Let`s Talk! 10 Facts für erfolgreiche Kommunikation

Ich habe eine Weile überlegt, ob ich hier über vernünftige Kommunikation schreiben kann. In meinem Verständnis sollte jeder, der sich mit PR und Medien beschäftigt, in der Lage sein, vernünftig zu kommunizieren.

Doch kurz zurückgedacht fiel mir auf, wie viele Menschen ich in unserer Branche schon getroffen habe, die es einfach so gar nicht drauf haben, anständig mit Menschen zu kommunizieren. Erschreckender Weise beginnt das oft schon bei den Führungskräften. Durch verschiedene Praktika und freie Mitarbeiten  habe ich die unterschiedlichsten „Exemplare“ kennengelernt.

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Der eine Chef hielt es für total normal, seine Mitarbeiter in der Redaktionssitzung vor dem gesamten Team komplett auseinander zu nehmen, sie mit fiesen „Testfragen“ zu bombardieren, die sie eigentlich gar nicht beantworten konnten, bis hin zu Kündigungen die er aussprach, nachdem die arme Person vor versammelter Mannschaft genug gedemütigt worden war. Und das nicht etwa einmal in zwei Jahren. Zweimal die Woche war eine Demütigung in der Konferenz „normal“ und jeder war froh, wenn er/sie nicht Opfer der Attacke wurde.

Eine andere vorgesetzte Person fand es selbstverständlich, über jeden Mitarbeiter vor anderen schlecht zu reden. Noch dazu wusste sie immer ALLES besser, aber erst dann, wenn Kollegen ein Fehler unterlaufen war. Im Vorfeld mit einem eindeutigen Tipp oder Ratschlag zu helfen, gehörte nicht zu ihrem Portfolio…

Und das waren nur zwei Beispiele. Nachfolgend zehn Fakten die Menschen beherzigen sollten, wenn sie erfolgreich mit anderen in einen Austaucht treten möchten:

  1. Höre erst mal zu

Unglaublich, wie viel gestörte Kommunikation allein deshalb entsteht, weil Menschen nicht vernünftig zuhören. Wer im Kopf schon die Antworten auf das formuliert, was er gerade gesagt bekommt, der kann einfach nicht richtig zuhören. Ganz schlimm sind die Kandidaten, die ihrem Gegenüber einfach ins Wort fallen. Es ist so hilfreich, den anderen erstmal reden zu lassen.

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  1. Frage nach

Wenn du etwas nicht verstanden hast, egal ob akustisch oder sinngemäß stelle Rückfragen. Es ist kein Beinbruch einfach nochmal zu fragen, was der andere gesagt hat. Im Gegenteil, so merkt das Gegenüber oft, dass sich der Zuhörer wirklich mit ihm und seinem Thema beschäftigt.

  1. Erst denken, dann reden

Eine Plattitüde, ich weiß, aber es ist trotzdem viel dran. Manchmal frage ich mich, ob meine beiden oben genannten ehemaligen Chefs mal über ihre Kommunikation nachgedacht haben. Ich bezweifele es bis heute.

  1. Sei respektvoll

Selbst wenn dir dein Gegenüber nicht mit sonderlich viel Respekt begegnet. DU bist die Person, die nach einer Kommunikation in den Spiegel blicken muss.

  1. Formuliere klar

„Wahrscheinlich können Sie ein Interview mit dem Hauptdarsteller machen, falls er am 28. September im Hamburg ist und es gerade irgendwie in den Plan passt.“ Was ist das für eine Aussage?! Damit kann doch niemand etwas anfangen.

Besser: „Ich weiß nicht, ob ein Interview möglich ist. Ich versuche, Ihnen diese Info zu besorgen und werde mich am Donnerstag dazu bei Ihnen melden.“ Ich selber möchte schließlich auch klare Aussagen bekommen. Alles andere ist Zeitverschwendung. Sei es beruflich oder auch privat. Viel zu viele Menschen scheuen sich vor Verbindlichkeit.

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  1. Sei ECHT!

Niemand möchte mit einer gekünstelten Person reden. Es gibt keinen Grund, sich in der Kommunikation zu verstellen. Sei einfach Du. Was bringt es dir, einen Menschen zu imitieren, der Du nicht bist. Es fliegt sowieso früher oder später auf und sympathischer macht es dich bestimmt nicht.

  1. Vermeide ewige Monologe

Natürlich solltest du klar und deutlich äußern, was du denkst, aber denke immer daran, dass du dich in einem Austausch befindest und nicht in eine ewige (am schlimmsten noch belehrende) Ansprache verfällst. Eine gute Richtlinie ist immer 50 / 50. Auch wenn es natürlich im Einzelfall auf das jeweilige Gespräch ankommt.

  1. Rede verständlich

Damit ist gemeint, dass du am besten nicht dauernd irgendwelche Fremdwörter verwendest und wenn, dann erkläre sie kurz. Im einen Gespräch geht es schließlich nicht darum, mit Fachbegriffen zu glänzen. Auch solltest du deine Gesprächslautstärke der Umgebung anpassen. Sowohl Menschen, die zu laut, aber auch Menschen, die viel zu leise sprechen, können in einer Unterhaltung sehr unangenehm sein.

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  1. Sei bei der Sache

Wer sich bei einem Gespräch, egal ob am Telefon oder persönlich, mit anderen Dingen beschäftigt, der ist nicht 100% bei Gesprächspartner. Nebenbei auf dem Handy rumtippen, Augenkontakt scheuen oder in einer Zeitschrift blättern, all das vermittelt dem Gegenüber, dass eigentlich kein Interesse besteht, sich mit dem anderen auseinanderzusetzen.

  1. Achte auf die Zwischentöne

Meint dein Gegenüber wirklich das, was es sagt? Wer genau zuhört und hinschaut, kann manchmal zwischen den Zeilen wichtige Erkenntnisse gewinnen. Laut Studien hat in der Kommunikation das, was ein Mensch inhaltlich sagt, nur eine Gewichtung von 7 Prozent. Ganze 55% haben nur mit der Körpersprache zu tun (sprich Mimik, Gestik, Stand) und 38% gehen auf das Konto der Stimme (Lautstärke, Geschwindigkeit und Co.).

Abschließend

Selbstverständlich kommt jeder mal in Situationen, in denen es schwer fällt, sich an diese eignen Regeln zu halten, aber es ist ja schon ein großer Schritt, sich immer wieder daran zu erinnern.

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