„Gute PR-Menschen nerven nicht!“

Was sind die schlimmsten Fehler, die PR-Leute begehen können, wie finden Journalisten ihre Themen und wie ist es, für die eigene Mutter den passenden Mann zu suchen? Unter anderem darüber spricht die Radio-Redakteurin Magdalena Bienert im Interview mit PRleben .

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Madgalena Bienert, Journalistin
(Foto: Stefan Dorner)

Was genau ist dein Job und wie bist du dazu gekommen?

Ich bin Journalistin beim öffentlich-rechtlichen Hörfunk. Ich arbeite hauptsächlich als Reporterin und Autorin, suche und finde interessante Geschichten und mache daraus Kino im Kopf, wie wir so schön sagen. Alles fing mit einem Praktikum bei Radio Fritz vom rbb an – inzwischen mache ich (mit kleinen Unterbrechungen und Ausflügen zum Fernsehen) seit 16 Jahren Radio.

Wie sieht eine typische Arbeitswoche bei dir aus?

Da ich freiberuflich bin, gibt es wirklich keine „typische Arbeitswoche“. Manchmal bin ich sieben Tage im Sender und mache tagesaktuelle Berichterstattung, dann wieder gibt´s Weiterlesen

Zehn Vorsätze für das neue (PR-)Jahr

Einen Grund 2018 alles besser zu machen gibt es nicht, denn schließlich geht’s ja jeden Tag darum, sein Bestes zu geben. Das habe ich in 2017 auch so gemacht. Doch so ein paar kleine Dinge möchte ich im kommenden Jahr in meinem Berufsalltag noch optimieren. Vielleicht geht es euch ja ähnlich. Hier meine Top ten:

1. Neue Kontakte sofort einpflegen

Es gibt so viele spannende Menschen und ein gutes Netzwerk ist gerade in der Kommunikation besonders wichtig. Menschen trifft man auf Terminen, Veranstaltungen und täglich kommen Emails oder Anrufe von interessanten Personen.

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Ich sammle Visitenkarten, kritzele Kontaktdaten auf kleine Zettelchen, meine Schreibtischunterlage oder sonst wohin – oder sie ruhen einfach in meinem Posteingang in der jeweiligen Email-Signatur… bis ich sie in mein Adressbuch einpflege. Und DAS dauert in der Regel. Meist so lange, bis die Hälfte meiner Zettelchen verschwunden ist oder ich merke, dass ich leider damals keinen Namen zur Telefonnummer geschrieben habe.

Ab 2018 werde ich einmal in der Woche ein wenig Zeit zum Kontakte-einpflegen und dem Vernetzen in sozialen Netzwerken einplanen.

2. Social Media noch effektiver Nutzen 

Ich bin ein echt riesengroßer Fan von Social Media und liebe es, meine Kanäle alle individuell und persönlich zu bestücken. Auch der Kontakt mit meiner Community ist mir extrem wichtig. Allerdings kann Social Media auch Weiterlesen

Der ultimative PR-Garant!

Gibt es einen Faktor in der Kommunikation, der auf jeden Fall Erfolg garantiert? Wann funktioniert PR am besten? Klar, das hängt von den unterschiedlichsten Faktoren ab und eine pauschale Antwort kann ich auch nicht liefern. Allerdings habe ich für mich festgestellt, dass Kommunikation am besten funktioniert, wenn sie von Herzen kommt. Nicht aufgezwungen, nicht diktiert, nicht platt, sondern einfach frei heraus aus Begeisterung und mit vollem Herzen.

Und besonders dann, wenn eine echte Person dahinter steht. Sicherlich haben Menschen wie Mark Zuckerberg oder –damals– Steve Jobs nicht nur wegen ihres wunderbaren Produktes Erfolg, sondern weil ihnen so viel daran liegt/ lag, ihre Produkte selber zu verkaufen, zu nutzen, zu schätzen.

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Doch ganz so weit raus muss der Blick gar nicht gerichtet sein. In den letzten Wochen habe ich zwei Menschen erlebt, die aus vollem Herzen ihr Produkt promotet haben, so dass ich nicht drumrum gekommen bin, mich dafür zu interessieren. Und sie haben es geschafft Weiterlesen

Als PR-Mensch kannst du nichts! – Quatsch

„Ach, ich mache so vieles, aber nichts so RICHTIG.“ Es gibt Momente, in denen ich so dachte und damit bin ich nicht allein. Allerdings hab ich jetzt Schluss gemacht. Schluss mit Brainfuck. Denn was bringt das schon!?

Eigenlob stinkt, schon klar, und ich bin sicherlich nicht der Mensch, der ständig sagt, was er alles Wunderbares drauf hat. Im Gegenteil. Immer wieder fällt mir im Gespräch mit Branchenkollegen auf, dass wir PR-Manager uns eigentlich oftmals viel kleiner machen, als wir sind.

Um das zu erkennen, braucht es gute Freunde, am besten aus dem Medienbereich, die einem die Augen öffnen und ein bisschen den Kopf waschen. Ich habe glücklicher Weise solche Menschen an meiner Seite und möchte mal stellvertretend für alle PR-ler, die kaum gutes Feedback bekommen und immer denken, dass alles, was sie machen, jeder Menschen machen könnte, ein paar Gründe aufzählen, was sie zum Profi macht. *

  1. Du bist ganz wunderbar vernetzt

PR-Menschen haben ein Händchen dafür, Kontakte aufzubauen, zu pflegen und hin und wieder für „berufliche Zwecke“ zu nutzen. NICHT zu verwechseln mit Weiterlesen

So verändert die Digitalisierung die Entertainment PR

Vor kurzem hatte ich einen sehr netten Business Lunch. Eine Frage des Kollegen hat mich zum Nachdenken gebracht. „Hat sich die Gästeakquise für Talkshows durch die Digitalisierung verändert?“ Hm, die Digitalisierung hat ja vieles verändert, aber im Bereich der Talkakquise!? Nein, eigentlich nicht. In diesem Bereich der PR ist es noch immer sehr klassisch: Du brauchst einen Gast mit einer tollen Geschichte und die richtigen Kontakte in die Redaktion.

Je bekannter dein Gast, desto besser ist es in der Regel. Mit Digitalisierung hat das nicht viel zu tun. Außer, dass ich zu Redakteuren nicht nur übers Telefon oder per Mail Kontakt habe, sondern auch über die verschiedenen Social Media Kanäle.

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Die Frage hat mich allerdings nicht so ganz losgelassen und war ein Grund für mich, mal zu überlegen, WAS sich durch die Digitalisierung in der Branche der Entertainment PR verändert hat. Hier habe ich euch zehn Punkte zusammengestellt.

  1. Alles ist schnelllebiger geworden

Durch die Formatflut auf allen Kanälen ist die ganze Branche schneller geworden. Natürlich gibt es bei den monatlichen Magazinen noch immer enorme Vorläufe, aber Onlinemedien interessieren sich nicht drei Wochen vor einer großen Veranstaltung für eine solche. Auch im Anschluss geht es darum, als PR schnell Material / Infos zur Verfügung zu stellen.

Eine Presseinfo mit Bildmaterial und ggf. Video über eine große Award-Show Weiterlesen

Chapeau – „Deez“ ist tolle PR

Auf aktuelle Ereignisse mit einer guten PR-Idee aufzuspringen, ist nichts Neues. Problem ist, dass viele Ideen nicht wirklich kreativ, sondern häufig recht platt sind und dann einfach untergehen, bevor jemand groß Notiz davon genommen hat. Richtig gute Einfälle stechen mir deshalb sofort ins Auge. Einer davon ist die aktuelle Aktion des Musikstreamingdienstes Deezer zur Bundestagswahl.

Als ich nach der Arbeit im Auto saß und den WDR Radiosender 1LIVE angemacht habe, unterhielten sich die Moderatoren über einen Musikstreamingdienst.

Sie erzählten, der Anbieter habe die Lieblingssongs der großen Deutschen Parteien per Umfrage ermittelt: „Die pure Lust am Leben“ (Geier Sturzflug) auf Platz 1 der FDP und „Happy“ (Pharrell Williams) auf dem zweiten Platz von CDU/CSU sind ebenso interessant, wie Bicycle Race (Queen) und „Haus am See“ (Peter Fox) auf der Weiterlesen

PR-Favorits and Fails – 8 Beispiele

„Any PR is good PR?“ Das ist sicherlich Ansichtssache. Manch einer würde ohne ein Schulterzucken sagen: na klar! Dann gibt es andere, oft große Unternehmen, die eine ganz genaue Vorstellung davon haben, wie PR auszusehen hat, damit es gute PR ist. Bei letzteren kann es so weit gehen, dass sie manchmal möglicherweise doch lieber darüber nachdenken sollten, eine Anzeige zu schalten.

Beim Durchblättern der verschiedenen Zeitschriften und klicken durch diversen Seiten im Netz fallen mir immer wieder geniale, aber auch ziemlich üble PR-Aktionen ins Auge. Ein paar ungewöhnliche PR-Beispiele möchte ich euch hier vorstellen.

KOMMUNIKATION DIE NACH HINTEN LOSGING

  1. Kosmetikmarke verliert ihr Gesicht

Nicht besonders schlau war die Kommunikation der thailändischen Kosmetikmarke Seoul Secret. Mit einem Whitening-Produkt für die Haut, was dort nicht ungewöhnlich ist, wollten sie erfolgreich Aufmerksamkeit erregen. Aufmerksamkeit bekamen sie, doch der Slogan „white makes you win“ Weiterlesen

„Digitalisierung stellt unseren Beruf auf den Kopf!“

Influencerin, Journalistin und Medienprofi – Tanja Bülter gehört zu den Menschen, die sich nicht von der Digitalisierung einschüchtern lassen, sondern mit der Zeit gehen. Sie nutzt die Chancen des technischen Fortschritts und ist sich über die Vor- und Nachteile bewusst. Darüber und über das Thema PR, rote Teppiche und das Lieblings-Shampoo ihrer kleinen Tochter spricht sie im Interview bei PRleben.

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Tanja Bülter, Journalistin

Was genau ist dein Job und wie bist du dazu gekommen?

Ich arbeite als Moderatorin, Reporterin und Medien-Coach. Schreiben war schon immer mein Ding. Ich wusste nur nicht genau, in welche Richtung diese Neigung gehen sollte. Während des Studiums habe ich dann sehr viele Hospitanzen gemacht (ZDF, WDR, Radio, Zeitungen). Nach meiner bestandenen Prüfung war mir dann klar, es soll zum Fernsehen gehen. Das fand ich am spannendsten! Mittlerweile arbeite ich neben meinem Job vor der Kamera auch viel als Event-Moderatorin für diverse Firmen wie Mercedes-Benz, Omega, Qatar Airways etc.

In welchen Situationen kommst du mit dem Thema PR in Berührung?

Ständig! Ich arbeite ja in der RTL Mediengruppe und wir bekommen dort viele Angebote von PR Agenturen, die uns Themen oder Künstler nahe bringen möchten.

Du warst viel als Reporterin am Roten Teppich unterwegs. Was sind für dich optimale Bedingungen bzw. was geht gar nicht?

Das war teilweise sehr anstrengend, wenn Weiterlesen

5 Facts – für eine erfolgreiche Pressemeldung

Sinn einer Pressemeldung ist es, bei Journalisten, Medienmachern, Bloggern… halt grundsätzlich bei Berichterstattern, wahrgenommen zu werden. Ob und wann das passiert, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Heute stelle ich euch fünf Punkte vor, die ihr auf jeden Fall beachten solltet, wenn ihr mit einer Pressemeldung Erfolg haben möchtet.

  1. Inhalt

Einzig und allein wer wirklich etwas zu sagen hat, sollte eine Pressemeldung verschicken! Nur weil ein Unternehmen / ein Kunde mal wieder in Erscheinung treten will, eine nichtige und sinnlose Meldung zu verfassen, die niemanden interessiert, ist kontraproduktiv!

Ich gehe nur dann mit einer Meldung raus, wenn ich etwas zu verkünden habe. Der Empfänger checkt schnell, wenn jemand sinnlosen Quatsch verschickt und merkt sich das.

Wie schön ist es, als ein Versender wahrgenommen zu werden, der nur dann etwas vermeldet, wenn es wirklich Inhalt hat!? Ich höre immer wieder von Redakteuren, dass diese Menschen ständig weniger werden. Mein großes Ziel ist es, zu diesen Wenigen zu gehören.

  1. Länge

Fasse dich kurz! Eine Pressemitteilung sollte in der Regel nicht länger als eine Seite sein. Kein Mensch – und ein Journalist schon gar nicht – hat Weiterlesen

„Für TV-Talk braucht man das Rampensau-Gen!“

Gästeredakteur bei einer Talkshow zu sein, ist ein unglaublich spannender Job. Der Umgang mit so vielen interessanten, unterschiedlichen Menschen und Themen ist ein absoluter Mehrwert. Sowohl Jochen Maass, als auch seine Frau Lea haben lange –schon bevor sie sich überhaupt kannten– in Redaktionen wie „Markus Lanz“ (ZDF), „Hart aber fair“ (ARD) und anderen gearbeitet und diese mit Gästen „versorgt“. Die Gäste eingeladen, Vorgespräche geführt, sie eingängig gebrieft und dem ein oder anderen die Aufregung genommen oder den entscheidenden Tipp gegeben, wie man sich in der Runde am besten „verkaufen“ könnten.

Vor knapp einem Jahr haben sich die beiden Talkprofis selbstständig gemacht. Mit ihrem Unternehmen Maassgenau beraten Sie nun Menschen, für die das Thema (TV-) Talk eine Rolle spielt. Angefangen bei sehr bekannten Politikern und Schauspielern, die sich gerne (regelmäßig) für Auftritte coachen lassen, bis hin zu Menschen, die noch nie im Fernsehen waren, aber nun gerne ihr neues Buch, Album oder einfach sich selbst promoten möchten.

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Lea und Jochen Maass

Bei PRleben erzählen Lea und Jochen Maass von ihrem unglaublich spannenden Beruf:

Was waren eure Beweggründe, von der redaktionellen auf die Coaching-Seite zu wechseln?

LEA: Ich bin in Vorbereitungen auf Sendungen immer wieder gefragt worden: „Soll ich das so sagen?“, „Ich bin so aufgeregt und was soll ich bloß anziehen?“, „Worauf muss ich in der Sendung auf jeden Fall achten?“ und direkt nach der Sendung hieß es dann meist: „Wie fanden Sie mich?“, „War ich gut?“ Oder: „Ich bin Weiterlesen