DIE MUTTER ALLER PR-GESCHICHTEN

…zumindest eine von ihnen, findet sich in der aktuellen „BUNTE“!

Eine dreiseitige Anzeige… ääähm, sorry, redaktionelle Geschichte(!) in der Rubrik „BUNTE Wirtschaft“. Ein Bericht, den Agenturchefs ihren Mitarbeitern über den Schreibtisch hängen sollten, als das perfekte PR-Beispiel!

Die perfekte PR-Geschichte (BUNTE Nr. 49), PRleben, Blog, PR, Verena Bender, Coaching, Köln

Die perfekte PR-Geschichte (BUNTE Nr. 49)

Unter dem Titel „Der Mann, der die Frauen liebt – Dieter Zetsche: Der erfolgreiche Daimler-Konzernchef möchte Mercedes noch attraktiver für Kundinnen machen“ gibt es ein Portrait, das seines gleichen sucht. Allein dass über fünfzehnmal das Wort Mercedes -und immer in einem positiven Zusammenhang- verwendet wird, ist äußert beeindruckend.

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Der Mann mit dem markanten Schnauzbart lässt eine Lobeshymne nach der anderen auf die Damenwelt ab. „Frauen sind das neue China“, „In unseren Fabriken lassen wir die Autos überwiegend von Frauen vom Band fahren, weil es da weniger Beschädigungen am Blech gibt.“ „Frauen sind in meinen Augen sehr gut – sowohl als Autofahrer als auch beim Einparken“…

Jetzt mal ehrlich: Meint er das ernst? Noch wichtiger: Glaubt die Leserin ihm diese und die vielen weiteren Ruhmreden auf das weibliche Geschlecht oder denkt sie: Der soll aufhören, sich so anzubiedern?!!

Quelle Bunte.de, PRleben, Blog, PR, Verena Bender, Coaching, Köln

(Quelle: bunte.de)

In dem Artikel heißt es: „Der Mächtige CEO der Daimler AG weiß, dass Mercedes ein schwaches Image bei Frauen hat, das ordentlich aufpoliert werden muss, damit die Zahlen weiblicher Kunden steigen…“ und die BUNTE scheint entweder Mitleid mit ihm zu haben und helfen zu wollen oder der Konzern schaltet einfach so viele Werbeanzeigen bei BURDA, dass man es Herrn Zetsche irgendwie schuldig war, diesen Artikel so zu schreiben.

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Seite drei besteht aus einem Interview zwischen der Autorin Tanja May und dem Mercedes-Boss. Spätestens hier wünscht sich der Leser auch mal eine kritische Frage gerade nach der Schleimspur, die auf Seite zwei hinterlassen wurde.

Die investigativen Fragen gehen allerdings von „Ihre Mutter fährt Mercedes, nehme ich an?“ über „Gibt es den typischen Frauen-Mercedes?“ bis hin zu „Die neuen Mercedes-Farben sind Südseeblau, Lila und Rot. Wünscht sich die Kundin diese Lidschattenpalette fürs Auto?“ — HALLOHO!?

Liebe Bunte, liebe Medien, wenn ich beim nächsten Themenangebot eine Absage von euch bekomme und die Begründung lautet: „sorry, das ist uns zu werblich“, dann werde ich euch an diese Geschichte erinnern.

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