Sechs Tipps für die perfekte Pressewand

Auf fast jedem Event gibt es eine Pressewand, ein Backdrop, eine Sponsorenwand, Logowand oder wie auch immer man es nennen möchte. Vor dieser sollten die Pressevertreter ihre Bilder und Interviews machen.

Grundsätzlich ist es ratsam, eine solche Wand anzufertigen, weil es auf diesem Weg möglich ist, die Veranstaltung selbst und ihre Sponsoren in die Öffentlichkeit zu transportieren und im besten Fall für das kommende Jahr, die gleichen -oder zusätzliche- Sponsoren zu gewinnen.

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SWR 3 New Pop Festival
Pressewand im Aufbau

Ein paar Dinge sind  zu beachten, damit das Backdrop auch seinen Sinn und Zweck erfüllt:

  1. Aufstellungsort

Es gibt unterschiedliche Plätze im Rahmen eines Events, an denen solch eine Wand aufgebaut werden kann. In der Regel ist es am besten, sie als „Rückwand“ des Roten Teppichs aufzustellen. Das ist schließlich der Weg, den alle (Prominenten)-Gäste gehen. Gegenüber der Wand, also auf der anderen Seite des Teppichs, sollten die Journalisten positioniert werden. Wichtig ist es, die Pressevertreter so anzuordnen, dass alle diejenigen, die Bildmaterial produzieren (Fotografen und Kamerateams), die Wand direkt als Hintergrund haben.

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Pressewand Musikautorenpreis

Sollten also mehr Medienmenschen als Wand vor Ort sein, dann können die Radio- und Print-Vertreter auch so platziert werden, dass kein Backdrop mehr im Bild ist.

Bei Preisverleihungen kann die gleiche Wand sogar „doppelt“ benutzt werden, nämlich zusätzlich, um Preisträger nach der Veranstaltung –samt Preis– zu interviewen oder zu fotografieren.

  1. Maße

Hier gilt: Groß denken! Die Wand sollte mindestens drei Meter hoch sein. Auf Fotos hinter dem Gast die obere Kante der Fotowand, die Decke, raushängende Kabel oder was auch immer zu sehen, ist nicht schön.

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Pressewand ECHO Pop

Wichtig auch: Die Wand muss mit dem Boden abschließen. Immer wieder gibt es Eventagenturen, die noch einige cm Platz bis zum Boden lassen. Das sieht auf Ganzkörperfotos einfach nicht gut aus!

Die Länge der Fotowand hängt natürlich immer von der Veranstaltung ab. Wie sind die räumlichen Gegebenheiten und werden eher 15, 50 oder 150 Berichterstatter erwartet?

  1. Anordnung der Logos

Die Devise viel hilft viel ist hier nicht passend. Das Backdrop sollte auf keinen Fall zu unruhig wirken. Zum einen ist es nicht schön fürs Bild, zum anderen verliert eine zu wild gestaltete Wand irgendwann auch ihren Sinn, weil nichts mehr lesbar ist. Die Logos der einzelnen Firmen müssen klar erkennbar sein. Auch sollten die Sponsoren entweder mit Namen oder einem Logo vertreten sein.

Wer zum Beispiel McDonalds als  Sponsor für seine Veranstaltung gewinnt, hat nichts davon, das Logo der Burgermarke, Bilder von Big Macs, das McCafè Logo und den McDonalds Clown auf die Wand zu setzen. Auch die Marke hätte nichts davon. Lieber ein schönes Markenlogo das sich mehrfach wiederholt. So ist der Wiedererkennungswert für die Zuschauer und Leser viel größer.

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Auch die Größe der Logos ist wichtig. Wenn sie viel zu groß sind, kann es sein, dass nur ein kleiner Teil des Logos im Hintergrund auf dem Bild in der Zeitschrift oder im Fernsehbeitrag zu sehen sein wird. Wenn sie zu klein sind, dann kann sie kein Mensch mehr erkennen. Und die Logos sollten nicht zu gequetscht sein, sondern einen vernünftigen Abstand haben.

Wer sich zum ersten Mal mit diesem Thema beschäftigt, kann sich ein paar Berichte über Veranstaltungen anschauen und gucken, wie andere ihre Wände gestalten.

  1. Der richtige Abstand

Bei der Planung sollte darauf geachtet werden, dass die Fotografen und auch die Kamerateams einen gewissen Abstand zum Backdrop haben. Rund vier Meter sind optimal.

Was Podeste für die Presse angeht, wird das manchmal falsch verstanden. Grundsätzlich sind Podeste erst mal gar nicht nötig, denn am liebsten stehen die Kamerateams und auch die Fotografen mit den Interviewpartnern auf einer Höhe. Sie möchten nicht von „oben“ ihre Bilder machen.

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Ein Podest ist erst dann sinnvoll, wenn bei einer großen Veranstaltung sehr viele Fotografen erwartet werden, so dass man eine zweite Reihe planen muss. Die Fotografen aus der zweiten Reihe sollten dann auf das Podest, direkt hinter denen in der ersten Fotoreihe. Ohne Podest werden sie sonst keine vernünftigen Bilder bekommen und es endet nicht selten in mittelgroßen Auseinandersetzungen. …Darin sind Fotografen ziemlich gut 😉

  1. Beleuchtung

Eine gute Ausleuchtung der Fotosituation ist selbstverständlich, aber gar nicht so einfach. Das Licht muss so fallen, dass weder die Logowand im Schatten verschwindet, noch die Gäste. Dazu kommt, dass die Gäste nicht zu sehr von den Scheinwerfern geblendet werden dürfen.

Neulich hatten wir eine Veranstaltung, bei der sich eine schlaue Beleuchtungsfirma dachte, dann setzen wir doch einfach mal die Scheinwerfer auf den Boden, vor die Fotografen, so dass der Teppich von unten nach oben beleuchtet wird. Das hatte zur Folge, dass alle Gäste riesengroße Schatten an die Wand geworfen haben und die Logos der Sponsoren fast nicht mehr zu erkennen waren.

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Jonas Kaufmann beim ECHO KLASSIK

Hier sollte man sich unbedingt vorher genau erkundigen, welche Beleuchtung Sinn macht. Kleiner Tipp: Einfach mal den Pressefotografen des Vertrauens fragen, der kann in der Regel recht gut helfen.

  1. Optik und so

Klar, sieht eine glitzernde Fotowand oder eine in Hochglanz bedruckte sicherlich verdammt gut aus. Ist aber für die Bilder verdammt schlecht. Eine Wand, die den Blitz zurück reflektiert, macht keinen Sinn. Auch eine Fotowand, die in sich beleuchtet ist, ist eher schwierig für die Fotografen. Deshalb: keine zu gewagten Experimente diesbezüglich starten. Dann lieber an anderen Stellen bei der Organisation kreativ werden, aber nicht beim Backdrop.

Zusatztipp

Wer eine Veranstaltung plant, die nicht nur einmal stattfinden soll, der investiert am besten in eine Wand, die mehrfach verwendet werden kann.

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