„Lern die Medien kennen!“ – das wünschen sich Journalisten von PR-Menschen

Thomas Heyroth koordiniert die Tagesredaktion eines Berliner Radiosenders und bekommt regelmäßig Themenvorschläge von PR-Menschen. Mit welchen Angeboten er etwas anfangen kann und was PRler im Umgang mit Journalisten lieber vermeiden sollten… das und mehr, erzählt er im PRleben-Fragebogen.

Thomas Heyroth, ENERGY Berlin

Thomas Heyroth, ENERGY Berlin

Was genau ist dein Job und wie bist du dazu gekommen?

Ich kümmere mich um die Tagesredaktion bei ENERGY in Berlin. Vor 15 Jahren fing alles mit einem Radiopraktikum in Berlin an. Danach ein Volontariat in Erfurt, dann weitere Radiostationen in Berlin und Stuttgart. Am Anfang stand die Moderation im Vordergrund…im Laufe der Jahre habe ich mich immer mehr auf die Redaktionsarbeit spezialisiert.

Wie kommst du in deinem Job am häufigsten an gute Geschichten, Informationen?

Social Media (es gibt eigentlich nix Schnelleres), Newsseiten im Netz, persönliche Kontakte, eigene Recherche, Geschichten von Hörern

Was bedeutet für dich gute PR? Kannst du sagen, welche Eigenschaften ein guter PR-Mensch mitbringen sollte?

Er/Sie sollte nicht zu vorsichtig sein. PR-Menschen sollten sich mit dem Medium auskennen, dem sie ein Thema anbieten, wissen wie die Redaktion arbeitet, was deren Zielgruppe ist, welche Themen passen könnten und welche eher nicht. Außerdem sollte sich ein guter PRler auch mit dem Produkt /dem Thema das er anbietet auskennen und identifizieren.

Kannst du dich an eine PR-Aktion erinnern, die du richtig gut fandest?

Ja, beim Radiosender bigFM: 1 Millionen Euro für Pink, wenn sie sich das Logo des Senders auf die Zunge tätowiert.

Du bekommst ja viele Angebote von PR-Menschen, welche Angebote sind dir am liebsten und womit kannst du gar nichts anfangen?

Ich bekomm immer mal wieder Interview-Töne und Audio-Beiträge angeboten. Ich kann in meinem aktuellen Format nichts mit „gebauten Beiträgen“ und relativ wenig „normalen“ Interviewtönen anfangen. Sie müssen interessant für meine Zielgruppe sein und „besonders“.

Beispiel: Til Schweiger mit seiner deutlichen Meinung über das Buch „Fifty Shades Of Grey“ und über das Erscheinungsbild der Autorin bringt mir mehr „talk“, als ein klassischer O-Ton zu seinem aktuellen Produkt (wobei sein aktuelles Produkt natürlich auch erwähnt werden sollte).

Könntest du dir vorstellen vom Journalismus in die PR zu wechseln? Warum /warum nicht?

Wer weiß…aber momentan liebe ich meinen Job und arbeite gerne ganz nah am Produkt/Studio.

Danke Thomas!

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3 Gedanken zu “„Lern die Medien kennen!“ – das wünschen sich Journalisten von PR-Menschen

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