Social Media: Fluch oder Segen für Presse und PR?

Instagram, Twitter, Tiktok, Youtube  und Co. Inzwischen sind sie eigene „kleine“ Medienkanäle geworden. Jeder kann dort seine Geschichte erzählen, eigenen Content erstellen und konsumieren.

Vieles hat sich durch die sozialen Medien verändert. Auch für Journalisten, PR-Manager und Menschen die in der Öffentlichkeit stehen. Wie so vieles im Leben hat das Vor- und Nachteile.

Um die „Fluch oder Segen-Frage“ aus dem Titel zu beantworten, kommt es natürlich immer auf die Sichtweise an.

Segen für Redaktionen

Redaktionen können sich immer öfter Geld für gute Fotos sparen. Ganze Seiten werden mittlerweile in Grazia, Bunte, GALA, CLOSER oder was auch immer mit Instagram-Fotos bestückt.

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Fast alles Promis haben einen Account und bevor sie sich von Paparazzi „abschießen“ lassen, posten sie doch lieber etwas, was die Leser vermeintlich sehen möchten. Und nicht nur die Printredaktionen greifen auf die Bilder in sozialen Netzwerken zurück. Auch TV-Sender nutzen (besonders für Boulevard-Formate) immer öfter Fotos oder auch Videos, die die Stars (oder ihre Agenturen) ins Netz stellen.

Des Weiteren werden die Social Media Kanäle immer mehr auch von Journalisten zur Recherche genutzt. Oft können Redakteure hier direkt mit ihren potentiellen Protagonisten kommunizieren. Auf diese Art ist schon die ein oder andere gute Geschichte entstanden.

Fluch für die Fotografen

Logischer Weise sind die Bilder in sozialen Netzwerken für viele Fotografen ein Problem geworden. Auch wenn die Fotoqualität natürlich in den seltensten Fällen mit denen der Profis übereinstimmt -wobei die Qualität ja immer besser wird-, entscheiden sich Redaktionensehr gerne für die Schnappschüsse.

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Möglicherweise da diese Fotos noch mehr Nähe zum Prominenten vermitteln. Oft sind die Promi-Fotos auf Instagram und Co so „privat“, wie es die Paparazzibilder nur selten sind.

Segen für Prominente

Die Prominenten können, wenn sie eine schlaue Social Media Taktik fahren, durchaus die Berichterstattung und mögliche Abdrucke besser steuern. Zumindest mit ihrem eigenen Content.

Wenn sie genug vermeintlich spannende Fotos aus ihrem Leben zur Verfügung stellen, entgehen sie so immer besser der Fotografen-Meute, die sonst vor ihrem Haus lauert.

Fluch für Promi-Kinder

Was ist mit den Kindern, die über Jahre von ihren prominenten Eltern aus der Presse rausgehalten wurden? Die Kinder von Günther Jauch, Stefan Raab oder anderen…!? Dass sie nicht von Fotografen abgelichtet werden dürfen, wenn sie sich in ihrem gewohnten, privaten Umfeld aufhalten, ist rechtlich geregelt.

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Laufen sie über einen Roten Teppich, dann besuchen sie offiziell einen Termin, bei dem klar ist, dass die Presse zugelassen ist, dann begeben sie sich in die Öffentlichkeit und dürfen auch in der Presse stattfinden.

Die sozialen Netzwerke sind in diesem Fall, als „Roter Teppich“ zu werten. Legen sich die Kinder von Promis einen Instagram, Facebook oder sonstigen Account an, auf dem sie sich zeigen, dann darf die Presse diese Fotos ebenso mit Quellenangabe verwenden, wie die Fotos von jedem anderen, der sich im Netz zeigt.

Das bedeutet also für die Kinder von Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, eine echte Einschränkung. Und eine „Gefahr“ die ihnen auf jeden Fall bewusst gemacht werden sollte.

„Sowohl als auch“ für die PR

PR-Menschen werden durch die sozialen Medien immer mehr zum Umdenken gezwungen. Nur drei kurze Beispiele:

1. Preisverleihungen bei denen einmal galt, dass die Gewinnernamen erst nach Ende der Veranstaltung kommuniziert werden, sind nicht mehr möglich, da nicht kontrollierbar ist, was über die Veranstaltungsbesucher -zu welchem Zeitpunkt- den Saal verlässt.

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2. Bei der Planung von PR-Strategien zu einzelnen Projekten, reicht es nicht mehr, so wie früher, zu schauen: „Was ist zu unserem Thema in Fernsehen, Print und Radio möglich?“ Ganz klar muss auch hier (schon bei der Planung) an die Blogger und die sozialen Netzwerke gedacht werden…

Und 3. besonders wichtig: Soziale Medien lassen sich nicht steuern! Hier gilt einfach Augen auf, mit der Zeit gehen und im Fall der Fälle angemessen reagieren. Manchen PRlern fällt das immer noch schwer

Diese Aufzählung lässt sich natürlich fortführen und eine klare Antwort, ob die sozialen Netzwerke nun ein Fluch oder Segen für Journalismus und PR sind, lässt sich nicht so einfach finden. Was ist eure Meinung? Fluch oder Segen? Gebt gerne Feedback über Instagram, Twitter, Facebook, LinkedIn oder per Mail 🙂

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