Bewerber-Guide für Kommunikatoren – 10 Tipps

Hätte ich geahnt, dass ein einfacher Tweet am Samstagnachmittag so viel geballte Kompetenz als Output haben würde!? Ich hätte schon früher mal eine Frage in die Runde geschickt.

Auslöser war die Bitte meiner Medienmanagement-Studenten, ihnen aktuelle und möglichst praxisnahe Tipps in Sachen Bewerbungen und Vorstellungsgespräche zu geben. Was da aus meiner Community kam, war überwältigend und viel zu schade, um es direkt in den Weiten des World Wide Web verschwinden zu lassen.

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Hier habe ich die Tipps für alle, die auf der Suche nach einer neuen Herausforderung sind und sich gerne bewerben möchten zusammengestellt.

1. Werde dir klar, wo du hin willst

Hier musst du natürlich unterscheiden geht es um ein Praktikum, weil du einfach mal in den Bereich reinschnuppern möchtest oder bewirbst du dich um eine Festanstellung für eine unbegrenzte Zeit. Bevor du wild Bewerbungen rausschickst, überlege genau, worum es DIR eigentlich geht.

2. Sei kreativ bei deinem Anschreiben

Dass Textbausteine „out“ sind und nicht besonders gut ankommen, sollte selbstverständlich sein. Meinst du, dass es den Empfänger deiner Bewerbung wirklich interessiert, wo du gelesen hast, dass diese Stelle ausgeschrieben ist?

Interessant wird es höchstens dann, wenn dir ein Mentor, der mit dem Unternehmen in guter Verbindung steht, empfohlen hat, dich zu bewerben und warum. Kläre ab, ob du den Namen nennen darfst, dann beziehe dich auf ihn, eure Verbindung und was das mit der zu vergebenden Position zu tun hat.

Sei persönlich. Bring etwas von DIR mit ein. Standard ist langweilig und wandert schnell auf den „Absagen“-Stapel.

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3. Baue ein nettes Gimmick in deine Bewerbung ein

Meine Studenten haben natürlich gefragt, was damit gemeint sei. Ich habe ihnen das Beispiel vom Kollegen Sachar Klein und seiner Praktikantin erzählt. Sie hat sich bei ihm mit einem zusätzlichen, kleinen Podcast beworben. Mega Idee.

Auch eine meiner Freundinnen nenne ich da gerne als Beispiel. Sie ist Kroatin und trägt den schönen, aber hier recht ungewöhnlichen Namen, Sanela. Ausgesprochen eher Sanella und sie hat immer dazugesagt wie die Margarine aber mit einem „L“. Ihre ersten Bewerbungen für den Kommunikationsbereich hat sie in eine leere Sanella-Margarinenschachtel verpackt und so verschickt. Kaum eine meiner Freundinnen hat so schnell positives Feedback auf ihre Bewerbung bekommen wie sie.

4. Informiere dich gründlich über das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst

Sollte selbstverständlich sein, ist es nur leider auch in Zeiten der Digitalisierung anscheinend nicht. Schon im Anschreiben solltest du zeigen, dass du dich bei DIESEM und nicht bei irgendeinem Arbeitgeber bewirbst. Spätestens im Vorstellungsgespräch wirst du auf die Nase fallen, wenn du dich nicht über deinen potentiellen Arbeitgeber erkundigt hast.

Wer in unserer Agentur zum Beispiel auf Nachfrage antwortet, dass er sich nicht für Boulevardmedien interessiert, der will den Job entweder nicht oder hat sich nicht einmal angeschaut, dass unsere Themen oftmals genau dort gespielt werden. Nicht besonders clever?!

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5. Was kannst DU dem Unternehmen geben?

Wenn du dich informiert hast, gleiche die Ergebnisse mit deinen Fähigkeiten, Erfahrungen, Interessen ab. Bewirbst du dich bei einer Kommunikationsagentur und bist sehr aktiv auf Twitter oder hast sogar einen eigenen Blog oder Podcast, dann lass das ruhig an passender Stelle mit einfließen. Es schadet auf keinen Fall!

Vielleicht hast du Erfahrung mit Kameraführung, Video- oder Audioschnitt? Auch das schadet im Medienbereich nie. Dass du gerne Kuchen backst, du Zeit mit deiner Familie verbringst, interessiert erstmal niemanden. Schau welchen Mehrwert du deinem künftigen Arbeitgeber geben kannst. Wobei: Ein Kuchen hin und wieder ist natürlich auch nicht schlecht 😉

6. Was möchtest du noch über das Unternehmen wissen?

Hier geht es um Fragen, auf die du nicht sofort Antworten findest, wenn du im Netz und über Social Media recherchierst. Fragen, auf die du eigentlich eine Antwort bei der ersten Recherche hättest finden sollen, sind eher peinlich. Mach dir also wirklich Gedanken, was du wissen möchtest. Es ist auch nicht schlimm, wenn du dir die Fragen vorher aufschreibst und deinen Zettel im Gespräch zückst, damit du nichts vergisst.

7. Sei authentisch

Ja, ich weiß, leicht gesagt. Natürlich ist es eine Ausnahmesituation und du wirst in einem Vorstellungsgespräch nie so sein, wie in einem Gespräch mit Freunden. Aber sei offen und ehrlich. Mach dich nicht kleiner als du bist, aber übertreibe auch nicht maßlos. Das merkt dein Gegenüber dir sehr schnell an.

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8. Nutze Social Media aktiv

Ich kenne kaum einen Arbeitgeber im Medienbereich bei dem du mit einem gepflegten, aktuellen LinkedIn-Profil und Twitter-Account keinen guten Eindruck vermitteln kannst. Und damit meine ich nicht die private Insta-Seite mit deinen Partyfotos.

Einige meiner Studenten verdienen sich ein bisschen Geld damit, für kleinere Unternehmen den Instagram-Kanal zu pflegen. Das ist immer ein schöner Pluspunkt, der in Vorstellungsgesprächen erzählt werden kann.

9. Halte Termine ein

Einen Termin für ein Vorstellungsgespräch abzusagen oder zu verschieben, wenn es einen TRIFTIGEN Grund gibt, ist nicht schön, aber kein Beinbruch. Wenn ein zweiter Termin gefunden ist, solltest du alles geben, um ihn nicht platzen zu lassen. Das macht keinen guten Eindruck. Darüber hinaus ist Pünktlichkeit essentiell.

10. Achtung bei Videogesprächen

Vorstellungsgespräche über Skype sind noch lange kein Standard, aber auch keine totale Seltenheit mehr. Wenn du einen Termin für ein solches bekommst, dann bereite dich ebenso vor, wie bei einem persönlichen Gespräch. Auch dein Outfit sollte so sein, wie du es im Büro deines Gesprächspartners tragen würdest.

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Führst du es in deiner Studentenbude, checke vorher, wie es im Hintergrund aussieht (leere Bierdosen, Wäsche auf dem Boden…? Hat es alles schon gegeben!). Auch solltest du vorher mit einer Vertrauensperson prüfen, ob deine Skype-Version aktuell ist, das Netz in Ordnung und der Ton verständlich. Sicher ist sicher!

BONUSTIPP:

Baue dir schon im Studium oder der Ausbildung Netzwerke auf! Pflege und nutze sie. Gerade bei der Jobsuche können sie total hilfreich sein.