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Ein (PR-)Plädoyer für den Radio-Talk!

Talkshows im Fernsehen sind eigentlich jedem guten oder schlechten PR-Menschen bekannt. An ihnen kommt man nicht vorbei und sie sind ja auch ganz wunderbar, um dort Künstler mit ihren Botschaften oder Produkten zu platzieren. Von der „NDR Talkshow„, über den „Kölner Treff“ bis hin zu den „großen“ wie die von Markus Lanz oder Sandra Maischberger.

Natürlich ist es nicht einfach, dort einen Gast zu platzieren. Wer keine wirklich gute Geschichte zu erzählen oder einen absolut genialen Draht zur Redaktion hat, der findet keinen Platz auf den wenigen Stühlen in den Talkrunden. Da nutzt dann auch kein zweiter, dritter, vierter Anruf des PR-Agenten oder Künstlers, um doch einen Auftritt zu bekommen… Im Gegenteil!

Meiner Meinung nach wird zu viel Aufhebens um die TV-Talks gemacht. Natürlich hat es auch mit dem Ego eines Künstlers zu tun, aber eine Absage vom TV ist noch längst nicht aller Tage Abend. Es gibt doch ganz wunderbare Alternativen.

Viele (PR-)Menschen wissen gar nicht, was  für großartige Talkformate es im Radio gibt.

Die Hörerzahlen werden oft unterschätzt

Radio ist immer noch ein sehr gut genutztes Medium! Ein Blick auf die aktuelle Radio MA (Media-Analyse) zeigt:

Durchaus gute Argumente um die Sender nicht zu vernachlässigen. Hinzu kommt: Radiosender freuen sich über gute Gesprächsgäste! Platzierungsmöglichkeiten hat man verschiedene: Zum einen gibt es bei vielen Sendern –auch wenn sich der Musikanteil erhöht hat– die Chance, Gesprächspartner im „normalen“ Programm unterzubringen. Zum anderen, gibt es auch eigene, reine Radiotalkformate die – zum Teil seit Jahren – sehr erfolgreich laufen. Einige stelle ich nachfolgend noch vor.

Die verschiedenen Sendeplätze

Im laufenden Programm ist der meistgehörte Sendeplatz die Morningshow. Allerdings müssen Gäste oftmals sehr früh aufstehen, wenn sie dort stattfinden möchten, wobei es auch viele Sender gibt, die die Talks im Laufe des Vormittags für den folgenden Morgen aufzeichnen. Vormittags deshalb, weil die Morningshow-Moderatoren in der Regel ab mittags aus dem Haus sind. Sie sind ja schließlich schon gegen 4 Uhr morgens in der Redaktion.

In den Morningshows wird Künstlern, gerade wenn die Hörer sie kennen, oder sie wirklich etwas Außergewöhnliches zu erzählen haben, immer eine schöne Plattform geboten. Natürlich auch im Laufe des Tages, aber am Morgen haben Hörfunksender ihre höchste Einschaltquote und da lohnt sich das frühe Aufstehen aus PR-Sicht auf jeden Fall.

Neben dem laufenden Programm gibt es bei einigen Sendern auch den „Markus Lanz“ zum Hören. Also eine Talkshow im Radio. Hier handelt es sich um Shows, die sich in der Regel mindestens eine Stunde lang mit einem einzigen Menschen befassen. Natürlich wird zwischendurch ein bisschen Musik gespielt, aber das Gespräch geht durchaus in die Tiefe, wenn sich Talkmaster und Gast darauf einlassen.

Diese Radiotalks sind eine fantastische Plattform, um Themen oder Menschen vorzustellen.

Fünf Beispiel-Sendungen in denen sich eine Platzierung lohnt

Reine Redezeit ist mit rund 50 Minuten Gespräch, wie im MonTalk, durchaus lang. In welcher TV-Show bekommt ein einziger Gast so viel Redezeit? Zusätzlich zur Ausstrahlung im Radio bieten die meisten Sender ihre Gespräche auch als Podcast an!

Weitere Vorteile

All diese Sendungen haben eine große Hörerschaft und hin und wieder verwendet auch das „laufende Programm“ Teile aus dem Talk.

Hinzu kommt, dass ein solcher Talk für den Gast durchaus ein Sprungbrett für einen anschließenden TV-Talk sein kann! Oft werde ich von TV-Redakteuren, die für die Besetzung einer Talkshow zuständig sind, gefragt, ob ich mal etwas hätte, was sie sich anhören könnten, um zu wissen, wie der potentielle Gast im Gespräch wirkt. Da ist ein schöner Radiotalk natürlich eine ganz wundervolle Eintrittskarte!

… auch wenn es nicht immer Fernsehen sein muss 🙂

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