„Nachtelefonieren ist sinn- und aussichtslos!“

„Twitter ist eine Art persönliche Nachrichtenagentur für mich“, sagt Daniel Neuen, Chefredakteur vom PR Report. Er ist einer der deutschen Journalisten, der sich am ausführlichsten mit PR-Themen auseinandersetzt und so tiefe Einblick in die Branche bekommt wie nur ganz Wenige.

Für mich eine Ehre, dass er sich die Zeit für das PRleben-Interview genommen hat. Ein „Must“-Read für jeden, der Interesse an Kommunikation hat.

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Daniel Neuen
PR Report Chefredakteur
(Foto: Marco Drews)

Was ist genau Ihr Job?

Als Chefredakteur eines kleinen, aber feinen Fachmagazins bin ich so eine Art Spieler-Trainer, um mal einen Begriff zu stibitzen, den mein geschätzter Kollege Markus Wiegand von „Kresspro“ gerne benutzt: Im Kern ist es mein Job, Geschichten zu finden und oft auch selbst aufzuschreiben. Das gelingt mir am besten, indem ich Dinge tue, die mir ohnehin Spaß machen: viel lesen und viel mit Menschen sprechen.

Um im Bild zu bleiben: Ich dirigiere also nicht nur von der Seitenlinie, sondern versuche auch selbst das Tor zu treffen. Zudem verantworte ich den Onlineauftritt sowie Social Media und wirke bei Veranstaltungen wie dem PR Report Camp und den Awards auf und hinter der Bühne. Das alles und noch viel mehr ist mein toller, vielseitiger Job.

Wie waren Ihre Berührungspunkte mit dem Thema PR, bevor Sie zum PRmagazin gegangen sind und anschl. als Chefredakteur zum PR Report? Oder muss es gar keine wirklichen „Berührungspunkte“ geben? ChefredakteurInnen von Foodmagazinen sind ja schließlich i.d.R. auch keine gelernten Köche…!?

Ich habe mich schon in der Schule sehr dafür interessiert, was Medien machen und wer was mit Medien macht – also nicht nur für das, was in der Zeitung steht oder im Fernsehen läuft, sondern wie es dahin kommt.

Durch das Internet und Social Media ist das alles noch einmal viel, viel spannender geworden. Hinzu kommt mein großes Interesse an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Auch in diesen Bereichen ist es in den vergangenen Jahren nicht unbedingt langweiliger geworden.

Sie sind Journalist und beschäftigen sich mit dem Thema PR. Wer könnte PR-Menschen besser Ratschläge geben, wie sie Journalisten eine Geschichte anbieten können, als Sie!? Was sind Ihre 3 Top-Tipps? Weiterlesen

So kannst du das Sommerloch optimal nutzen

Wir sind gerade mitten drin in der besten Zeit für kreative Kommunikatoren! Zwischen Juni und Ende August befinden wir uns in der Regel im Sommerloch. Bedeutet: Die Unterhaltungsredaktionen haben immer weniger Themen, über die sie aktuell berichten können, weil immer weniger passiert.

Im Sport sieht es da manchmal ein bisschen anders aus. Aber eine Zeitung, ein Fernsehsender, Online-Redaktionen und Co. bestehen nicht nur aus Sport, sondern zu mehr oder weniger großen Teilen auch aus „bunten“ Themen.

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Nur ist es so, dass im Sommer in der Entertainmentwelt immer weniger Berichtenswertes passiert. Im Fernsehen laufen jede Menge Wiederholungen, Veranstaltungen finden kaum statt, da viele Weiterlesen

Akquise – aber richtig! 8 Tipps wie es geht

In der PR geht es (vor allem) darum, Themen in Medien zu platzieren. Natürlich gehören auch Dinge wie Monitoring, strategische Planung, Akquise von Aufträgen und Kundenpflege dazu. Aber wer nicht in der Lage ist, Themen zu platzieren, der muss sich auch keine Gedanken mehr ums Monitoring machen und wird über kurz oder lang wahrscheinlich auch keinen Kunden mehr haben.

Die Akquise ist in unserem Job also das „A und O“. Es gibt einige Dinge, die du wissen solltest, bevor du einem Kommunikator ein Thema anbietest. Denn, so schrieb ich neulich schon, du hast immer genau EINEN Versuch, deine Geschichte vorzustellen. Danach ständig mit einem Thema angekrochen zu kommen, ist nur peinlich und in den wenigstens Fällen von Erfolg gekrönt.

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Deshalb hier 8 Tipps, wie dir deine Akquise gelingen kann.

  1. Was genau ist die Botschaft?

Ein Kunde bringt ein tolles Produkt auf den Markt. Er meldet sich bei dir und möchte deine Unterstützung bei der PR. Aber worum geht es genau? Soll der Kunde in den Vordergrund gestellt werden? Ist das Produkt wichtiger? Was genau Weiterlesen

10 Dinge, die ich an einem PR-Arbeitstag mache

Ganz normale Arbeitstage sind eher selten in einer Agentur für Entertainment-PR. Und das ist auch gut so, denn ich mag die Abwechslung. Unter einem normalen Tag verstehe ich einen Tag, an dem ich nicht reise, um Journalisten oder Kunden zu treffen, einen Künstler zu einer TV-Show zu begleiten oder bei einer der vielen bunten Veranstaltungen zu arbeiten.

Ein normaler Tag beginnt in der Agentur so gegen neun Uhr und endet – mehr oder weniger – um 18 Uhr rum.

  1. Presseauswertung

Oder auch einfach: Zeitunglesen. Dazu gibt es einen leckeren Café Latte, denn das Hirn muss schließlich in der Lage sein, Informationen aufzunehmen 🙂 Zum einen gilt es, darauf zu achten, ob Künstler oder Kunden in der Presse erwähnt werden. Zum anderen sollte man die Augen offen halten und schauen, wer und was gerade besonders angesagt ist.

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  1. Quotencheck

Welche Formate hatten Weiterlesen

Sechs Alternativen zur Pressemitteilung

Wer mit seinem Inhalt in die Medien möchte, der muss dort erst mal Aufmerksamkeit erzeugen. Soweit nichts Neues. Immer wieder wird über die „gute“, alte Pressemitteilung diskutiert: Macht sie Sinn oder nicht? Da kommt es natürlich drauf an, um was es geht.

Als Mittel zur Akquise ist sie in der Regel vollkommen sinnlos. Komplett verdammen würde ich ein Pressemitteilung allerdings auch nicht. Wer die Meldung rausgibt, dass Meghan Markle und Prinz Harry ihre Hochzeit absagen oder das Iphone10 in der ersten Verkaufswoche für 200,- Euro erhältlich sein wird, der bekommt auf jeden Fall Beachtung und jede Menge Output.

Wer mit der Meldung rausgeht: „Ulrike Müller hat das neue Unternehmen ‚Mirfälltjetztkeinnameein’ gegründet“ oder „Supertalent-Teilnehmer von 2011 eröffnet neue Filiale von Schuhgeschäft“, der muss sich sehr wundern, darauf irgendeine Reaktion zu bekommen. In der Regel wandern solche Meldungen ungelesen in den elektronischen Mülleimer.

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Ich selbst wundere mich immer wieder, zu welchen Themen (oft sogar schlechte) Pressemeldungen verschickt werden. Die Menschen, die sich damit „Mühe“ gegeben haben, tun mir immer ein wenig leid.

Durch das wahllose Verschicken von Pressemitteilungen ist selten jemand (positiv) ins Gespräch gekommen. Dabei gibt es so viele Möglichkeiten, auch ohne Promi-Paare oder Iphones zum Superpreis den Weg in die Köpfe der Kommunikatoren zu schaffen.

Hier sechs Beispiele:

  1. Gezielte Ansprache

Und damit meine ich nicht, dass über der pauschalen Pressemitteilung der Name des Redakteurs steht, an den sich der allgemeine Text der Mitteilung richtet, das macht es auch nicht besser! Gemeint ist vielmehr: Schau dir genau an WAS Weiterlesen

Mein PR-Jahr 2017 – der Jahresrückblick

Was für ein wunderbares Jahr 2017 war! Gerne möchte ich mit euch auf mein persönliches PRleben-Jahr zurückblicken. Was war super? Wer hat mich inspiriert? Was fand ich nicht so gut? Was hat mich erstaunt? etc… Zehn Punkte möchte ich hier mit euch teilen:

  1. Mein Motto des Jahres!

„Nicht reden, machen!“ Oder auch, wie seit vielen Jahren „Start before you’re ready“. So lief es fast immer in meinem Leben. Und das obwohl ich eigentlich ziemlich perfektionistisch bin. Doch zu lange auf etwas herumdenken,  macht es in der Regel nicht besser, im Gegenteil. Auch in diesem Jahr habe ich wieder gemerkt, dass die spontansten Aktionen oft die besten sind.

  1. Mein Event des Jahres!

Das ist grundsätzlich verdammt schwierig. Auch 2017 durfte ich auf vielen großartigen Veranstaltungen sein. Was ich aber hier wählen kann, ist die großartigste Location, in der ich 2017 arbeiten durfte.

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Elbphilharmonie

Gewinner ist da eindeutig die Elbphilharmonie. Dort hat in diesem Jahr der ECHO KLASSIK stattgefunden und ich durfte ganze drei Tage Weiterlesen

7 Dinge die erfolgreiche PR-Menschen vermeiden

Oft sind es Quereinsteiger, die den Weg in die PR finden. Das Berufsfeld ist unheimlich weit gefächert und es ist immer notwendig, sich für einen bestimmen Job zu spezialisieren. Allerdings gibt es einige Grundregeln, die für alle guten Kommunikatoren gelten. Hier sieben Fehler, die man vermeiden sollte:

1. Denken „dieses Social Media erledigt sich irgendwann von selbst!“

Es gibt Kommunikationsmenschen, die das wirklich glauben und Social Media einfach mal komplett links liegen lassen. Der Unterschied zwischen Facebook und Snapchat ist ihnen mindestens so unbekannt wie die Quadratwurzel aus 3265. Bei Twitter war doch irgendetwas mit Hashtags, so wie bei Instagram, dann muss das wohl das Gleiche sein….!?!?

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Wer den ganzen Bereich soziale Medien ausblendet, wird über kurz oder lang mächtig auf die Nase fallen. Dass die klassischen Medien enorm an Reichweite verlieren, ist längst kein Geheimnis mehr, das wissen inzwischen auch die konservativsten Kunden und erwarten von Kommunikationsprofis eine kompetente Beratung, was den Bereich Social Media angeht. Zu diesem Zweck ist es unabdingbar, sich mit den Plattformen auseinander zu setzen.

2. Ewig lange Pressetexte verschicken

Als ich aus dem Journalismus in die PR gewechselt bin, habe ich mich sehr gewundert, wie (inzwischen ehemalige) Kollegen versuch(t)en Weiterlesen

5 PR-Tipps für den Herbst

Inzwischen sind in allen Bundesländern die Sommerferien lange vorbei, bzw. die Herbstferien stehen vor der Tür und von Sommerloch ist keine Spur mehr. Eigentlich ist es schon ein bisschen unfair sowohl für Journalisten, als auch für Kommunikatoren.

Die Journalisten müssen auch im Sommer ihre bunten Blätter mit interessanten Geschichten füllen und suchen händeringend nach Berichtenswertem und jetzt stehen sie vor einer riesigen Auswahl an Themen, die mit einer normal besetzten Redaktion personell gar nicht alle umgesetzt werden können. Vom Platz in den Blättern mal ganz abgesehen…

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Bei den PR-Leuten wurde im Sommer der Schreibtisch aufgeräumt, Akten sortiert, Kontakte überarbeitet und ganz in Ruhe das ein oder andere Thema für die wilde Zeit vorbereitet.

Die wilde Zeit ist jetzt! Ein Projekt jagt das andere, neue Produkte kommen auf den Markt, Veranstaltungen an jeder Ecke und dann brauchen Kunden ganz schnell doch noch ein paar kreative Konzepte (am besten von heute auf morgen). Nun gilt es, sich zu strukturieren, gezielt zu Arbeiten und Geschichten so anzubieten, dass sie auf offene Ohren stoßen!

  1. Fasse dich kurz

Die Journalisten haben keine Zeit! Ewig lange Mails, Dateianhänge, komplizierte Verlinkungen… all das wird gar nicht erst angeschaut. Sei kurz und knapp und komme auf den Punkt! Besser als Mails zu schreiben, ist es sowieso zu telefonieren, aber auch dann solltest du nicht mit langen Vor- und Nebengeschichten langweilen.

  1. Sei nicht zu werblich

Die Redaktionen möchten Geschichten, sie möchten genau das, was Weiterlesen

Hier platziere ich einen „Boss“

Auch wenn es bei PRleben in erste Linie um bunte PR-Themen geht, ist es nie schlecht, auch mal über den Tellerrand zu blicken. Etwas das ich jedem PR-Manager nur raten kann. Denn eine gesunde Neugier und Offenheit ist in unserem Beruf auf jeden Fall von Vorteil.

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Möglicher Weise kommt auch mal der Punkt, an dem nicht rein bunte Themen sondern Geschichten oder Menschen mit wirtschaftlichem oder politischem Hintergrund platziert werden müssen. Da ist es gut, im Hinterkopf zu haben, wo eine solche Platzierung Weiterlesen

Nicht schreiben. REDEN! 3 Vorteile

Klar, es nicht neu, dass Reden oft sinnvoller ist, als eine Email zu schreiben, aber wer setzt das im Job schon konsequent um? Statt die 200ste Mail zu schreiben, ist es doch oft viel einfacher, eben zum Telefonhörer zu greifen und zu reden…zumindest in Kommunikations-Berufen sollte es so sein!  Da ist`s vollkommen egal, ob es nun den Umgang mit Kollegen, Kunden oder Medienpartnern angeht.

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Obwohl es eigentlich jeder weiß, verwundert es, wie viele Menschen doch lieber eine Email schicken.

Hier drei Vorteile eines persönlichen Gesprächs:

  1. Zeitersparnis

Der Griff zum Telefon, eine Nummer wählen und dann Weiterlesen