Vier Tipps für erfolgreiche Radio PR

Manchmal wird Radio in der PR recht stiefmütterlich behandelt, doch auch in Zeiten von Podcasts und Social Media ist es in meinen Augen für viele Kommunikations-Themen durchaus interessant und relevant. Allerdings müssen Geschichten auch so angeboten werden, dass sie fürs Radio bzw. die Hörer auch wirklich interessant sind.

Oft läuft es in PR-Agenturen oder Presseabteilungen von Unternehmen anders. Es steht die Frage im Raum: „Wo möchtest du mit deinem Thema stattfinden?“ Die Antwort ist dann häufig: „Im Fernsehen, im Netz, der Zeitung und dann können wir doch bestimmt noch ein bisschen Radio machen.“

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Wer so an die Sache herangeht, hat eigentlich schon verloren, zumindest in Sachen Radio-PR. Radio PR ist nichts, was ein PR-Mensch einfach mal so nebenbei machen kann, auch wenn die Meinung bei einigen Fachleuten noch immer recht verbreitet ist.

Die Frage ist, woher diese Einstellung kommt, denn Radio ist selbst in der heutigen Zeit noch immer eines der meistgenutzten Medien.

Auch im Jahre 2019 hören (laut Statista) knapp 37 Millionen Menschen in Deutschland täglich Radio. Die durchschnittliche Verweildauer beläuft sich 181 Minuten pro Tag.  Die Tagesreichweite der Radionutzung in Deutschland liegt bei 77%. Genaue Zahlen und einen Senderüberblick gibt es bei Reichweiten.de.

Jeder der Radio-PR macht, sollte deshalb auch eine Strategie haben und nicht ellenlange Pressemitteilungen oder Bildmaterial an Radioredakteure schicken und hoffen, so eine Story zu platzieren. Es gibt einige Grundregeln, die zum Erfolg beitragen können. Hier eine kleine Auswahl:

1. Radio lebt von O-Tönen

Einfach eine Pressemitteilung verschicken und dann hoffen, dass eine Meldung zu deinem Thema im Radio läuft ist in 99% aller Fälle aussichtslos. Zumindest bei bunten Entertainment-Themen. Es sei denn, es geht um die Trennung zwischen Thomas Gottschalk und seiner Frau, aber die brauchen keine PR-Agentur…

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Radio lebt von Tönen, Geräuschen, aber auch von guten Geschichten. Hast du vielleicht einen Interviewpartner, den du zusammen mit deiner Presseinfo anbieten kannst? Dann mach das und bitte fasse dich kurz! Gerade Radio-Menschen setzen sich nicht hin und lesen sich drei Seiten Vorgeplänkel durch, bevor du mal zur Sache kommst.

2. Beschäftige dich mit den Sendern

…spätestens dann, wenn du dein Thema anbietest.

Radio ist nicht gleich Radio. Antenne Bayern ist genauso wenig Antenne Brandenburg wie die BILD-Zeitung die FAZ. Nie war es so leicht, sich Infos über die einzelnen Programme zu beschaffen, wie heute, wo du jeden Sender übers Netz empfangen kannst. Radio-Redakteure haben ein Recht darauf, dass du dich mit ihrem Arbeitsfeld und ihren Themen auseinander gesetzt hast, wenn du sie kontaktierst.

Wenn du Radio Energy ein Interview mit einem auftretenden Schlager-Künstler des nächsten ZDF-Fernsehgartens anbietest, dann brauchst du dich danach dort gar nicht mehr zu melden. Nun ist vollkommen klar, dass du keinen Schimmer von den Programminhalten der Energy-Gruppe hast.

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3. Markenartikler sind nichts fürs Radio-Programm

Während du in den bunten Blättern der Klatschpresse gute Chancen hast, mit einem Testimonial auch redaktionell eine bestimmte Marke zu promoten, so ist das im Radio ziemlich unmöglich. Auf Fotos mal ein Logo im Hintergrund zu haben oder auch in einen TV-Beitrag eine Marke „einzubinden“, ist hin und wieder möglich.

Schöne Beispiele sind hier Barbara Schöneberger als Testimonial für den Delikatessen-Hersteller Homann, Heike Makatsch für L’Oréal, Joko und Klaas damals für die Sparkasse oder ähnliches.

Hier für TV oder Print einen Werbedreh oder ein Shooting zu begleiten, ein kleines Interview mit dem Protagonisten/ Testimonial zu führen, ist schon möglich… im Radio ist das viel schwieriger. Auch wenn eine Prominente wie zum Beispiel Barbara Schöneberger sehr beliebt ist bei den Medien, so wird kein Radiosender sie einladen, nur um On AIR über Delikatessen von einem ganz bestimmten Hersteller mit ihr zu plaudern.

4. Achte auf die Ton-Qualität

Ob du nun fertige O-Töne zu einem bestimmten Thema anbietest oder Telefoninterviews mit einem Protagonisten organisierst, ist es wichtig dafür zu sorgen, dass die Töne eine gute Qualität haben. Interviews solltest du in einem ruhigen Raum führen (lassen), der allerdings nicht so groß ist, dass es hallt.

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Telefoninterviews sollte dein Protagonist von einem Festnetz-Telefon führen. Gar nicht mal weil, so wie es vor vielen Jahren mal war, die Qualität übers Festnetz sauberer ist, sondern weil der Künstler/Interviewpartner an einem Festnetztelefon weniger abgelenkt ist und oft weniger Hintergrundgeräusche zu hören sind.

Vor einiger Zeit haben wir Interviews mit einer Schauspielerin zu ihrem aktuellen Film organisiert. Sie hat die Interviews gegeben, während sie durch den MC Drive gefahren ist und ihr Essen genossen hat. Gerade die etwas konservativeren Radiostationen fanden das nicht besonders lustig, die Produktionsfirma, die die PR beauftragt hat, erst recht nicht.

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