10 Dinge, die ich an einem PR-Arbeitstag mache

Ganz normale Arbeitstage sind eher selten in einer Agentur für Entertainment-PR. Und das ist auch gut so, denn ich mag die Abwechslung. Unter einem normalen Tag verstehe ich einen Tag, an dem ich nicht reise, um Journalisten oder Kunden zu treffen, einen Künstler zu einer TV-Show zu begleiten oder bei einer der vielen bunten Veranstaltungen zu arbeiten.

Ein normaler Tag beginnt in der Agentur so gegen neun Uhr und endet – mehr oder weniger – um 18 Uhr rum.

  1. Presseauswertung

Oder auch einfach: Zeitunglesen. Dazu gibt es einen leckeren Café Latte, denn das Hirn muss schließlich in der Lage sein, Informationen aufzunehmen 🙂 Zum einen gilt es, darauf zu achten, ob Künstler oder Kunden in der Presse erwähnt werden. Zum anderen sollte man die Augen offen halten und schauen, wer und was gerade besonders angesagt ist.

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  1. Quotencheck

Welche Formate hatten Weiterlesen

Mythos Pressekonferenz

„Ehemalige Topmodel-Gewinnerin moderiert unseren Event kommende Woche und eine bekannte deutsche Popband wird nen neuen Song performen.“ Hm, OK! „Wir haben etwas zu verkünden!“      –dann machen wir am Besten mal (K)eine Pressekonferenz!

Viele Kunden gehen noch immer davon aus, dass eine Pressekonferenz (PK) ein wunderbares Mittel ist, um Infos an Journalisten zu transportieren und anschließend in den Medien stattzufinden.

Diese Denke ist allerdings ziemlich latest. Zumindest was den Entertainmentbereich angeht. Eine Pressekonferenz der Polizei zu einem aktuellen Vorfall oder PKs in der Politik und Wirtschaft sind – je nach Newswert – etwas anderes.

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Leerer Presseraum…

„Wir machen demnächst eine Awardshow und damit genug Tickets verkauft werden oder einfach die Aufmerksamkeit im Vorfeld entsteht, veranstalten wir eine Pressekonferenz“. PR-Manager, die sich in ihrem Job auskennen, werden jedem Kunden ganz dringend von diesem Vorhaben abraten und PR-Leute, die eigentlich wissen, dass es eine dumme Idee ist, sich aber Weiterlesen

12 Dinge die mit auf jede Dienstreise müssen

Es gibt Zeiten in der Entertainment-PR, da jagt ein Termin den nächsten. Gerade ist wieder so eine Phase. Letzte Woche haben wir im Heidepark eine neue Kinderattraktion eröffnet… zusammen mit zwei prominenten Müttern samt Kids und einem bunten Presseaufgebot. Gestern Abend fand in Frankfurt am Main zum Auftakt der internationalen Musikmesse der LEA (Live Entertainment Award statt) und jetzt geht es auf nach Berlin, da dort am Donnerstag Deutschlands größter Musikpreis der ECHO vergeben wird usw.

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Im Kofferpacken bin ich inzwischen wirklich Profi. Und da ich den Blick in fremde Taschen liebe, mache ich heute meine auf. Ich zeige euch 12 Dinge, die für mich auf PR-Terminen in meinem Reisegepäck nicht fehlen dürfen.

1. Edding

… zum Beispiel für die letzten Abklebeschilder am Red Carpet, für alle die, die sich zu spät angemeldet haben, um noch ausgedruckt werden zu können… Hier werden schnell Zettel geschrieben und dank Edding sind sie dann auch lesbar.

Den Namen der Fotoagentur oder des Weiterlesen

„Trau dich doch einfach mal…“

…wie oft denke ich diesen Satz!? Immer wieder begegnen mir PR-Kollegen, die ihr Licht komplett unter den Scheffel stellen und ich wundere mich dann, warum das so ist.

Klar, als PR-Manager -gerade in einer Agentur- bist du ein Dienstleister und das ist auch gut so. Es gehört dazu auch, mal Aufgaben zu erfüllen, die nicht besonders sexy sind. Aber das komplett devote Verhalten mancher PR-Kollegen empfinde ich eher als schädlich für unsere Branche.

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Auch PR-Manager dürfen sich etwas trauen! …und damit meine ich nicht, das Trotzverhalten, dass explosionsartig aus denen, die sich immer alles gefallen lassen und vor allem fürchten, herausbricht, wenn sie sich überfordert fühlen. Mir geht es um ein souveränes Auftreten gegenüber Kunden und Medienpartnern, aber auch um eine gewisse Neugier einfach mal Dinge auszuprobieren, um sich weiterzuentwickeln.

Hier vier Gedanken dazu die mir immer wieder mal durch den Kopf gehen:

  1. Sagt auch mal „Nein“ 

Kunde: „Wir hätten schon gerne RTL Exclusiv dabei, wenn die 270ste von Germanys Next Topmodel auf unserer Veranstaltung ihre neue Modelinie präsentiert!“ PR Berater: „Ach, das ist doch eine schöne Idee. Da werden wir mal bei der Redaktion fragen, ob das ein Thema für sie ist!“ WHAT!? Wieso sollte Weiterlesen

„Ich habe erlebt, dass PR-Menschen uns gegenüber handgreiflich wurden“

Von den Roten Teppichen bei großen Glamour-Veranstaltungen, über Experten-Interviews, bis hin zu „spontanen“ Einsätzen in Katastrophengebieten, hat RTL-Reporterin Anna Hohns schon alles in ihrem Beruf gemeistert. Sie ist ein absoluter TV-Profi. Im PRleben-Interview erzählt sie, wie sie an Geschichten kommt, wie die Digitalisierung ihren Beruf verändert und was sie sich in der Zusammenarbeit mit PR-Menschen wünscht.

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Anna Hohns, RTL-Reporterin

Was genau ist dein Job und wie bist du dazu gekommen?

Ich arbeite von Hamburg aus als Korrespondentin für die bundesweit ausgestrahlten Sendungen der Mediengruppe RTL. Von Promi-Berichterstattung über Service-Themen bis hin zu Einsätzen im Breaking News-Fall im Ausland ist alles dabei. Ich hatte mich in Hamburg nach meiner Ausbildung an der RTL-Journalistenschule beworben.

Wie kommst du in deinem Job am häufigsten an gute Geschichten, Informationen?

Ich lese sehr viel und bin dabei eigentlich immer „auf Empfang“, ich scanne ständig Zeitungen, Zeitschriften und Social Media nach potenziellen Geschichten ab. Oft ergeben sich Weiterlesen

„Mir hilft meine Redaktionserfahrung sehr!“

[*Werbung / Unternehmensnennung*]
Journalist, erfolgreicher PR-Mann und kreativer Networker… Es gibt sicherlich noch einige Bezeichnungen, die auf Nick Marten zutreffen. Er ist einer der jungen PR-Aufsteiger in Deutschland, Pressesprecher bei OTTO und diese Woche mit einem ganz neuen Projekt an den Start gegangen. Im PRleben-Interview spricht Nick über sein neustes „Baby“, darüber was für ihn gute PR bedeutet, wie das Unternehmen mit Influencern zusammenarbeitet und weitere, spannende Themen.

Bitte stell dich doch kurz vor. Deinen aktuellen Job und dein Weg dorthin.

Moin, ich heiße Nick und bin Pressesprecher beim Hamburger Onlinehändler OTTO. Mein Weg? Der startete mit dem Stolpern durch die Tür einer lokalen Tageszeitung, der Westfalenpost. Das war vor etwa 15 Jahren im Ruhrgebiet. Vom Lokaljournalismus angefixt, ging‘s dann vor und während des Studiums als freier Redakteur zu Radio und Fernsehen.

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Nick Marten Pressesprecher OTTO

Im Masterstudium bin ich dann noch in die Filmwelt abgebogen und habe mit zwei Freunden eine Filmproduktion für Werbe- und Imagefilme gegründet. Ende 2013 führte der Weg dann nach Hamburg. Hier startete ich als PR-Volontär bei der Otto Group und wurde anschließend in das OTTOCOMMS-Team, also bei otto.de, übernommen.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei dir aus?

Normal gibt’s bei uns nicht – und das ist gut so! Heute Morgen habe ich mich von einem unserer Data Scientists über die neuesten Algorithmen und das Thema künstliche Intelligenz rund um otto.de aufschlauen lassen, um daraus einen Vortrag zu basteln. Mittags hatte ich dann ein Lunchdate mit einem Architekten, der mir das Thema New Work und den Umbau vom OTTO-Campus geschildert hat – davon wird bald mehr in den Medien zu hören und vor allem zu sehen sein. (Ich bin gespannt!) Und am Nachmittag haben wir Weiterlesen

Als PR-Mensch kannst du nichts! – Quatsch

„Ach, ich mache so vieles, aber nichts so RICHTIG.“ Es gibt Momente, in denen ich so dachte und damit bin ich nicht allein. Allerdings hab ich jetzt Schluss gemacht. Schluss mit Brainfuck. Denn was bringt das schon!?

Eigenlob stinkt, schon klar, und ich bin sicherlich nicht der Mensch, der ständig sagt, was er alles Wunderbares drauf hat. Im Gegenteil. Immer wieder fällt mir im Gespräch mit Branchenkollegen auf, dass wir PR-Manager uns eigentlich oftmals viel kleiner machen, als wir sind.

Um das zu erkennen, braucht es gute Freunde, am besten aus dem Medienbereich, die einem die Augen öffnen und ein bisschen den Kopf waschen. Ich habe glücklicher Weise solche Menschen an meiner Seite und möchte mal stellvertretend für alle PR-ler, die kaum gutes Feedback bekommen und immer denken, dass alles, was sie machen, jeder Menschen machen könnte, ein paar Gründe aufzählen, was sie zum Profi macht. *

  1. Du bist ganz wunderbar vernetzt

PR-Menschen haben ein Händchen dafür, Kontakte aufzubauen, zu pflegen und hin und wieder für „berufliche Zwecke“ zu nutzen. NICHT zu verwechseln mit Weiterlesen

Chapeau – „Deez“ ist tolle PR

Auf aktuelle Ereignisse mit einer guten PR-Idee aufzuspringen, ist nichts Neues. Problem ist, dass viele Ideen nicht wirklich kreativ, sondern häufig recht platt sind und dann einfach untergehen, bevor jemand groß Notiz davon genommen hat. Richtig gute Einfälle stechen mir deshalb sofort ins Auge. Einer davon ist die aktuelle Aktion des Musikstreamingdienstes Deezer zur Bundestagswahl.

Als ich nach der Arbeit im Auto saß und den WDR Radiosender 1LIVE angemacht habe, unterhielten sich die Moderatoren über einen Musikstreamingdienst.

Sie erzählten, der Anbieter habe die Lieblingssongs der großen Deutschen Parteien per Umfrage ermittelt: „Die pure Lust am Leben“ (Geier Sturzflug) auf Platz 1 der FDP und „Happy“ (Pharrell Williams) auf dem zweiten Platz von CDU/CSU sind ebenso interessant, wie Bicycle Race (Queen) und „Haus am See“ (Peter Fox) auf der Weiterlesen

4 Tipps für die Autorisierung von Interviews

Es ist kein Geheimnis, dass das Autorisieren von Interviews ein gern und ziemlich kontrovers diskutiertes Thema ist. Gemeint ist damit, dass der Redakteur nach einem Interview nochmal alle Zitate des Interviewten schriftlich an den Gast, seinen Pressesprecher oder PR-Agenten gibt, um sich diese Antworten – die ja nun so gegeben wurden – noch einmal abnicken zu lassen. Erst dann „darf“ er sie für seinen Text verwenden.

So denken zumindest viele PR-Menschen. Ist aber nicht ganz richtig. DENN: Ein RECHT auf Autorisierung gibt es nicht! Das Autorisieren ist eigentlich ein reines Entgegenkommen des Journalisten. In Deutschland ist diese Masche, im Gegensatz zu anderen Ländern, allerdings sehr üblich geworden.

Vermieden werden sollen durch diesen Prozess grobe sachliche Fehler in den Aussagen des Interviewten, deshalb gestatten Redakteure netterweise das Gegenlesen. Allerdings ist das Autorisieren in den letzten Jahren immer mehr ausgeufert, so dass die ganze Praxis in die Diskussion geraten ist. Hier vier Regeln, die bei der Autorisierung von Interviews eingehalten werden sollten:

  1. Nicht das Interview umschreiben

Ich habe des Öfteren von Journalisten gehört, dass sie Interviews zurückbekommen haben, die sie überhaupt nicht wiedererkannten. Wörter wurden ausgetauscht, Sätze umformuliert oder komplette Passagen gestrichen.

Auch Nicola Pohl, Chefreporterin der BILD am Sonntag, hat sich neulich im Interview mit PRleben an solche Kandidaten erinnert: Weiterlesen

Ein (PR-)Plädoyer für den Radio-Talk!

Talkshows im Fernsehen sind eigentlich jedem guten oder schlechten PR-Menschen bekannt. An ihnen kommt man nicht vorbei und sie sind ja auch ganz wunderbar, um dort Künstler mit ihren Botschaften oder Produkten zu platzieren. Von der „NDR Talkshow„, über den „Kölner Treff“ bis hin zu den „großen“ wie die von Markus Lanz oder Sandra Maischberger.

Natürlich ist es nicht einfach, dort einen Gast zu platzieren. Wer keine wirklich gute Geschichte zu erzählen oder einen absolut genialen Draht zur Redaktion hat, der findet keinen Platz auf den wenigen Stühlen in den Talkrunden. Da nutzt dann auch kein zweiter, dritter, vierter Anruf des PR-Agenten oder Künstlers, um doch einen Auftritt zu bekommen… Im Gegenteil!

Meiner Meinung nach wird zu viel Aufhebens um die TV-Talks gemacht. Natürlich hat es auch mit dem Ego eines Künstlers zu tun, aber eine Absage vom TV ist noch längst nicht aller Tage Abend. Es gibt doch ganz wunderbare Alternativen.

Viele (PR-)Menschen wissen gar nicht, was Weiterlesen