6 Dinge, die ich von meinen Podcast-Gästen lernen durfte

Entstanden aus meinem Motto „Einfach mal machen“. Am Nikolaustag 2018 ging die erste Folge von „Be your Brand“ onair. Oder sagt man bei einem Podcast online!? Wie auch immer. Inzwischen geht es auf Folge 40 zu.

Und was mich sehr freut: seit dem Start durfte ich unfassbar viel lernen. Kennst du das: Du denkst ein wenig zurück und dir kommen –ohne dass du es begründen kannst – bestimmte Dinge in den Kopf?

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Ich habe extra NICHT nochmal in die Folgen gehört und auch nicht mehr in meine Aufzeichnungen geschaut, da dieser Beitrag sonst nie enden würde. Deshalb nun aus meinem Kopf und Bauch heraus sechs Learnings, die ich mit dir teilen möchte:

1. Alle Kontakte sofort abspeichern

„Eine der schlimmsten Vorstellungen für mich ist, wenn mein Telefon klingelt und ich nicht weiß, von wem die Nummer ist, die mich da anruft!“, hat der wunderbare Nico Kunkel im Gespräch gesagt. Er möchte immer wissen wer es ist, wenn ihn ein Mensch anruft, den er kennt, um diesen persönlich begrüßen zu können. Ihn nicht in seinem Telefonbuch zu haben, findet er unangenehm.

Seit diesem Gespräch bin ich wirklich sehr viel sorgsamer mit meinen Kontakten geworden und habe mir natürlich als erstes die Nummern von Nico eingespeichert. Ein Anruf von ihm, OHNE dass ich seinen Namen im Display habe, wäre für mich der mega Fail. Ist bisher zum Glück noch nicht passiert.

Außerdem hat Nico einen ganzen Batzen weiterer Tipps, wie sich ein Netzwerk pflegen lässt — fernab von den üblichen Standards.

2. Zivilcourage im Netz ist extrem wichtig!

Kennst du die unfassbare Geschichte, die dem Journalisten Richard Gutjahr widerfahren ist? Für mich die Netzungerechtigkeit schlechthin! Unglaublich wie sich der Shit-Tsunami über ihn und seine Familie ergossen hat.

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Ich bewundere SEHR, dass Richard Gutjahr sich nicht aus dem Netz hat vertreiben lassen. Seine Geschichte führt mir ganz stark vor Augen, wie wichtig es ist, auch im Internet Zivilcourage zu zeigen…“Wenn du durch die Straßen gehst und jemand verprügelt wird, schaust du ja auch nicht einfach weg und läufst weiter“.

Das Interview mit Richard Gutjahr war für mich auf jeden Fall das bewegendste in 2019.

3. Fehler machen ist nicht schlimm

Hier kann ich gar keine einzelne Folge nennen, sondern dieses Learning zieht sich durch alle meine Gespräche. Keine starke Personenmarke ist noch nie auf die Nase gefallen. Jeder macht Fehler und das ist auch gut so.

Natürlich ist es in der Situation selbst nicht schön, doch im Nachhinein entsteht meistens etwas Gutes daraus.

Um es mit einem Satz von Kommunikations-Experten Frank Behrendt zu sagen: „Die ewigen Sunnyboys, die niemals ein Problem hatten, die sind mir immer suspekt.“

4. Noch mehr Pflege in mein LinkedIn-Profil stecken

Dass die Social Media Plattformen eine große Bedeutung haben, war mir durchaus klar, doch das Gespräch mit dem Headhunter Harald Fortmann hat mich nochmal motiviert, die ein oder andere Minute mehr in die Pflege meines LinkedIn-Profils zu stecken.

Auch auf Xing sollte jeder von uns vertreten sein und das mit aktuellen Angaben und einem sympathischen Foto.

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5. Noch mehr Haltung zeigen

In der Folge mit Deutschlands Netzwerkerin Nr.1 –Tijen Onaran– ging es natürlich darum, wie du dir ein gutes Netzwerk aufbaust, aber auch darum, wie du in Social Media auftreten solltest.

Tijen hat Tipps für „Anfänger“, die wirklich sehr hilfreich und schnell umzusetzen sind, aber auch für Fortgeschrittene.

Auf die Frage, wie ich mich persönlich in Sachen Social Media noch „verbessern“ könnte, also als jemand, der schon ein recht aktives Netzwerk hat, meinte Tijen, dass sie sich manchmal mehr klare Kante und persönliche Meinung zu Themen wünsche. Das versuche ich seitdem zu beherzigen.

6. Flexibilität und Neugier haben NICHTs mit dem Alter zu tun

Das war einer der Punkte, über die ich mit der lieben Stephanie Tönjes von der Telekom gesprochen habe. Sie hat von Beispielen aus ihrem Unternehmen erzählt und ich kenne auch jede Menge Menschen, die jenseits der 50, 60 oder 70 immer wieder offen und mit großem Interesse an neue Dinge gehen.

Gerne nenne ich hier das Beispiel von meinem Vater mit seinem Blog. Auf der anderen Seite kenne ich auch genügend Leute, die gerade aus der Schule kommen oder welche, die seit 20 Jahren in ihrem Beruf sind und alles was neu und anders ist, erstmal als Gefahr empfinden und sich sperren.

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Das Vorurteil, dass Mitarbeiter jenseits der 50 oder 60 nichts mit Digitalisierung, Personal Branding, agilem Arbeiten und Co. anfangen können, ist einfach nur dumm und falsch!

Abschließend

Eines meiner größten Learnings in meiner „Be your Brand“ Zeit: Keine Scheu davor zu haben, Wunschgäste um einen Interviewtermin zu bitten. In all der Zeit habe ich keine Absage bekommen. Naja gut, eine, aber die hatte damit zu tun, dass der Wunschgast bereits über 70 ist und die Assistentin bisher noch nie das Wort Podcast gehört hat. Aber ich bleibe dran!

Weitere Learnings liest Du demnächst oder Du hörst einfach mal in die Folgen rein. Vielleicht sind für dich ganz andere Dinge wichtig, als für mich.

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