Warum Künstler im Rahmen der Proben nicht gerne TV-Interviews geben und wie ein Fototermin vor Ort abläuft

Heute: Pressefototermin, Radiointerviews für alle, die ECHO-Vorverleihung und die Zusammenarbeit mit Künstlern, Plattenfirmen + Managements

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Auch heute beginne ich wieder chronologisch…
Ohrstöpsel raus und der Tag beginnt! Untergebracht ist das Team in einem Hotel direkt an der Messe Berlin. Die Lage ist perfekt, da es direkt gegenüber des Veranstaltungsortes liegt, aber ohne Ohrstöpsel ist man einfach aufgeschmissen. Auf jeder Seite ist das Hotel von vielbefahrenen Straßen umgeben, aber außer Schlafen macht man dort ja sowieso nichts.

Der LILA-Teppich im Aufbau für die ECHO-Verleihung

Der LILA-Teppich im Aufbau für die ECHO-Verleihung

ECHO-Töne von auftretenden Künstlern für Radiosender

Nach dem Frühstück geht es ins Messebüro. Kollege Axel sitzt schon mit seinem Kopfhörer am Laptop und schneidet fleißig O-Töne. Er ist unser Radioexperte und macht mit allen Künstlern, die zu den Proben kommen, Interviews. Diese Interview-Töne bieten wir den Radiosendern bundesweit zum kostenlosen Download an. Wir freuen uns immer über die Verwendung im Zusammenhang mit einem Hinweis auf die TV-Show am folgenden Abend, und die Radios sind dankbar für schöne O-Töne von Andreas Bourani, Revolverheld oder ESC-Vorentscheid-Gewinnerin Ann Sophie. Seit Jahren ein eingespieltes Prozedere. Eingespielt auch in der Zusammenarbeit mit den Plattenfirmen und Künstlermanagements.

Inzwischen ist fast das komplette 10-köpfige PR-Agenturteam, das für den ECHO zuständig ist, vor Ort. Gemeinsam werden Presseunterlagen zusammengestellt, jede Menge Last-Minute-Akkreditierungsanfragen werden beantwortet, Listen überarbeitet, Pressepässe zusammengebastelt und vieles mehr. Natürlich wird auch die Arbeit vor Ort von dem schrecklichen Flugzeugunglück „überschattet“. Viele Journalisten melden sich mit Nachfragen, inwiefern sich die aktuellen Ereignisse auf die Veranstaltung auswirken. In Abstimmung mit der Produktion und dem Sender werden die Fragen bearbeitet.

Pressefototermin ECHO

Pressefototermin ECHO 2015

Fototermin für die Presse

Für 13.15 Uhr sind die Pressefotografen von Tageszeitungen und Agenturen zu einem Fototermin in die Messe eingeladen worden. Auf der Bühne wird es ein Foto mit Moderatorin Schöneberger und Revolverheld geben. Unser Wunsch ist, dass morgen noch mal möglichst viele Zeitungen einen Hinweis auf die Show abdrucken und ein aktuelles Bild hilft dabei natürlich. Auch hier ist wieder einiges an Organisation erforderlich.
Im Vorfeld:
– mussten die Künstler für den Termin koordiniert werden
– mit der Produktion wurde abgestimmt, dass die Bühne zu diesem Zeitpunkt auch wirklich frei ist und keine Proben stattfinden
– eine Einladung für die Fotografen musste erstellt und verschickt werden
– Rückmeldung und Rückfragen bearbeitet werden und vieles mehr

Vor Ort:
– muss ab spätestens 13Uhr (Fotografen kommen sehr gerne, vieeeeeel zu früh) ein Mitarbeiter (A) am Eingang stehen und die eintreffenden Fotografen „sammeln“, auf einer der vielen Listen abhaken, wer da ist, und wer noch fehlt
– ein anderer Mitarbeiter (B) muss alle Künstler, die auf das Foto sollen, im Backstage sammeln und zur Bühne begleiten. Zeitgleich begibt sich die Fotografengruppe mit Mitarbeiter A vor die Bühne.
– nach dem Fototermin, der nicht länger als 5 Minuten dauert (so wirklich viele Motive gibt es ja nicht, braucht man ja auch nicht!), werden alle Fotografen wieder hinaus begleitet. Hört sich ein bisschen nach Haftanstalt an, hat aber seinen Grund. Es gibt immer mal wieder Fotografen, die gerne in den Backstagebereich schlüpfen, um nette exklusive Fotos zu bekommen oder die Künstler auf der Bühne heimlich beim Proben ablichten. Genau das möchten wir -ebenso wie Künstler, Managements und Produktion- nicht!

Fototermin ECHO - Revolverheld (li.), Barbara Schöneberger, Stefanie

Fototermin ECHO – Revolverheld (li.), Barbara Schöneberger, Stefanie Heinzmann und The Common Linnets (re.)

Die Künstlerproben auf der Showbühne

Ein kleiner Interessenskonflikte besteht immer zwischen dem Wunsch nach Vorberichterstattung und dem was wirklich möglich ist. Besonders was die TV-Promotion angeht. Gerne hätten wir, das ein oder andere Künstlerinterview oder schöne Bilder von der Probe auf der Bühne für einen Bericht am Vortrag des Echos oder noch am Morgen des Sendetages, aber das ist meistens nicht möglich. Der Grund ist einfach und vollkommen verständlich. Die Künstler kommen -meistens zwischen verschiedenen anderen Terminen oder einer extrem langen Anreise- mit ihren Musikern in die Halle. Sie sind weder in ihrem Bühnenoutfit, noch gestylt oder geschminkt und haben auch nur einen bestimmten Timeslot, in der die Probe erledigt sein muss. Ihr Interesse ist es natürlich, während der Show bestmöglich zu performen und nicht den verschiedenen TV-Teams Interviews zu geben, für die sie sich dann sogar extra noch vorher eine Maske besorgen müssten. So beschränken sich die Interviews in der Regel auf die Künstler, die am Fototermin teilnehmen, für den sie ja sowieso geschminkt werden und ansonsten auf die Radiointerviews von Kollege Axel. Denn beim Radio ist es ja zum Glück egal wie man aussieht.

Vorteil für mich: sind keine TV-Teams vor Ort, schaffe ich es immer mal in die Halle zu schlüpfen und mir einen Teil einer Künstlerprobe anzuhören. Wie ich finde, ein wunderbarer Moment: fast allein in einer riesigen Halle vor der Bühne zu sitzen und Herbert Grönemeyer oder Andreas Bourani singen zu hören, ist schon etwas besonderes …Gänsehaut-Stimmung…

Die Vorabverleihung

Nicht alle ECHOs werden am 26.03. vergeben. Für einen kleinen Teil der Preise gibt es eine Vorabverleihung im Rahmen eines Abendessens vor ausgewähltem Publikum in einer Location in Berlin. Eingeladen wurden auch dazu Fotografen und TV-Teams um die Gewinner anschließend abzulichten oder den ein oder anderen O-Ton zu machen. Drei Mitarbeiter des PR-Teams sind am Abend vor Ort, um den Termin zu betreuen. Allerdings findet der Fototermin nicht drinnen, sondern draußen vor einer Fotowand statt, platztechnisch ist das nicht anders möglich. Auch die Akkreditierung wird draußen vorgenommen, so dass die Kollegen vor Ort schon beim Packen an dicke Klamotten denken mussten, um in den drei Stunden draußen nicht einzufrieren, obwohl das Wetter in Berlin heute wirklich nett ist.
Der traditionelle Ausklang des Abends ist bei einem Italiener in der Nähe des Hotels. Bei Pizza, Pasta, Bier und Wein kommt das ganze PR-Team zusammen und feiert ein bisschen. Nicht zu lange, da jeder weiß, dass der folgende Tag kein Zuckerschlecken wird…

Morgen: der Veranstaltungstag, Presserummel am Roten Teppich und die „schönsten“ Lastminute-Anfragen.

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