4 Irrtümer in der TV-Promo

PR ist PR. Dieser kurze Satz ist ja eigentlich richtig und irgendwie auch so gar nicht. Aber ich möchte jetzt nicht auf den gravierenden Unterschied zwischen guter und schlechter PR eingehen – das würde wohl ins Unendliche führen –, sondern auf spezielle Eigenheiten in der Fernseh-PR.

Immer wieder begegnen mir bestimmte Aussagen bezüglich der TV-Promo, die schlichtweg nicht stimmen. Einige dieser Vorurteile möchte ich jetzt mal ausräumen.

  1. „In Zeiten von Youtube und Co spielt TV-Promo doch gar keine Rolle mehr“

Denkste! Ist nicht so. Sicher gibt es Einzelfälle, in denen das zutrifft, aber grundsätzlich möchten Kunden mit ihrer Botschaft natürlich im Fernsehen stattfinden.

Ich würde gerne mal die Gesichter der Veranstalter sehen, wenn beim nächsten Roten Teppich zu einer großen GALA wie dem Bambi, deutschen Fernsehpreis oder der Goldenen Kamera nicht mehr Teams von ARD, ZDF, RTL und Co. stehen, sondern „nur“ noch Promiflash, Red Carpet Reports und jede Menge Influencer.

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Was nicht heißen soll, dass die letztgenannten überflüssig sind, aber die Mischung macht`s.

Noch dazu sehen sich auch viele „Influencer“ gerne selbst im klassischen Fernsehen. Ich erinnere mich, WIE gerne die diversen Content-Creator beim Deutschen Webvideopreis gerade den TV-Teams Interviews gegeben haben. Ebenso ist auch ein Foto in deutschen (Hochglanz-) Magazinen für viele eine Ehre. –Warum denn auch nicht?

  1. „Diese Person bekommen wir im Herbst in jede Talkshow!“

Nope! Selbst der weltbeste TV-Promoter bekommt einen prominenten Gast nicht Weiterlesen

„Vor jeder Technik-Messe bekomme ich bis zu 2.500 Mails“

Was er unter guter TV-Promotion versteht, welche Bedingungen am Roten Teppich optimal sind und welche Gefahren sich für ihn hinter Social Media verbergen, unter anderem darüber spricht der N24-Mann Marcus Tychsen bei PRleben.

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Marcus Tychsen, Journalist N24

Was genau ist dein Job und wie bist du dazu gekommen?

Ich bin Redakteur, Moderator und Reporter für N24. Angefangen habe ich zur Finanzierung des Studiums und aus journalistischem Interesse als freier Mitarbeiter bei der Tageszeitung Bonner Rundschau. Dann machte ich ein Volontariat im Nachrichtenstudio ProSieben Bonn und bin beim TV geblieben.

Damals habe ich das wöchentliche Promi-Magazin N24 VIP moderiert. Noch heute berichte ich neben harten Nachrichten über Events wie den ECHO, Bambi, Eurovision Song Contest und außerdem intensiv über Unterhaltungselektronik bei der IFA, der CES (Consumer Electronics Show), der Handy-Messe MWC in Barcelona usw.

Wie kommst du in deinem Job am häufigsten an gute Geschichten, Informationen? Social Media, Newsseiten im Netz, persönliche Kontakte, eigene Recherche…

Eine Mischung aus alledem – für die Top-Geschichten muss man immer dran bleiben, viel im Netz stöbern und auch Kontakte zu den Agenturen pflegen, da gibt es keine Automatismen.

Was bedeutet für dich gute PR? Kannst du sagen, welche Eigenschaften ein guter PR-Mensch mitbringen sollte?

Gute PR steht für Lust auf ein gutes Produkt oder eine gute Show. Außerdem sollten Agenturen die Medien als Partner sehen, ohne ihnen was aufzuschwatzen. Ich lege PR-Kontakte Weiterlesen

So platziere ich „No Names“ bundesweit im TV

Jeder, der schon einmal versucht hat, eine unbekannte Person im Fernsehen unterzubringen, weiß, dass dies eine sehr, sehr schwierige Aufgabe ist. Vor allem, da es ja in der Regel das Ziel sein sollte, die Person oder das Projekt, wofür sie steht, möglichst positiv oder zumindest neutral rüberkommen zu lassen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das anzugehen.

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Der PR-Manager überlegt sich -bestenfalls zusammen mit dem Protagonisten- eine glaubwürdige, aber „spektakuläre“ Geschichte, die er den Medien anbietet. Dazu muss ein PR-Mensch zwingend Weiterlesen

Wer mit TV-Promo erfolgreich sein möchte, sollte das lesen

Warum vorgefertiges Bewegtbildmaterial von Agenturen so gut wie nie verwendet wird, wie wichtig eine gute Location & eine tolle Optik für eine TV-Geschichte sind und was sie an Christian Audigier schätzt: Das und vieles mehr erzählt ProSieben-Frau Susanne Wennekers im Interview mit PRleben.

Susanne Wennekers CvD (Chefin vom Dienst) bei ProSieben „red!- Stars, Lifestyle & More“ Verena Bender PRleben

Susanne Wennekers CvD (Chefin vom Dienst) bei ProSieben „red!- Stars, Lifestyle & More“

Was genau ist dein Job und wie bist du dazu gekommen?

Ich bin CvD (Chefin vom Dienst) in der Redaktion „red!- Stars, Lifestyle & More“. Ich bin für die Planung der Sendung mitverantwortlich, betreue unsere Volontäre, betreue Events wie die Oscars mit, organisiere exklusive Promi- Drehs (z.B. Matthew McConaughey für unsere Oscarsendung) und drehe und schneide manchmal auch noch selber. Angefangen habe ich mit 19 Jahren mit einem Praktikum bei RTL Explosiv in München, habe dann mein Volontariat bei ProSieben / taff. absolviert und arbeite seit Beginn der Sendung (2008) bei red! Zuerst als Chefreporterin, seit 2011 als CvD.

Wie kommst du in deinem Job am häufigsten an gute Geschichten, Informationen? Social Media, Newsseiten im Netz, persönliche Kontakte, eigene Recherche…

Eigentlich ist es ein Mix aus allem: Zeitungsartikel, private Kontakte, wir entdecken interessante Persönlichkeiten oder News auf Instagram oder Facebook. Diese Quelle wird für uns immer wichtiger- weil mittlerweile Weiterlesen