7 Dinge die erfolgreiche PR-Menschen vermeiden

Oft sind es Quereinsteiger, die den Weg in die PR finden. Das Berufsfeld ist unheimlich weit gefächert und es ist immer notwendig, sich für einen bestimmen Job zu spezialisieren. Allerdings gibt es einige Grundregeln, die für alle guten Kommunikatoren gelten. Hier sieben Fehler, die man vermeiden sollte:

1. Denken „dieses Social Media erledigt sich irgendwann von selbst!“

Es gibt Kommunikationsmenschen, die das wirklich glauben und Social Media einfach mal komplett links liegen lassen. Der Unterschied zwischen Facebook und Snapchat ist ihnen mindestens so unbekannt wie die Quadratwurzel aus 3265. Bei Twitter war doch irgendetwas mit Hashtags, so wie bei Instagram, dann muss das wohl das Gleiche sein….!?!?

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Wer den ganzen Bereich soziale Medien ausblendet, wird über kurz oder lang mächtig auf die Nase fallen. Dass die klassischen Medien enorm an Reichweite verlieren, ist längst kein Geheimnis mehr, das wissen inzwischen auch die konservativsten Kunden und erwarten von Kommunikationsprofis eine kompetente Beratung, was den Bereich Social Media angeht. Zu diesem Zweck ist es unabdingbar, sich mit den Plattformen auseinander zu setzen.

2. Ewig lange Pressetexte verschicken

Als ich aus dem Journalismus in die PR gewechselt bin, habe ich mich sehr gewundert, wie (inzwischen ehemalige) Kollegen versuch(t)en, ihre Themen an den Mann zu bringen. Riesige Verteiler wurden mit seitenweise Pressetexten und Bildern beschickt, ja, auch die TV und Radio-Redaktionen. Was die mit den Fotos sollten, verstehe ich noch immer nicht. Ich war sprachlos und bin bis heute der festen Meinung, dass Themen so nicht platziert werden können.

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3. Ständiges Nachtelefonieren

Eine Tätigkeit, der ich mich – bis heute – erfolgreich verweigere. Ca. 30 – 90 Minuten nach Versand der Pressemitteilung den Hörer in die Hand nehmen, den Verteiler abtelefonieren und dann den Journalisten mit der netten Frage: „Ich wollte nur mal eben hören, ob Sie eben meine Pressemitteilung bekommen haben!?“ überraschen. Noch NIEEE habe ich von irgendeinem Journalisten gehört, dass er sich aufgrund dieses Anrufs an eine Veröffentlichung gemacht hat. Mehr dazu hier von Tijen Onaran.

4.  So tun als hätten sie wirklich von allem Ahnung

Natürlich sollte keine PR-Manager sein Licht unter den Scheffel stellen, aber jeder sollte sich früher oder später auf seine Stärken konzentrieren. Kein PRler auf der Welt hat erstklassige Kontakte zu allen Fernseh-, Radio und Printredaktionen, ist darüber hinaus bestens mit den Onlinern und Influencern vernetzt und macht genauso erfolgreiche PR für Entertainmentthemen, wie für die neusten Blutdruckmessgeräte.

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Wer so etwas erzählt, ist einfach unglaubwürdig und jeder Kunde sei vor ihm gewarnt. Das soll nicht heißen, dass Menschen die Entertainmentthemen ganz wunderbar im Fernsehen platzieren, ihr Tätigkeitsfeld nicht erweitern und sich mit der Zeit auch Kontakte zu Bloggern und Printredaktionen erarbeiten können! Aber Menschen, die ALLES können, gibt es einfach nicht. Auch nicht in der PR!

5. 24/7 arbeiten

PR ist kein „9to5 montags bis freitags“-Job. Es gibt Zeiten, in denen ist wahnsinnig viel zu tun und dann gibt es wieder ruhigere Phasen. In den hektischen Momenten ist es wichtig, sich nicht von der allgemeinen Hektik, die Kunden und Kollegen um einen herum machen, anstecken zu lassen.

Natürlich beginnt der Tag mal früher und es kommt vor, dass man auch mal abends um 22 oder 23h noch arbeiten muss. Vom Besuch verschiedener Veranstaltungen mal abgesehen. Aber wer die ganze Zeit verbissen am Schreibtisch sitzt und das Mantra „Ich muss das jetzt fertig machen“ vor sich hinmurmelt, kommt wahrscheinlich nicht ans Ziel. Genug Studien belegen, dass das Gehirn nach einer bestimmten Zeit der Anstrengung auch Pausen braucht.

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Ich zum Beispiel versuche jeden Abend, mindestens eine Stunde Sport zu machen. In dieser Zeit kommen mir ganz oft die besten Ideen. Da habe ich am Schreibtisch drei Stunden überlegt und auf einmal ist die Lösung da.

Auch ein Instrument spielen, sich mit Kindern beschäftigen oder mit Freunden ein Glas Wein trinken – einfach etwas tun, was nicht mit dem Job zu tun hat – hilft oft erfolgreich zu sein. Ein großer Vorteil ist die moderne Technik, die das Arbeiten/Kommunizieren von überall ermöglicht und ständiges am-Schreibtisch-sitzen überflüssig macht.

6. Kontakte nicht wertschätzen

Ein gutes Netzwerk ist das A und O für Kommunikatoren. Ohne Kontakte ist man aufgeschmissen. Das soll nicht bedeuten, sich an jeden Medienmenschen ranschleimen zu müssen, der einem über den Weg läuft. Wichtig ist es, sich auf Augenhöhe zu begegnen und jeden Praktikanten genauso wertschätzend zu behandeln wie den Chefredakteur.

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Denn gerade in unserer Branche gilt: Man trifft sich immer zweimal im Leben. Ein respektvoller Umgang miteinander gehört dazu. Mehr zum Thema Networking gibts hier.

7. Ständig per Mail kommunizieren

Wer schreibt der bleibt! Und dann am besten noch 250 Menschen in der Email CC setzen. Nein, kein gutes Mittel PR zu machen. Schon vor einiger Zeit gab es von mir ein Plädoyer fürs persönliche Gespräch hier im Blog. Und das ist noch immer gültig. Miteinander reden hilft.

FAZIT

Grundsätzlich ist natürlich niemand fehlerfrei und das wunderbare ist, dass man aus Fehlern erfolgreich lernen kann, wenn man das möchte 🙂

(Fotos: Instagram/Facebook)

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