„Natürlich reicht uns „denkt euch einfach was aus“ als Briefing!“ oder „Das Interview brauchen wir nicht groß vorzubereiten.“ Vielleicht kennt der ein oder andere noch die Seite „Things PR-People don`t say“.
Eine Facebook-Community, die seit einigen Jahren leider nicht mehr aktiv zu sein scheint. Wir haben die großartigen Sprüche bei uns in der Agentur manchmal wirklich gefeiert.
Zumal wahrscheinlich jeder PR-Manager seine ganz eigene Geschichte zu den lustigen Sprüchen erzählen kann.
Heute gibt es für euch zehn meiner „Lieblingszitate“ der Seite und meine persönliche Anmerkung dazu:
1. „Wir sind von 12 bis 1 alle in der Kantine“
Abgesehen davon, dass unsere Agentur überhaupt keine Kantine hat, ist es undenkbar, dass Weiterlesen →
Authentizität ist ein Buzzword, das man inzwischen nicht mehr hören kann. Doch in Verbindung mit Social Media spielt es einfach eine ganz entscheidende Rolle und scheinbar ist noch immer nicht jedem klar, wie wichtig authentisches Auftreten ist! Im Gespräch mit Online-Marketing-Expertin Elisa Ochmann geht es unter anderem darum, wie die Digitalisierung unser Leben verändert, was wir in Sachen Influencer Marketing noch erwarten dürfen. Darüber hinaus hat Elisa tolle Lese-Empfehlungen!
Elisa Ochmann, Online-Marketing-Expertin
Bitte stell dich doch ganz kurz vor. Was ist dein aktueller Job und wie war dein Weg dorthin?
Ich heiße Elisa und bin Gründerin und Inhaberin der Marketing- und Social Media Agentur ElisaZunder. Mein Background hat schon immer in der Werbebranche stattgefunden. Angefangen hat alles mit meiner Ausbildung zur Mediengestalterin für Digital- und Printmedien. Nach einiger Zeit in Festanstellung habe ich mich dafür entschieden, als Freelancerin zu arbeiten. Parallel dazu hab ich mein Blogazine ElisaZunder ins Leben gerufen. Danach habe ich auch recht schnell angefangen, freiberuflich für Blogs und Online-Magazine zu schreiben. Durch diese Tätigkeiten kamen dann Marketing und Social Media ins Spiel.
Als ich erste Anfragen für den Bereich Social Media erhielt, erlebte ich einen Aha-Moment und ich wusste, wie ich mein Wissen und meine Leidenschaft bündeln kann. So gründete ich meine Agentur.
Wenn ich dich richtig verstehe, hilfst du Menschen bei der Umsetzung digitaler Projekte. Kannst du ein Beispiel für deine Arbeit geben?
Generell helfe ich Menschen bzw. Unternehmern dabei, Bewegung in ihr Unternehmen zu bringen, eine professionelle Weiterlesen →
Sie ist DIE PR-Expertin in Sachen Motorsport und wenn sie über ihren Job spricht, kann man einfach stundenlang zuhören! Alexandra Schieren arbeitet seit über 20 Jahren in der „Formel 1-Branche“. Im Gespräch mit PRleben erzählt sie, wie sie Krisen für Pirelli gemeistert hat, was die absoluten No-Gos für Kommunikatoren sind, wie sich ihr Job durch die Digitalisierung verändert hat und vieles mehr. Unglaublich spannender, lehrreicher und unterhaltsamer Input!
Bitte stell dich doch ganz kurz vor. Was ist dein aktueller Job und wie war dein Weg dorthin?
Nach einer Sprachen-Ausbildung habe ich in der Presse- und PR-Abteilung vom Rallye-Team von Toyota angefangen. Ein paar Jahre später bin ich dann zu einer Agentur nach London gegangen. Das war mein erster Kontakt mit der Formel 1. Privat verschlug es mich einige Zeit darauf nach Paris, und als mir die FIA (die internationale Motorsportbehörde), die ihren Sitz in Paris hat, einen Job als Presse-Delegierte für die Formel 1 anbot, nahm ich das Angebot natürlich an.
Alexandra Schieren, Kommunikationsprofi
Dadurch bin ich dann viele Jahre lang um die Welt gereist. Ich war bei allen Formel 1-Rennen vor Ort und habe mich um die 400 Journalisten gekümmert, hatte die Gesamtverantwortung für das Pressezentrum und die Medien-Einrichtungen.
Dann bot mir Pirelli einen Job als F1-Kommunikationschefin an, um sie bei ihrer Rückkehr in der Formel 1 zu begleiten. Das war 2011. Anfang 2015 habe ich mich dann in der Sportkommunikation selbstständig gemacht, hauptsächlich weil mir die Reiserei zu viel wurde. Ich war über sechs Monate im Jahr unterwegs, mit über 250.000 Flugkilometern. Und die Idee, selbstständig und selbst bestimmt zu arbeiten, ging mir da schon seit einiger Zeit im Kopf herum.
Ist das Motorsport-Business für eine Frau nicht recht ungewöhnlich? Was reizt dich daran?
Das ist sicherlich der Eindruck, den man von außen hat. Aber es gibt sehr viele Frauen im Motorsport. Traditionsgemäß arbeiten sie eher in der PR und der Hospitality, aber es gibt auch immer mehr Ingenieurinnen, Mechanikerinnen und sogar Rennfahrerinnen. Klar sind die Männer in der Überzahl, aber ich selbst habe Weiterlesen →
Seine PR nach bestimmten Zeitpunkten im Jahr zu planen, ist nicht unbedingt neu. Aber es ist gut zu wissen, in welchen Monaten welches Thema besonders gut an den Mann gebracht werden kann. Ebenso macht es Sinn, zu wissen, was ich zur einer bestimmten Zeit lieber nicht anbieten sollte, wenn ich auf eine erfolgreiche Platzierung hoffe.
In der Vorweihnachtszeit ein Abnehmprogramm zu promoten ist genau so ungeschickt, wie die schönsten Fernreiseziele im Juni zu präsentieren, wenn ein Großteil der Menschen schon den Jahresurlaub gebucht hat.
Deshalb habe ich für jeden unserer zwölf Monat ein „PR-Do“ und ein „PR-Do not“ erstellt. Manches konkret auf den Monat bezogen, anderes etwas allgemeiner.
Januar
Do:Der Januar ist eine gute Zeit, um Gäste in Talkshows zu platzieren. Jetzt freuen sich Redaktionen über gute Gastangebote. Von September bis Weihnachten werden Talkredaktionen mit Gast-Vorschlägen überschüttet, da jedes Label, jeder Verlag oder was auch immer hofft, das Weihnachtsgeschäft mitzunehmen. Wer also Personality-PR macht, der sollte seinen –nicht ganz so bekannten Gast- am besten für Jahresbeginn anbieten.
Do not: Biete keine Rezepte, Kochbücher und Co. für festliche Mahlzeiten, Braten oder ähnliches an. Im Moment interessiert das wirklich niemanden und du bist mindestens zwei Monate zu spät oder sieben zu früh damit.
Februar
Do: Jetzt, und auch schon im Januar, lieben die Medien Tipps rund um Weiterlesen →
[*Werbung /Unternehmensnennung*] Statt jeden Morgen zur Arbeit zu gehen und mindestens 8 Stunden pro Tag zu schuften, einfach den Orangen beim Wachsen zuschauen und damit Geld verdienen. Geht nicht? Geht DOCH! Mit diesem Stellenangebot hat eine Saftmarke vor kurzem Schlagzeilen gemacht. Vergütung für den Job: 20.000,- Euro Jahresgehalt (brutto).
Im PRleben Interview spricht Andrea Nösen unter anderem über die Umsetzung der Aktion, was gute Kommunikation im allgemeinen ausmacht und welches Projekt bei ihr auch mal richtig in die Hose ging.
Andrea Nösen, Brandmanagerin bei Valensina
Bitte stellen Sie sich kurz vor. Was ist Ihr aktueller Job und wie war Ihr Weg dorthin?
Ich arbeite seit Januar 2017 als Brandmanagerin bei Valensina und bin dort für den Bereich der ungekühlten Fruchtsäfte und der digitalen Medien zuständig. Nach Ende meines Internationalen Marketing Studiums in Venlo hat es mich direkt in die Getränkebranche verschlagen, wo ich nach einigen Jahren als Trainee / Junior Brandmanagerin in der Wasserbranche (Gerolsteiner) und als Produktmanagerin im Bier-Bereich (Miller) zum Saft gewechselt bin.
Was genau ist Ihre Aufgabe in der Kommunikation von Valensina?
Die Marke Valensina vor allem bei den „jüngeren“ Verbrauchern in den Sozialen Weiterlesen →
[*Werbung /Buchverlinkung*] Ist es in Zeiten der digitalen Medien „out“, Bücher zu lesen? Für mich auf keinen Fall! Neulich schrieb die liebe Stephanie Tönjes einen wunderbaren Artikel über das Lesen.
Ich gehöre definitiv zum „Team Textmarker“. Die meisten Bücher lese ich mit a.) einem bunten Stift und b.) einem Kugelschreiber bewaffnet. Um mir a.) bedeutende Stellen farblich zu markieren und b.) „wichtige“ Facts noch mal in Stichworten an den Rand zu schreiben. Die folgenden Bücher kann ich also nicht mehr wirklich verleihen, weil sie innen kunterbunt und vollnotiert sind, aber empfehlen möchte ich sie durchaus:
1. „Praxishandbuch Social Media und Recht“
Ein guter Freund von mir ist Anwalt und er sagte neulich: „Verena, wenn man bloggt, befindet man sich immer mit einem Bein im Gefängnis“. Gut, es war überspitzt gemeint, aber irgendwie ist ja etwas Wahres dran. So einige Dinge sind zumindest eine Grauzone, wie ich Ende letzten Jahres am eigenen Leib erfahren musste.
Mache ich mich schon strafbar, wenn ich fremde Inhalte teile? Wie kann ich mich bei Contentdiebstahl wehren? Ist Monitoring überhaupt zulässig? In diesem Buch findet der Leser Antworten auf alle Fragen, die er sich im Zusammenhang mit Social Media und Recht je gestellt hat und auch darüber hinaus.
Die Antworten sind nicht zu langatmig und gut verständlich. Alles merken konnte ich sie mir nicht, das Buch steht nun weit vorne in meinem Regal und im Fall der Fälle werde ich hier immer wieder nachschlagen und fühle mich besser gewappnet als bisher.
2. „Alles nur geklaut“
Das Buch, das ich als „Klein aber Oho“ bezeichnen würde, habe ich in knapp drei Stunden verschlungen. Was nicht wirklich eine Kunst ist, so lang ist es nicht. Dafür ist der Inhalt extrem überzeugend und auf den Punkt gebracht. Austin Kleon gibt Menschen in kreativen Berufen, wozu ich uns Kommunikatoren auch zähle, wunderbare Tipps, motiviert zu bleiben. Seine These: niemand Weiterlesen →
Viele Dinge, die ganz einfach aussehen, setzen eine gute Planung und in der Regel auch viel Erfahrung voraus. In Rahmen eines Interviews aus seinem Gegenüber die „richtigen“ Antworten herauszulocken, ist eine wirklich große Kunst. Oft sind natürlich Journalist:inne in der Pflicht, so ein Interview zu führen, aber auch PR-Menschen kommen immer mal wieder in die Situation, Menschen zu interviewen.
Die Studenten des Studiengangs Medienmanagement der Hochschule Macromedia in Köln haben mit einem von Deutschlands erfahrensten Interviewern gesprochen und von ihm gelernt, WAS ein wirklich gutes Interview ausmacht. Martin Klostermann ist freier Journalist, der unter anderem für die Deutsche Presse-Agentur (dpa) arbeitet.
Martin Klostermann, Journalist (Foto @Annette Koroll)
Klostermann hat inzwischen mehr als 3000 Interviews gemacht. Vor seinem Mirko waren unter anderem Hugh Grant, Alexander Gerst, Brad Pitt, Charlize Theron, Dwayne Johnson, Angela Merkel, Herbert Grönemeyer und viele andere.
Was die Studenten von dem einstündigen Gespräch mit Martin Klostermann lernen konnten haben sie für PRleben in 12 Tipps zusammengefasst:
1. Halte Smalltalk
Die Bedeutung von Smalltalk für ein gelungenes Interview wird oft unterschätzt. Zu Beginn des Gesprächs eignen sich Fragen nach dem Wohlbefinden des Gegenübers genauso wie ein kurzer Kommentar zum Wetter ideal als Eisbrecher. „Smalltalk besteht zwar aus Banalitäten, aber die erfüllen eine wichtige soziale Funktion: sich gegenseitig erst einmal abzuklopfen und zu schauen, wer einem da genau gegenüber sitzt“, weiß Martin Klostermann. „So schafft man eine Vertrauensbasis.“ Und eventuell ergibt sich aus den oberflächlichsten Fragen ja ganz unerwartet ein spannendes Gesprächsthema.
Klostermann erzählt von einem Interview mit dem Hollywood Schauspieler Hugh Grant. Als er diesen mit den Worten „Hey Hugh, wie geht’s dir?“ begrüßte, wurde er mit der ehrlichen Antwort „Scheiße – ich habe einen riesen Kater“ überrascht. Doch anstatt, wie vielleicht zu erwarten wäre, schlecht gelaunt das Interview zu geben, berichtete Grant bereitwillig über die gelungene Kneipen-Tour mit seinen Kumpels, die ihn am Vorabend durch Berlin geführt hatte. So konnte er dem Journalisten einen recht ungewöhnlichen Aufmacher für seinen Bericht bieten. Ein Glücksfall, denn nach genau solchen Geschichten sucht Klostermann!
Auf fast jedem Event mit rotem Teppich gibt es eine Pressewand, ein Backdrop, eine Sponsorenwand, Logowand oder wie auch immer man es nennen möchte. Vor dieser sollten die Pressevertreter ihre Bilder und Interviews machen.
Grundsätzlich ist es ratsam, eine solche Wand anzufertigen, weil es auf diesem Weg möglich ist, die Veranstaltung selbst und ihre Sponsoren in die Öffentlichkeit zu transportieren und im besten Fall für das kommende Jahr, die gleichen -oder zusätzliche- Sponsoren zu gewinnen.
Ein paar Dinge sind zu beachten, damit das Backdrop auch seinen Sinn und Zweck erfüllt:
1. Aufstellungsort
Es gibt unterschiedliche Plätze im Rahmen eines Events, an denen solch eine Wand aufgebaut werden kann. In der Regel ist es am besten, sie als „Rückwand“ des Roten Teppichs aufzustellen. Das ist schließlich der Weg, den alle (Prominenten)-Gäste gehen.
Gegenüber der Wand, also auf der anderen Seite des Teppichs, sollten die Journalisten positioniert werden. Wichtig ist es, die Pressevertreter so anzuordnen, dass alle diejenigen, die Bildmaterial produzieren (Fotografen und Kamerateams), die Wand direkt als Hintergrund haben.
Ich habe eine Weile überlegt, ob ich hier über erfolgreiche Kommunikation schreiben kann. Doch ich merke im Personal Branding Coaching immer wieder, dass Kommunikation ein ganz wichtiges Thema ist.
Und auch die Menschen, die eigentlich schon von Berufs wegen professionell kommunizieren sollten, haben häufig erheblichen Nachholbedarf!
Erschreckender Weise beginnt das oft schon bei den Führungskräften. Durch verschiedene Praktika und freie Mitarbeiten habe ich die unterschiedlichsten „Exemplare“ kennengelernt.
Der eine Chef hielt es für total normal, seine Mitarbeiter in der Redaktionssitzung vor dem gesamten Team komplett auseinander zu nehmen, sie mit fiesen „Testfragen“ zu bombardieren, die sie eigentlich gar nicht beantworten konnten, bis hin zu Kündigungen die er aussprach, nachdem die arme Person vor versammelter Mannschaft genug gedemütigt worden war.
Und das nicht etwa einmal in zwei Jahren. Zweimal die Woche war eine Demütigung in der Konferenz „normal“ und jede:r war froh, wenn er/sie nicht Opfer der Attacke wurde.
„Ach, ich mache so vieles, aber nichts so RICHTIG.“ Es gibt Momente, in denen ich so dachte und damit bin ich nicht allein. Allerdings hab ich jetzt Schluss gemacht. Schluss mit Brainfuck. Denn was bringt das schon!?
Eigenlob stinkt, schon klar, und ich bin sicherlich nicht der Mensch, der ständig sagt, was er alles Wunderbares drauf hat. Im Gegenteil. Immer wieder fällt mir im Gespräch mit Branchenkollegen auf, dass wir PR-Manager uns eigentlich oftmals viel kleiner machen, als wir sind.
Um das zu erkennen, braucht es gute Freunde, am besten aus dem Medienbereich, die einem die Augen öffnen und ein bisschen den Kopf waschen. Ich habe glücklicher Weise solche Menschen an meiner Seite und möchte mal stellvertretend für alle PR-ler, die kaum gutes Feedback bekommen und immer denken, dass alles, was sie machen, jeder Menschen machen könnte, ein paar Gründe aufzählen, was sie zum Profi macht. *
Du bist ganz wunderbar vernetzt
PR-Menschen haben ein Händchen dafür, Kontakte aufzubauen, zu pflegen und hin und wieder für „berufliche Zwecke“ zu nutzen. NICHT zu verwechseln mit Weiterlesen →