Lasst uns Erfolge genießen!

Was ist eigentlich Erfolg? Wann ist genug genug? Und was macht uns glücklich?

Noch nicht ausgestiegen nach diesen philosophischen Fragen!? Sehr schön! Dann versuche ich jetzt, präziser zu werden und die Dinge die in meinem Kopf herumschwirren, ein wenig sortierter auf den Punkt zu bringen.

Ambition ist gut. Antrieb ist gut. Produktivität ist gut. In letzter Zeit habe ich allerdings verstärkt über das ganze Thema Erfolg, Ziele, Glück und Co. nachgedacht und mich gefragt: Wann ist genug genug?

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Denn wenn wir mal ehrlich sind, wenn wir uns im Business wirklich auf den Hosenboden setzen und Alles geben, dann geht es immer weiter und weiter.

Grundsätzlich bin ich ein Mensch, der die Dinge ganz oder gar nicht macht. Sprich, wenn eine Chance da ist, ergreife ich sie und versuche das Beste daraus zu machen und alles auszuschöpfen was geht.

Das bringt Freude, aber kostet auch viel Zeit und Energie. Und irgendwie komme ich damit zunehmend in Struggle. Ich versuche jetzt, mir bewusst Grenzen zu setzen und eher auf das zu schauen, was wirklich glücklich macht.

Es ist wichtig, Prioritäten zu setzen

Natürlich werde ich weiter ambitioniert meine Pläne verfolgen, doch nicht kopflos um jeden Preis einem Ziel hinterherrennen, das am Ende gar nicht glücklich macht.

Ich höre immer wieder von ausgebrannten ManagerInnen, die schon seit Jahren nicht mehr arbeiten müssten, dennoch jede freie Minute im Büro verbringen. Menschen, die sich viel aufgebaut haben und noch immer 24/7 arbeiten, nicht loslassen können, sich selber (und auch oft ihr Team) unnötig unter Druck setzen, anstatt das Leben zu genießen und die jahrelangen Erfolge einfach zu feiern.

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In solchen Momenten wird mir klar: So möchte ich nicht „enden“. Auf der anderen Seite merke ich im meinem täglichen Tun, dass ich auch die Tendenz habe, immer ganz schnell zum nächsten großen Ziel zu wollen, anstatt einfach mal zusagen: „Hey, das hast du gut gemacht. Du hast es geschafft. DAS war doch dein Ziel.“

Wann ist denn nun genug genug?

Um zu verdeutlichen was ich meine, möchte ich dir ein paar persönliche Beispiele geben:

  1. Dieser Blog

Vor jetzt schon fünf Jahren habe ich mit PRleben begonnen …crazy… Damals war es ein Wunsch von mir, Menschen interessante Inhalte liefern zu können, die ihnen weiterhelfen in Sachen PR und Personal Branding. Im meinem Kopf waren natürlich viele Fragen im Vorfeld: Liest das überhaupt jemand? Komme ich mit der „Technik“ klar (OK, vielleicht lachst du jetzt, aber ich musste mich in diesen WordPress-Kram total reinarbeiten)? Ect.

Und soll ich dir was sagen!? Ich habe es geschafft. Seit dem Start gab es keinen Tag, an dem dieser Blog keinen Aufruf hatte. Jetzt schreibe ich das und denke: „Wow, gar nicht so schlecht.“ War ich damit wirklich zufrieden? Kurz. Langfristig? Nein, ich wünschte mir MEHR Leser*innen…

  1. Social Media

Neugierig war ich von Anfang an und „einfach mal machen“ ist eh mein Motto. Auf Facebook war ich vor Ewigkeiten schon. War man halt. Instagram hatte ich zum Bearbeiten von Fotos, bis ich dann -eigentlich auch mit Start von PRleben – die weiteren Funktionen entdeckt und gecheckt habe. Dazu kam Twitter und letztlich LinkedIn.

Mein Start bei Twitter. In meinem Kopf Gedanken wie: Woooow, hier sind die ganzen „großen Kommunikatoren“. Und wieder Begann das Wenn-Dann-Spiel. In diesem Fall: Wenn mir auf Twitter doch bloß mal einer dieser „großen Kommunikatoren“ folgen würde. DAS wärs. Dann hätte ich mein Ziel erreicht.“

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Und da ich es liebe, zu Netzwerken, drangeblieben bin, etc. ist es wirklich passiert. Ein für mich „großer Kommunikator“ hat sich mit mir vernetzt. Wow. Hammer… Kurze Freude… Naja, EINER. Einer ist Keiner. Oder!? Zehn wären toll. Dann waren es 10. War ich glücklicher!? Nöö.

Zahlen machen selten glücklich. Denn sie gehen immer weiter ins Unendliche. Genauso ist es doch bei Likes und Kommentaren.

Hand aufs Herz: wie oft geht es dir nach einem Post so, dass du denkst: „Oh, toll xy Likes oder Kommentare…“ und nur Sekunden später denkst: „Ach, jetzt sind es schon soundsoviele. Warum könnten es nicht noch ein paar mehr sein!?“ Doch wo ist das Ende!??

Fazit: Wir sollten uns nicht an Zahlen messen. Dazu noch ein weiteres Beispiel:

  1. Der Podcast „Be your Brand“

Ende 2018. Neues Projekt: Einen Personal Branding Podcast starten. OK, eigentlich mal einen Sprung zurück: Mitte 2018. Die Idee war da. Also los ging es: Konzept erstellen (naja, nicht so richtig. Mehr eine Ideen-Sammlung, ich bin nicht so die Konzeptentwicklerin), Technik, die ganzen (für mich wahnsinnig) komplizierten Einrichtungen im Netz (Apple, Soundcloud, Spotify und Co.), Interview-Gäste anfragen usw. Und da war es wieder: Wenn doch nur einer in diesen Podcast reinhört und ich eine positive Rückmeldung bekomme, dann…“

Und ich habe Nachrichten bekommen von fremden Menschen die meinen Podcast gehört haben. Sooo toll. Ja, ich habe mich natürlich gefreut. Und dann dachte ich: Och „mehr“ Nachrichten wären auch schön.

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Du weiß was ich sagen möchte…. Da sind wir wieder bei den Zahlen. Wo ist das Ende!?? Wie viele HörerInnen, positive Bewertungen, Erwähnungen… brauche ich, damit ich es als einen Erfolg empfinde? Eins kann ich sagen: Immer MEHR als vorher. 

  1. Das „Endziel“

Nächster Gedanke: Wenn doch nur all diese Aktivitäten, die ich aus Leidenschaft und Liebe, um Wissen zu vermitteln und spannende Leute kennenzulernen mache, auch mal einen kleinen finanziellen Umsatz bringen würden, so dass ich bei den Plattformen die ich hoste, dem Equipment das ich kaufe etc. nicht immer noch draufzahle…  DANN wäre es der Knaller. Wirklich!“

Ein echtes Businessmodell hatte ich (offen gestanden) nicht. Doch dann ist es passiert: Ich wurde gefragt, ob ich das was ich in meinem Podcast transportiere, auch Menschen beibringen könnte. Klar! So wurde mein „Personal Branding 1zu1 Coaching“ geboren. Und yes! Ich bin unfassbar glücklich darüber.

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Und ich wünsche mir, dass ich jede neue Anfrage weiterhin genauso schätze wie die Erste. Seit über einem Jahr habe ich auch nicht mehr diesen „Wenn-Dann-Gedanken.“ Kein: Mensch, es reicht nicht oder jetzt muss das Nächste kommen. Vielleicht weil es nicht um Zahlen geht, sondern um Menschen und ihre ganz persönlichen Erfolge, zu denen ich ein wenig beitragen darf.

Ob dies wirklich mein Endziel ist? Ich weiß es nicht. Doch im Laufe der Zeit habe ich mir ein paar Strategien überlegt, wie ich erreichte Ziele feiere.

So kannst du Erfolge feiern!

Über die Jahre habe ich ein paar Dinge eingeführt, um persönliche Erfolge, die wirklich total subjektiv sind, mehr zu würdigen.

Vier Ideen möchte ich hier mit dir teilen:

  1. Dein Erfolgsglas

Schreibe dir Momente, in denen du glücklich über ein erreichtes Ziel bist auf einen kleinen Zettel, stecke diesen Zetteln dann in ein leeres Einmachglas. Mit der Zeit wird sich das Glas gut füllen. Und wenn du mal wieder das Gefühl hast, nicht wirklich etwas geschafft zu haben, dann greif in das Glas und lies dir deine Erfolge durch.

2. Wertschätze die Erfolge Anderer

Feiere andere Menschen für ihre Erfolge. Glaub mir, das macht glücklich! Nicht nur den Anderen, sondern auch dich selbst! Mir fällt dieser Spruch ein den meine Oma manchmal gesagt hat: „Geteiltes Leid, ist halbes leid. Geteilte Freude ist doppelte Freude.“ Und da ist was dran!

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3. Achtsamkeit und Dankbarkeit im Alltag

Sei achtsam und lerne Dankbarkeit. Ich selber schreibe mir jeden Tag 3 Dinge auf, für die ich dankbar bin, und eine Sache, die ich für einen anderen Menschen getan habe. So reflektiere ich die guten Dinge nochmal ganz bewusst vor dem Schlafengehen.

4. Die wahren Erfolge liegen oft außerhalb des Business

Die wirklichen Erfolge, oder sagen wir lieber: das wirkliche Glück, liegt außerhalb des beruflichen Erfolgs. Alles was ich oben aufgelistet habe, um dass sich mein beruflicher Alltag dreht, ist schön und ich schätze es sehr.

Doch wirklich erfüllt bin ich nach schönen Erlebnissen mit Herzensmenschen. Wie: eine Runde Rommee mit meinem Opa, wildes Toben mit meinen Patenkindern, gute Gespräche mit engen Freunden oder meinen Eltern, Zeit mit meinem Mann… Denn DAS ist es was wirklich zählt!

…ganz zum Schluss

Also geh an, was immer du möchtest, aber verliere nie das aus dem Blick was für dich persönlich wirklich zählt.

Und um den philosophischen Bogen zu schließen ende ich heute mit einem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe „Erfolg hat drei Buchstaben: TUN“.