschüchtern lassen, sondern mit der Zeit gehen. Sie nutzt die Chancen des technischen Fortschritts und ist sich über die Vor- und Nachteile bewusst. Darüber und über das Thema PR, rote Teppiche und das Lieblings-Shampoo ihrer kleinen Tochter spricht sie im Interview bei PRleben.

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Tanja Bülter, Journalistin

Was genau ist dein Job und wie bist du dazu gekommen?

Ich arbeite als Moderatorin, Reporterin und Medien-Coach. Schreiben war schon immer mein Ding. Ich wusste nur nicht genau, in welche Richtung diese Neigung gehen sollte. Während des Studiums habe ich dann sehr viele Hospitanzen gemacht (ZDF, WDR, Radio, Zeitungen). Nach meiner bestandenen Prüfung war mir dann klar, es soll zum Fernsehen gehen. Das fand ich am spannendsten! Mittlerweile arbeite ich neben meinem Job vor der Kamera auch viel als Event-Moderatorin für diverse Firmen wie Mercedes-Benz, Omega, Qatar Airways etc.

In welchen Situationen kommst du mit dem Thema PR in Berührung?

Ständig! Ich arbeite ja in der RTL Mediengruppe und wir bekommen dort viele Angebote von PR Agenturen, die uns Themen oder Künstler nahe bringen möchten.

Du warst viel als Reporterin am Roten Teppich unterwegs. Was sind für dich optimale Bedingungen bzw. was geht gar nicht?

Das war teilweise sehr anstrengend, wenn Weiterlesen

„PR-Menschen, die nur Termine verteilen, haben wir ‚Zettel-Verteiler‘ genannt“

Welche Automarke großartige und welche grottenschlechte Pressearbeit macht, was sie von Interview-Autorisierungen hält und wer der beste PR-Manager ist, den  sich ein Journalist wünschen kann …:) Über diese und viele andere Themen spricht die BamS-Chefreporterin Nicola Pohl bei PRleben.

  1. Was genau ist dein Job und wie bist du dazu gekommen?

Seit 1. April bin ich Chefreporterin bei der BILD am SONNTAG im Bereich Stars&Kultur – eine Art Rückkehr nach viereinhalb Jahren in der Sportredaktion als Formel-1-Korrespondentin.  Davor habe ich bereits acht Jahre lang in der BamS-Unterhaltung mein Unwesen getrieben.

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Nicola Pohl, Chefreporterin Bild am Sonntag
(© Niels Starnick)

  1. Wie kommst du in deinem Beruf am häufigsten an gute Geschichten, Informationen? Social Media, Newsseiten im Netz, persönliche Kontakte, eigene Recherche…

Social Media hilft mir persönlich in den wenigsten Fällen bei Geschichten  – wenn überhaupt dann samstags, wenn wir aktuell für den Erscheinungstag am Sonntag arbeiten. Ansonsten landen solche Geschichten (Heidi Klum trägt ’nen Vito-Pulli, OH SCHRECK!) gleich im Internet oder in der Zeitung vom nächsten Tag – für uns als Sonntagszeitung also unbrauchbar. Social Media ist für mich lediglich eine Inspirationshilfe.

Ich bekomme meine Informationen meistens eher über persönliche Kontakte. Mal abends mit jemandem essen gehen, über Hintergründe plaudern und so neue Ideen bekommen. Hat man so eine kleine, exklusive Information ergattert, gehe ich ihr in persönlicher Recherche nach, um sie zu verifizieren (wenn die Quelle nicht 100 Prozent sicher war) oder um Meinungen (O-Töne) und mehr Informationen zu diesem Thema zu bekommen.

  1. Was ist deine Meinung zu Interviewfreigaben? Welches Erlebnis ist dir diesbezüglich am meisten im Gedächtnis?

Mein bisher schlimmstes Erlebnis hatte ich mit Alexandra Neldel. Da bekam ich nach der Autorisierung ein zu 70% gestrichenes Interview zurück. Das hab ich bis heute aufgehoben. Schade, sie war eigentlich sehr nett und sympathisch. Mein jüngstes Beispiel, was Frau Neldel wahrscheinlich sogar toppt: Weiterlesen