Wie ein Buch Schlagzeilen macht, ohne inhaltlich zu überzeugen

Jeden Tag erscheinen unglaublich viele Bücher, aber nur die wenigstens bekommen eine Besprechung /Vorstellung in der Presse. Und es ist längst nicht gesagt, dass immer die Bücher mit dem besten oder spannendsten Inhalt, es in die Schlagzeilen schaffen. Oft werden Bücher von gestandenen, bekannten Autoren vorgestellt und sehr gerne Bücher, die von Promis geschrieben werden.

Joops Zeichnung zu Herzogin Kate, "People" 30. April 2015 Verena Bender PRleben

Joops Zeichnung zu Herzogin Kate, „People“ 30. April 2015

Solche Bücher von Prominenten sind für die Presse oft einen Bericht wert… der Inhalt ist dann sogar eher zweitrangig. Ein schönes Beispiel ist „Dresscode“. Wer in den letzten Wochen eine Zeitschrift aufgeschlagen hat, ist kaum drumrumgekommen.

Wahrscheinlich wäre es einfacher, die bunten Blätter und Online-Seiten aufzuzählen, die NICHT über das Buch von Wolfgang Joop berichtet haben.

Buchcover

Buchcover „Dresscode“
(Foto: http://www.gu.de)

Drei meiner „Highlight-Clippings“ seien hier erwähnt:

  1. „People“

Der Leser der Seite 33 der „People“ vom 30. April aufschlägt, denkt wohl erstmal (so wie ich): Coole Anzeige! Aber nee, da fehlt ja die Kennzeichnung zur Anzeige. Ist wohl doch ein redaktioneller Beitrag -über eine komplette Seite- zu Joops Buch „Dresscode“.

Redaktioneller Bericht zu Joops Buch,

Redaktioneller Bericht zu Joops Buch, „People“ 30. April 2015

Ein tolles Layout, drei Zeichnungen mit Notizen vom Meister persönlich, dazu ein Abdruck vom Cover und die beliebten „Drei Fragen an…“ in diesem Fall, Wolfgang Joop. In den Fragen geht es natürlich um Mode und eine der Fragen greift auch den Buchtitel nochmal auf. Wobei man sagen muss, dass die „People“ sowieso eine tolle Plattform für Buch-, Film-, CD- und ähnliche Promo bietet….das sollten PR-Menschen auf dem Schirm haben.

"Drei Fragen an..." Wolfgang Joop, "People" 30. April 2015 PRleben, Verena Bender

„Drei Fragen an…“ Wolfgang Joop, „People“ 30. April 2015

2. Stern.de

Nicht nur die reine Boulevardpresse beschäftigt sich mit Joops Buch. Auch der „Stern“ hat Ende April 2015 auf seiner Webseite, ein ausführliches Interview mit dem Modemacher veröffentlicht. Inhaltlich orientiert sich das Gespräch auch sehr am Buch. Schöne Plattform, weil hier nochmal andere, potentielle Leser erreicht werden.

3. Sonderaktionen

Neben der üblichen Pressekonferenz, (TV-)Interviews mit dem Designer und den klassischen Presseinfos, gibt es auch immer mal wieder schöne Sonderaktionen mit einzelnen Medien. Um „Dresscode“ vorzustellen, hat beispielsweise die GALA-Chefredakteurin einen Termin für einen Hausbesuch beim Designer + Autor persönlich bekommen.

Teaser auf GALA.de zum Hausbesuch bei Wolfgang Joop PR leben

Teaser auf GALA.de
zum Hausbesuch bei Wolfgang Joop

Angekündigt wurde dieser Besuch schon vor dem Erscheinen des Blattes auf GALA.de und anschl. groß in der Printausgabe.

Über zu wenig Aufmerksamkeit können sich Verlag und Autor also nicht beklagen. Natürlich ist der Termin für die Veröffentlichung (V.Ö.) schlau gewählt worden: passend zum Start der aktuellen Staffel von „Germany’s next Topmodel“, in der Herr Joop bekanntlich in der Jury sitzt! Besser geht’s nicht.

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