8 Wünsche für die Kommunikation in 2019!

„Happy New Year!“ …kann man gerade noch so sagen, finde ich. Und jetzt ist doch der richtige Zeitpunkt, ein paar Wünsche für das neue Jahr zu äußern. Und ich habe so einige. Sie sind kunterbunt gemischt und das Beste ist: Sie kosten kein Geld! Hier ist mein Wunschzettel.

Ich wünsche mir,…

1. …dass sich noch mehr Menschen mit Digitalisierung beschäftigen!

Manchmal erschreckt es mich ein wenig, wenn ich mitbekomme, wie wenig sich einige Kommunikatoren mit der Digitalisierung beschäftigen. Für mich gehört das inzwischen einfach dazu. PR-Manager sollten sich nicht nur mit Print, TV und Hörfunk auskennen.

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Hier habe ich zehn Facts zusammengefasst, die Kommunikatoren schon einen Schritt weiter bringen, was dieses Thema angeht.

2. …mehr Neugier!

Nicht nur in Punkto Digitalisierung, sondern ganz allgemein. Mich stört es, wenn Menschen im Job „satt“ sind. Gerade in der PR ist das gar nicht gut. Es ist so wichtig, sich immer wieder mit Neuem zu beschäftigen. Neue Medien, neue Formen des Geschichtenerzählens, neue Kunden, neue Arbeitsweisen, neue Menschen (kennenlernen) – das gelingt meiner Meinung nur dann wirklich gut, wenn die Neugier da ist.

Wenn ein Mensch dafür brennt – und nicht mit Verbissenheit, sondern mit Leichtigkeit. Am besten ist es doch, wenn wir in diesem Punkt immer Kind bleiben. Die Neugier darf niemals aufhören. Ohne zum Getriebenen zu werden natürlich.  Schon Albert Einstein hat gesagt: „Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig.“

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3. …mehr Vertrauen!

Das gilt für soooo viele Bereiche. Zum einen, wenn ich an Kollegen, aber auch Kunden denke und das Thema Social Media. „Ich bin da nicht, weil ich nicht weiß, was mit meinen Inhalten passiert.“ Was soll denn bitte passieren? Du sollst ja auch nicht deine Kontodaten ins Netz stellen. Oder: „Wir arbeiten nicht mit Bloggern zusammen, weil wir das nicht kontrollieren können.“ Ernsthaft, wer die komplette Kontrolle haben möchte, der sollte lieber die Finger von PR lassen.

Denn auch (oder gerade) Journalisten bei Print, TV und Radio lassen sich nicht kontrollieren. Das ist eine Illusion, der sich manche Menschen hingeben und die werden früher oder später auf die Nase fallen. Da hilft es nur Anzeigen zu schalten. Dann kannst du zumindest die „Berichterstattung“ kontrollieren. Doch spätestens die möglichen Reaktionen darauf, -ich sage mal Sophia Thomalla und Media Markt- kannst du dann auch nicht mehr kontrollieren.

Also: hier sind wir wieder beim Punkt Digitalisierung- probiert doch einfach mal aus, auch mit „neuen“ Kommunikatoren zu arbeiten und vertraut, nach einer guten Recherche und ordentlichem Briefing, darauf, dass es gut wird! — Wie man merkt: Ich kann mich hier  in Rage schreiben.

Was Vertrauen angeht, liegt mir noch ein weiterer Punkt am Herzen. Denn es geht mir auch um die Arbeit in Unternehmen. Für meinen Geschmack gibt es da durchaus Nachbesserungs-Potential in Punkto Vertrauen. Zum Beispiel im Hinblick auf Arbeitszeit und Arbeitsort. Gerade, wenn Unternehmen an neuen, motivierten Kräften interessiert sind.

Gehen die „guten“ in eine Firma, die feste Bürozeiten von Montag bis Freitag 8.30 bis 18 Uhr -und dann gerne nochmal abends und am Wochenende hat- oder in eine die Vertrauensarbeitszeit anbietet? Und dass diese Modelle funktionieren, machen Unternehmen wie Mircosoft und Co. vor.

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Die wirklich guten Mitarbeiter, die für ein Unternehmen brennen, werden auch arbeiten, wenn sie nicht an einem festen Schreibtisch zu festen Zeiten hocken müssen. Und die, die dort brav sitzen, müssen nicht gleichzeitig immer gut arbeiten. Wer weiß wie viel Zeit diese Leute dort mit Onlineshopping, Urlaubsplanung oder sonstigen Dingen verbringen?

4. …keine Bots und dummen Spielchen mehr bei Instagram!

Diese Follow-Unfollow-Nummer kann mir echt die Lust auf Social Media verhageln. Was soll das? Ich verstehe diese „Taktik“ einfach nicht und das liegt wahrscheinlich nicht nur daran, dass ich blond bin. Ja, es gibt bestimmt immer noch ein paar nette, unwissende Follower, die sich dadurch „sammeln“ lassen. Aber so richtig Sinn macht das für mich nicht. Wenn ein Mensch auf mich spannend wirkt und ich mich mit ihm verbinden möchte, dann mache ich das.

In meinen Augen ist es auch noch ok, wieder zu entfolgen, wenn der andere keine Lust auf eine Verbindung hat und nicht zurückfolgt. Aber all die Leute die einem so lange folgen, bis man selber folgt, dann am nächsten Tag wieder entfolgen und –das aller beste– DANN wieder folgen, nur um am folgenden Tag die „Verbindung“ wieder zu canceln, die gehen mir einfach auf die Nerven.

Leider ist diese Masche bei Instagram total „in“. Einer der Gründe, warum ich Instagram nicht soooo sehr mag wie Twitter. Twitter ist einfach realer für mich. Auch schrecklich nervig sind die Bot-Kommentare unter Bildern. „Awesome“, „beautiful“, „nice pic“… Wobei: Diese Kommentare sind pauschal und passen zumindest noch irgendwie.

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Ich hatte mal einen, der unter jedes Bild „great job, weiter so“ platziert hat. Und wer meine Instagram-Bilder kennt, weiß, dass die mit Job und weiter so definitiv nichts zu tun haben. Auch schön:“Wow. Viel Erfolg noch?“ – Hä!? Wobei genau!?

5. …keine Pauschalnachrichten mehr!

Der Trend geht immer mehr zu persönlichen Kontakten und einem vertrauensvollen Netzwerk. Genau dafür ist Social Media –meiner Meinung nach– ganz großartig. Wie schon mehrfach erwähnt liebe ich Social Media und bin, außer auf Snapchat, auch überall gerne vertreten. Wenn ich Menschen spannend finde und mehr wissen möchte, dann schaue ich mir ihre Vita an, teile gerne einen Post von ihnen (versehen mit meinem persönlichen Kommentar) und schreibe sie im nächsten Schritt vielleicht mit einer persönlichen Nachricht an.

Das Netzwerk, was im vergangenen Jahr wahrscheinlich der Aufsteiger schlechthin war, ist: LinkedIn. Ich mag diese Plattform sehr und habe auch darüber spannende Menschen kennengelernt. Was ich allerdings nicht verstehe, warum Menschen direkt nach der Bestätigung einer Kontaktanfrage eine nicht enden wollende Nachricht schreiben, in der sie mir alles anbieten, was sie so zu bieten haben. Ihr E-book, Hörbuch, Webinar…. alles was man sich so vorstellen kann und käuflich zu erwerben ist, ohne das ich darum gebeten habe.

Und die Nachricht kommt so schnell, dass ich genau weiß, dass sie nicht für mich geschrieben wurde, sondern nur fix aus „Lieber Heinz Meier“ ein „Liebe Verena Bender“ gemacht wurde! Gibt es wohl Studien die Auskunft darüber geben, wie viele erfolgreiche Geschäftsabschlüsse mit diese Masche schon gemacht wurden!? Mein Tipp: Kein einziger.

6. …Rote Teppiche, über die NUR prominente Gäste laufen!

Nicht weil ich so ein Promifan bin, sondern weil es die Arbeit auf Veranstaltungen sehr vereinfacht. Es gibt zwei Arten von Roten Teppichen auf Veranstaltungen. (Und aus Veranstaltersicht kann ich beide gut verstehen!)

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Zum einen die, auf denen sich NUR die Promis zeigen, zum anderen die, über die ALLE geladenen Gäste laufen. Ob prominent oder nicht. Bei 3.000 Gästen, von denen vielleicht 30 geladene Prominente sind, ist es extrem schwierig, mit diesen Prominenten gute Pressefotos und TV-Interviews zu machen. Also Material, bei dem nicht einer der anderen 2.999 Menschen durchs Bild läuft.

Für die Gäste, ist ein gemischter Teppich natürlich schön. Und ich bin auch kein Freund einer zwei Klassengesellschaft, aber der Presse und den PR-Leuten vor Ort erleichtert es die Arbeit SEHR, wenn es einen eigenen Teppich nur für Promis und Presse gibt, an dem ganz in Ruhe gearbeitet werden kann. Zu diesem Thema: Mehr in Kürze hier im Blog 🙂

7. …weiter so wunderbare Menschen zu treffen!

Ob virtuell oder real. 2018 war wieder ein Jahr, in dem ich viele wunderbare Menschen (näher) kennenlernen durfte. Dabei sind die sozialen Netzwerke eine riesige Hilfe. Ob auf Twitter, Instagram, LinkedIn. Ich wünsche mir, dass es 2019 genauso weiter geht.

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Kleiner Tipp: Wann immer sich die Gelegenheit bietet, ist es hilfreich, die Online-Kontakte auch mal persönlich auf einen Kaffee oder zum Lunch zu treffen, um die Verbindung zu festigen.

8. …dass noch mehr Menschen an ihrer Personal Brand arbeiten!

Unsere Arbeitswelt ist im Wandel. Eine Info die für die wenigsten Menschen überraschend kommt. Einen einzigen, festen Arbeitsplatz von Schulabschluss bis Rente ist inzwischen (fast) Geschichte. Menschen wechseln häufiger den Job. Aber im Vergleich zu früher stehen Menschen viel mehr Tools zur Verfügung, ihre Personenmarke nach Außen zu tragen.

Diese eigene Marke zu finden, mag nicht immer ganz einfach sein, doch wer das wirklich möchte, der wird es schaffen. Dabei hilft gewiss der Podcast „Be your brand“ (u.a. auf Itunes oder Soundcloud) und wer mehr in Sachen Personal Branding wissen möchte, dem helfe ich unfassbar gerne weiter.