Vier Tipps für erfolgreiche Radio PR

Wo möchtest du mit deinem Thema stattfinden? „Im Fernsehen, der Zeitung und dann können wir ja noch ein bisschen Radio machen.“ Wer so an die Sache rangeht, hat eigentlich schon verloren, zumindest in Sachen Radio-PR. Radio PR ist nichts, was ein PR-Mensch einfach mal so nebenbei machen kann, auch wenn die Meinung bei einigen Fachleuten recht verbreitet ist.

Die Frage ist, woher diese Einstellung kommt, denn Radio ist selbst in der heutigen Zeit noch immer eines der meistgenutzten Medien.
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Auch im Jahre 2016 ist die Radionutzung – gerade bei den jungen Hörern – um rund 900.000 Personen gestiegen. Fast 80% der Bevölkerung hören täglich Radio und die Verweildauer ist mit über vier Stunden täglich stabil. Genaue Zahlen und einen Senderüberblick gibt es bei Reichweiten.de.

Im Bereich der Radio-PR sollte deshalb eine Strategie vorhanden sein und es gibt einige Grundregeln, die zum Erfolg beitragen können. Hier eine kleine Auswahl:

  1. Radio lebt von O-Tönen

Einfach eine Pressemitteilung verschicken und dann hoffen, dass eine Meldung zu deinem Thema im Radio läuft ist in 99% aller Fälle aussichtslos. Zumindest bei bunten Entertainment-Themen. Es sei denn, es geht um die Trennung zwischen Angelia Jolie und Brad Pitt, aber die brauchen keine PR-Agentur…

Radio lebt von Tönen, Geräuschen, aber auch Geschichten. Hast du vielleicht einen Interviewpartner, den du zusammen mit deiner Presseinfo anbieten kannst? Dann mach das und bitte fasse dich kurz! Gerade Radio-Menschen setzen sich nicht hin und lesen sich drei Seiten Vorgeplänkel durch, bevor du mal zur Sache kommst.

  1. Beschäftige dich mit den Sendern

…spätestens dann, wenn du dein Thema anbietest.

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(Quelle: Facebook)

Radio ist nicht gleich Radio. Antenne Bayern ist genauso wenig Antenne Brandenburg wie die BILD-Zeitung die FAZ. Nie war es so leicht, sich Infos über die einzelnen Programme zu beschaffen, wie heute, wo du jeden Sender übers Netz empfangen kannst. Radio-Redakteure haben ein Recht darauf, dass du dich mit ihrem Arbeitsfeld und ihren Themen auseinander gesetzt hast, wenn du sie kontaktierst.

Wenn du Radio Energy ein Interview mit einem auftretenden Schlager-Künstler des nächsten ZDF-Fernsehgartens anbietest, dann brauchst du dich danach dort gar nicht mehr zu melden. Nun ist vollkommen klar, dass du keinen Schimmer von den Programminhalten der Energy-Gruppe hast.

  1. Markenartikler sind nichts fürs Radio-Programm

Während du in den bunten Blättern der Klatschpresse gute Chancen hast, mit einem Testimonial auch redaktionell eine bestimmte Marke zu promoten, so ist das im Radio ziemlich unmöglich. Auf Fotos mal ein Logo im Hintergrund zu haben oder auch in einen TV-Beitrag eine Marke „einzubinden“, ist hin und wieder möglich.

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Schöne Beispiele sind hier Barbara Schöneberger als Testimonial für den Delikatessen-Hersteller Hohmann, Heike Makatsch für L’Oréal, Joko und Klaas damals für die Sparkasse oder ähnliches.

Hier für TV oder Print einen Werbedreh oder ein Shooting zu begleiten, ein kleines Interview mit dem Protagonisten/ Testimonial zu führen, ist schon möglich… im Radio ist das viel schwieriger. Auch wenn eine Prominente wie Barbara Schöneberger sehr beliebt ist bei den Medien, so wird kein Radiosender sie einladen, nur um On AIR über Homann-Delikatessen mit ihr zu plaudern.

  1. Achte auf die Ton-Qualität

Ob du nun fertige O-Töne zu einem bestimmten Thema anbietest oder Telefoninterviews mit einem Protagonisten organisierst, ist es wichtig dafür zu sorgen, dass die Töne eine gute Qualität haben. Interviews solltest du in einem ruhigen Raum führen, der allerdings nicht so groß ist, dass es hallt.

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Telefoninterviews sollte dein Protagonist von einem Festnetz-Telefon führen. Gar nicht mal weil, so wie es vor vielen Jahren mal war, die Qualität übers Festnetz sauberer ist, sondern weil der Künstler/Interviewpartner an einem Festnetztelefon weniger abgelenkt ist.

Vor einiger Zeit haben wir Interviews mit einer Schauspielerin zu ihrem aktuellen Film organisiert. Sie hat die Interviews gegeben, während sie durch den MC Drive gefahren ist und ihr Essen genossen hat. Gerade die etwas konservativeren Radiostationen fanden das nicht besonders lustig, die Produktionsfirma, die die PR beauftragt hat, erst recht nicht.

(Fotoquelle: facebook + instagram)

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